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Banchette lässt sich über mehrere unterschiedliche Facetten entdecken: ein Castello mit mittelalterlichem Ursprung und späterer neugotischer Gestalt, eine Pfarrkirche auf einem dioritischen Felsen sowie örtliche Karnevals- und Essenstraditionen. So können Sie Ihren Aufenthalt an Architekturgeschichte, Kultur oder regionalen Spezialitäten ausrichten. Bei Besuchen, die an Öffnungs- oder Veranstaltungstermine gebunden sind, empfiehlt sich eine Prüfung der konkreten Daten für Ihre Reise.

Castello di Banchette: zwei Bauphasen

Das ursprüngliche Castello di Banchette entstand um 1200 als Festung. Das heutige Castello wurde im 19. Jahrhundert auf älteren Ruinen als neugotische Wohnvilla rekonstruiert. Diese beiden Zeitstufen geben dem Bau seine besondere historische Einordnung: Auf den Festungsursprung folgte ein späterer Wohnbau mit neugotischer Gestaltung. Wer sich für die Entwicklung historischer Gebäude interessiert, kann hier den Unterschied zwischen der frühen Funktion als Festung und der späteren Form als Wohnvilla nachvollziehen.

Das Castello gehört zum Rundkurs „Castelli aperti“. Prüfen Sie vor einem Besuch die vorgesehenen Öffnungstermine. Für Führungen durch den Park und zum Castello vereinbaren Freiwillige des Circolo Banchette Termine mit den Eigentümern. Dabei arbeitet der Verein mit der Tourismus-Fachrichtung des Istituto di Istruzione Superiore Giovanni Cena zusammen. Wenn Sie eine solche Führung planen, stimmen Sie Termin und Verfügbarkeit mit dem Veranstalter ab.

San Cristoforo auf einem dioritischen Felsen

Die Chiesa Parrocchiale di San Cristoforo wurde um 1800 nach einem ersten Entwurf von Ignazio Girelli umgestaltet. Sie steht auf einem großen dioritischen Felsen, der über eine breite Treppe erreichbar ist. Ihre neoklassizistische Fassade besitzt einen vorgelagerten steinernen Portikus und eine steinerne Balustrade. Fels, Treppe und Architektur prägen unterschiedliche Seiten des Kirchenbaus: die markante Lage ebenso wie die klar benannten Formen der Fassade. Damit bietet San Cristoforo einen eigenen architektonischen Schwerpunkt neben der Geschichte des Castello.

Welterbe und lokale Traditionen

Innerhalb der Grenzen von Banchette liegt eine kleine Fläche der UNESCO-Welterbestätte „Ivrea, industrial city of the 20th century“, die 2018 eingetragen wurde. Der Bezug zum Welterbe ergänzt die älteren Bau- und Kulturthemen um einen weiteren historischen Zusammenhang, ohne dass die gesamte Welterbestätte Banchette zugeordnet wird.

Der Carnevale Banchettese ist ein traditioneller örtlicher Karneval. Seine Hauptfiguren heißen Cossatera und Cossatè; das Fest findet nachts statt. Wenn Sie wegen des Karnevals reisen möchten, prüfen Sie vorab, ob und wann er in Ihren Reisezeitraum fällt, und informieren Sie sich über das Programm. So lässt sich der zeitliche Charakter des Festes bei der Planung berücksichtigen, ohne feste Termine vorauszusetzen.

Auch der Mais Pignoletto Rosso del Canavese gehört zu den lokalen Themen. Die alte Maissorte wurde durch die engagierte Arbeit einer Gruppe von Landwirten wiedergewonnen. Bei der Sagra del Mais Pignoletto Rosso di Banchette werden Polentagerichte aus Pignoletto und weitere lokale Spezialitäten zum Verkosten angeboten. Da sich die einzelnen Angebote ändern können, prüfen Sie bei einer Reise zur Sagra, was für den jeweiligen Termin vorgesehen ist. Architektur, Karneval und Maistradition setzen damit unterschiedliche Akzente für die Wahl Ihres Reiseanlasses.

Weitere Reiseziele entdecken: Villareggia, Moncenisio, San Raffaele, Torre Pellice, Alpignano, Colleretto Giacosa, Cinzano, Claviere.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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