Borgo San Dalmazzo verbindet eine spätmittelalterliche Ortsstruktur mit religiösen Orten und einem Erinnerungsort zur Deportation. Die Möglichkeiten für Spaziergänge und Radtouren reichen von einer leichten vier Kilometer langen Route bis zu anspruchsvolleren oder längeren Strecken.
Ortsgeschichte und Erinnerungsorte
Das historische Zentrum bewahrt bis heute eine spätmittelalterliche städtebauliche Struktur. In der Krypta der Chiesa Parrocchiale di San Dalmazzo sind architektonische Elemente aus der Langobardenzeit erhalten. Das Santuario di Monserrato setzt einen weiteren religiösen Akzent: Das Marienheiligtum stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist der Schwarzen Madonna von Monserrato gewidmet. Am Nordhang des Hügels, der die Stadt überragt, wurden dreizehn Bildstöcke der Via Crucis di Monserrato errichtet, darunter ein doppelseitiger.
Das Museo dell’Abbazia di San Dalmazzo di Pedona verbindet einen Museumsbereich, einen archäologischen Rundgang und ein Pfarrmuseum zu einem Besuchsweg rund um die romanische Krypta. Für die jüngere Geschichte stehen das Memoriale della Deportazione und MEMO4345. Am Bahnhof von Borgo San Dalmazzo wurden am 21. November 1943 insgesamt 329 Menschen deportiert; 311 von ihnen wurden in Auschwitz ermordet. MEMO4345 ist ein multimedialer historisch-pädagogischer Rundgang über die Shoah in Europa. Er befindet sich in der ehemaligen Kirche Sant’Anna neben dem Memoriale della Deportazione und wenige Schritte vom Bahnhof entfernt.
Die Installation des Memoriale umfasst zwanzig stehende Silhouetten, die Überlebende darstellen. Alle Waggons sind zugänglich; einer verfügt über eine Rampe für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Prüfen Sie die aktuellen Zugänglichkeitsbedingungen vor Ihrem Besuch.
Rad- und Spazierwege auswählen
Die grüne Route des Parco Fluviale Lungo il Gesso ist eine leichte, vier Kilometer lange Strecke auf ruhigen Landstraßen. Sie verbindet Borgo San Dalmazzo über den Flusspark mit Cuneo. Die rote Route Lungo Gesso ist mit zwei Kilometern kürzer, gilt aber als anspruchsvoll. Sie verläuft entlang des Wildbachs Gesso über kleine Feldwege. Der Vergleich zeigt: Die kürzere Strecke ist nicht automatisch die leichtere. Da sich die Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.
Für eine längere Mountainbike-Tour führt La Via dei Teit über 18 Kilometer von der Via dei Boschi nach Sant’Antonio di Aradolo und in Richtung Madonna Bruna zurück. Die Strecke gilt als mittelschwer und passiert zahlreiche alte Höfe und Gehöfte. Zu Fuß führt ein leicht begehbarer Weg vom Ortszentrum über die Via dei Boschi nach Beguda und setzt sich im Valle Stura entlang einer Militärstraße fort. Die Via delle Meridiane erreicht den Monte Croce auf 1.210 Metern; dort bietet die Route einen Rundumblick auf die Berge.
Einblicke in den Ort und seine Traditionen
Der Arco di San Rocco ist von der Straße aus frei sichtbar. Gegenüber dem Bogen befindet sich am Piazzale Bertello ein Parkplatz. Wer sich für die Schneckenküche interessiert, findet in Borgo San Dalmazzo einen eigenen kulinarischen Schwerpunkt: Der Ort ist für seine Küche auf Schneckenbasis bekannt, und die Fiera Fredda della Lumaca ist eine langjährige, der Schnecke gewidmete Veranstaltung. Sie findet jährlich statt; 2025 wurde sie zum 456. Mal veranstaltet. Wenn Sie die Fiera gezielt erleben möchten, prüfen Sie die Termine für Ihre Reisezeit.
Eine weitere Aktivität ist der Abenteuerparcours im Parco Grandis. Er umfasst 14 Aktivitäten mit schwebenden Plattformen, Seilen, festen und schwebenden Leitern sowie Seilrutschen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Betriebsangaben.
Weitere Reiseziele entdecken: Bra, Peveragno, Clavesana, Castellinaldo, Sorano, Ricca-San Rocco Cherasca, Artesina, Ormea.
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