Der Parco Burcina verbindet einen historischen Garten mit archäologischen Spuren. Für eine Reise nach Pollone kommen außerdem Wanderrouten und die Geschichte rund um Pier Giorgio Frassati in Betracht. Wer den Ort als Übernachtungsbasis erwägt, kann den Aufenthalt nach diesen Schwerpunkten gliedern: Park, Wandern oder Kultur und Pilgergeschichte.
Parco Burcina: Garten und Wege
Der Parco Burcina „Felice Piacenza“ ist ein historischer Garten auf dem Gebiet der Gemeinden Biella und Pollone. Sein Haupteingang befindet sich in Pollone nahe der Piazza San Rocco. Vom Eingang bis zum Gipfel verläuft eine nicht asphaltierte, befahrbare Straße; von ihr zweigen zahlreiche Wege ab. Einige davon sind auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl begehbar. Die Begehbarkeit ist damit wegabhängig: Die Eignung gilt für einige Wege, nicht pauschal für das gesamte Wegenetz.
Wanderrouten mit unterschiedlichen Profilen
Die GTB-Etappe 21 beginnt an der Piazza San Rocco beim Eingang des Naturschutzgebiets Burcina, führt durch das Schutzgebiet und erreicht den Torre Martini. Die GTB-Route 07 verläuft von Pollone nach Zumaglia. Sie ist 20,5 Kilometer lang, dauert etwa sieben Stunden und hat den Schwierigkeitsgrad „Wandern“. Mit ihrer Distanz und ungefähren Dauer lässt sich die Route als längeres Vorhaben für die Tagesplanung einordnen.
Eine Route zum Monte Mucrone beginnt in der Nähe des Friedhofs von Pollone. Nach einem bewältigten Höhenunterschied von 1.500 Metern endet sie auf etwa 2.000 Metern Höhe, in geringer Entfernung vom Gipfel. Im Vergleich zur GTB-Route 07 stehen hier nicht eine Streckenlänge und ungefähre Dauer, sondern Höhenunterschied und Höhe des Endpunkts als Orientierungswerte im Vordergrund.
Archäologie und Kirchenkunst
Im Parco Burcina wurden 1959 archäologische Funde und eine hufeisenförmige Trockensteinmauer entdeckt. Nach jüngsten Untersuchungen wird die Mauer als Grab aus der späten Bronzezeit, dem 13. Jahrhundert v. Chr., interpretiert. Damit ergänzt die archäologische Geschichte den Garten um eine weit zurückreichende Zeitschicht.
Die Fassade der Kirche SS. Trinità ist mit Fresken des Malers Lorenzo Delleani versehen. Eine dem heiligen Sebastian und dem heiligen Fabian geweihte Kirche gilt als die erste Kirche von Pollone. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Akzente: hier die Malerei an einer Kirchenfassade, dort die frühe Kirchengeschichte des Ortes.
Frassati-Orte und Besuchsbedingungen
Auf dem Friedhof von Pollone befindet sich das Familiengrab der Frassatis, das auch Papst Johannes Paul II. besucht hat. Das Itinerario „Sui sentieri di Pier Giorgio“ ist in sieben Etappen unterteilt. Entlang der Beschilderung informieren Tafeln über die Orte und das Leben von Pier Giorgio Frassati. Ganzjährig bietet das Itinerario ein Erlebnis inmitten der Geschichte und der alpinen Landschaft des Biellese, die Frassati besonders liebte.
Die Villa Ametis ist weiterhin das Wohnhaus der Familie und kein Museum oder öffentliches Gebäude. Besuche sind nur nach Vereinbarung möglich. Planen Sie einen Besuch daher entsprechend und nicht als frei zugänglichen Museumsbesuch.
Anreise nach Pollone
Von Biella aus sind Pollone und der Parco Burcina mit Linienbussen erreichbar. Prüfen Sie den Fahrplan für den Tag Ihrer Anreise. Am Haupteingang nahe der Piazza San Rocco steht Besucherinnen und Besuchern außerdem ein großer Parkplatz zur Verfügung. So können Sie die Busverbindung und den Parkplatz mit Ihrem konkreten Park- oder Wanderplan abgleichen.
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