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Vacciago bietet für die Reiseplanung zwei klar unterscheidbare Themen: historische Sakral- und Baukunst sowie Wege im Umfeld des Monte Mesma. Besonders anschaulich wird die Geschichte an der Abfolge von Vorgängerbau, heutigem Santuario und späterer Ausstattung. Daneben führt der Rundweg Anello Celeste nach Vacciago; in den Wäldern rund um das Naturschutzgebiet Monte Mesma gibt es markierte Wege zum Wandern, Reiten und Mountainbiken. So können Sie zwischen Kulturgeschichte und Aktivitäten im Freien wählen, ohne daraus eine einzige gemeinsame Tour zu machen.

Kirchen und Baugeschichte in Vacciago

Das heutige Santuario Madonna della Bocciola entstand auf den Resten einer kleinen Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Diese war zum Gedenken an eine Marienerscheinung errichtet worden. Der Bau des heutigen Gebäudes begann 1754; fertiggestellt wurde es zwischen 1834 und 1843 im typisch neoklassizistischen Stil. Die zeitliche Abfolge verbindet einen älteren Sakralbau mit einer späteren architektonischen Gestalt. Wände und Gewölbe sind mit Fresken von Agostino Comerio aus dem 19. Jahrhundert geschmückt. Baugeschichte und Wandmalerei gehören damit zu unterschiedlichen Epochen desselben Santuario. Es liegt in Vacciago di Ameno auf einer breiten Terrasse mit Blick auf den See und die Halbinsel von Orta.

Auch bei der Chiesa Parrocchiale di Sant’Antonio Abate lohnt sich ein genauer Blick auf die Jahreszahlen. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1589. Die älteste dokumentarische Erwähnung der Kirche stammt dagegen aus dem Jahr 1217: Dieses Datum bezeichnet den frühesten genannten Nachweis, nicht die Entstehungszeit des heutigen Gebäudes. Die Kirche liegt außerhalb des Ortszentrums von Vacciago an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Ortasee. So gehören zu ihrer Beschreibung sowohl die lange überlieferte Geschichte als auch ihre Lage mit Seeblick.

Im Zentrum von Vacciago steht Casa Calderara, ein Renaissancegebäude bürgerlicher Architektur. Das Oratorio di San Giuseppe bietet einen anderen kunsthistorischen Bezug: Dort zeigt eine Gemäldereihe von Giorgio Bonola aus Corconio Episoden aus dem Leben des heiligen Josef. Zusammen betrachtet, unterscheiden sich diese Themen deutlich – von der Renaissancearchitektur über die religiöse Bildfolge bis zum neoklassizistischen Santuario. Wer sich für Bauformen interessiert, findet damit andere Ansatzpunkte als bei einer Erkundung der Fresken und Gemälde.

Die Sammlung der Fondazione Calderara umfasst 327 Gemälde und Skulpturen. Dazu zählen 56 Werke von Antonio Calderara sowie 271 Werke verschiedener europäischer, amerikanischer, japanischer und chinesischer Künstler. Die Zahlen geben einen Eindruck von der Zusammensetzung: Neben einem klar benannten Werkblock Calderaras steht eine größere Gruppe internationaler Positionen. Das ist ein eigener Zugang zur Kunst neben den Fresken des Santuario und den Gemälden im Oratorio.

Wege im Umfeld des Monte Mesma

Der Rundweg Anello Celeste verbindet Ameno mit seinen wichtigsten Ortsteilen und der Riserva Naturale Speciale del Monte Mesma und führt nach Vacciago. Davon zu unterscheiden sind die zahlreichen markierten Wege in den Wäldern rund um das Naturschutzgebiet; sie werden zum Wandern, Reiten und Mountainbiken genutzt. Damit stehen eine benannte Verbindung zwischen Orten und ein Gebiet mit mehreren Wegmöglichkeiten nebeneinander. Für Ihre Planung ist diese Unterscheidung hilfreich, wenn Sie entscheiden möchten, ob Sie sich eher an der Route Anello Celeste oder an einer der angebotenen Aktivitäten im Wald orientieren.

Vacciago lässt sich so nach unterschiedlichen Interessen auswählen: Kirchenkunst und historische Architektur prägen die Kulturseite, während der Anello Celeste und die Wege rund um Monte Mesma einen Bezug zu Bewegung im Freien herstellen. Die genannten Bauwerke stehen dabei für verschiedene Zeiten und Formen; die Routeninformationen beschreiben eigene Verbindungen und Aktivitäten. Prüfen Sie bei Ihrer Reiseplanung, welcher dieser Schwerpunkte zu Ihrem Aufenthalt passt.

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