In Celle Di Macra erzählen Wege von der Arbeit der Sardellenverkäufer, während Kirchen und Kapellen sakrale Kunst bewahren. Der Sentiero dei Giganti führt durch einen jahrhundertealten Lärchenwald. Zusammen mit dem Museo Sèles und einer Route durch mehrere Borgate ergeben sich verschiedene Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Ortsgeschichte, Architektur und Landschaft.
Historische Wege und Lärchenwald
Der Sentiero degli Acciugai folgt den historischen Wegen, die Sardellenverkäufer für ihre Tätigkeit im Tal nutzten. Die Route führt durch fast alle örtlichen Weiler. Ihre Geschichte verbindet so einen früheren Beruf mit den Siedlungen, durch die der Weg verläuft – ein konkreter Zugang zur Arbeits- und Ortsgeschichte von Celle di Macra.
Am Sentiero della Costruzione Alpina liegen Kalköfen, Schieferbrüche und Sandgruben. Auch Gebäude mit charakteristischen Fassaden „a vela“ gehören zu den Stationen von Interesse. Der Weg eröffnet damit einen anderen Blick als der Sentiero degli Acciugai: Hier stehen historische Bau- und Arbeitsstätten sowie besondere Fassaden im Mittelpunkt.
Der Sentiero dei Giganti führt durch einen seit Jahrhunderten intakt erhaltenen Lärchenwald. Entlang der Route liegen mehrere historisch interessante Gebäude und das Feuchtgebiet „Naj del charbou“. Dort befindet sich ein ursprünglicher Teich, in dem oberhalb der Borgata Combe Hanf eingeweicht wurde. Wald und traditionelle Nutzung der Landschaft gehören hier zu derselben Erkundung.
Eine Route durch die Borgate
Die Route Borgate di Celle Macra beginnt in der Borgata Rio di Celle Macra und führt über Albornetto Sottano, Albornetto Soprano, Serre, Castellaro, Ansoleglio, Chiesa und Paschero. Über einen Weg kehrt sie zur Ausgangsstraße zurück. Für Ihre Planung sind die angegebenen 9 Kilometer und 550 Höhenmeter im Aufstieg konkrete Eckdaten, die Sie mit den übrigen Vorhaben des Tages abgleichen können.
Kirchen, Kapellen und sakrale Kunst
Die Chiesa Parrocchiale di San Giovanni Battista ist ein Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert; ihr romanischer Glockenturm bestand bereits zuvor. Der einschiffige Innenraum, das große Presbyterium und zwei Seitenkapellen geben dem Kirchenraum seine architektonische Gliederung. Das Polittico di Hans Clemer besteht aus fünf Holztafeln. Sie zeigen die thronende Madonna mit Kind, die Heiligen Johannes den Evangelisten, Paulus, Petrus und Johannes den Täufer sowie einen betenden Auftraggeber. Architektur und Altarbild bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für die Baugeschichte oder die dargestellten Figuren interessieren.
Die Cappella di San Sebastiano ist ein einfacher Steinbau mit Schieferdach und Vorhalle. Im Inneren befindet sich der älteste steinerne Altar der Provinz Cuneo. In der Borgata Chiotto bewahrt die Cappella di San Sebastiano Fresken von Giovanni Baleison: zu sehen sind das Martyrium des heiligen Sebastian, das Jüngste Gericht, eine Darstellung der Höllenstrafen und das Himmlische Jerusalem. Das Bildprogramm reicht damit von einer Heiligengeschichte bis zu Darstellungen des Jenseits.
Sardellenverkäufer und lokale Tradition
Das Museo Sèles präsentiert die Geschichte der Sardellenverkäufer aus einigen Weilern von Celle di Macra sowie aus Macra, Lottulo, Tetti di Dronero und Paglieres. Informationstafeln, originale Gegenstände und Kleidungsstücke vermitteln das Thema auf unterschiedliche Weise. Das Museum wurde 2008 eingeweiht und ergänzt die historischen Wege um eine Darstellung der Menschen und Dinge, die mit diesem Beruf verbunden sind.
Auch Baía di Castellaro, ein Weiler von Celle di Macra, hat einen festen Platz im örtlichen Jahreslauf: Die wiederkehrende Feier zu Ehren der heiligen Anna findet am letzten Sonntag im Juli statt. Wenn Sie die Feier in Ihre Reise einplanen möchten, prüfen Sie den Termin vor Ihrer Anreise.
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