Bei Vivaro vereinigen sich zwei Bäche in der Nähe des Ortsteils zum Bisingana. Nach dem Zusammenfluss fließt der Bisingana nach Süden durch ein bewaldetes Tal, in das zahlreiche kleine Bäche entwässern. Die SP 234 Pray-Curino-Brusnengo begleitet den Fluss nach der Vereinigung. Wasserlauf und Waldtal geben Vivaro ein konkretes landschaftliches Profil; die Kulturgeschichte Curinos ergänzt den Naturbezug um einen zweiten Schwerpunkt.
Fluss, Fischerei und Wanderblick
Im Bisingana werden Forellen ausgesetzt und gefangen. Wenn Sie Angeln in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, informieren Sie sich vorab über die geltenden Regeln. Ein Abschnitt der Sentieri del Biellese nimmt Vivaro in sein Panorama auf und bietet den Blick auf den romanischen Glockenturm von Santa Maria.
Romanische Kunst und Geschichte der Ortsteile
Die Apsis und der Glockenturm der Kirche „Church of the Assumption“ im Ortsteil Santa Maria gelten als Beispiele romanischer Kunst. Beide Bauteile verankern den kulturellen Schwerpunkt an einem konkret benannten Kirchenbau. Das Oratorium San Bernardo und San Bernardino da Siena befand sich in Cantone Vivaro. Im Jahr 1661 gab es dort ein kleines Oratorium, das zunächst nur San Bernardo geweiht war; später galt die Widmung auch San Bernardino da Siena. Die Kirche steht für romanische Baukunst, das Oratorium für eine historische Entwicklung der Widmung.
Ein historisches Siedlungsbild
Vivaro und die Kantone Santa Maria, Termino, Ronco, Ortovivaro, Colmo und Olzera scheinen am Fuß des Hügels San Giorgio als zusammenhängende Siedlung entstanden zu sein. Diese historische Siedlung war wahrscheinlich das castrum loci Quirini, unterhalb dessen sich die Curtem Quirini entwickelte. Der Hügel San Giorgio bildet in dieser Deutung den gemeinsamen Bezugspunkt; die wahrscheinliche Verbindung zu castrum loci Quirini ergänzt die Geschichte einzelner Bauwerke um eine weiter gefasste Siedlungsentwicklung.
Curino: Geologie und Wein
Die Hügel der Rive Rosse in Curino sind durch zerfallenden quarzführenden Porphyr geprägt; nach diesem Gestein ist das Gebiet benannt. Der Name verweist damit direkt auf den Untergrund, der die Hügellandschaft kennzeichnet. Für die Wahl zwischen den Naturthemen ist der Unterschied klar: Am Bisingana stehen Flusslauf und Fischerei im Vordergrund, bei den Rive Rosse das Hügelland und sein Gestein.
Der Bramaterra DOC wird in der Gemeinde Curino erzeugt. Seine Rebsortenmischung verbindet Nebbiolo (50–70 %) mit Croatina (20–30 %) sowie Bonarda und Vespolina (10–20 %). Nebbiolo stellt den größten angegebenen Anteil, Croatina einen weiteren; für Bonarda und Vespolina wird der Bereich von 10–20 % genannt. Für Weininteressierte ergänzt diese Herkunft die Landschafts- und Kulturthemen um einen kulinarischen Schwerpunkt. Die Rebsorten und Prozentbereiche geben dem Bramaterra eine konkrete Zusammensetzung.
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