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Ceres verbindet lokale Kulturgeschichte mit einer klar umrissenen Wanderroute zum Santuario di Santa Cristina. Das Museo delle Genti delle Valli di Lanzo, die Sakralbauten und die Stazione di Ceres eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Geschichte und Handwerk. Der Rundweg setzt einen anderen Akzent: Er beginnt in Ceres und führt durch Buchen- und Kastanienwälder zum Santuario. Bei der Wahl Ihres Aufenthalts können Sie so zwischen kulturellen Themen und einer Wanderung mit Ausblicken auf die Gipfel des Val Grande und des Val d’Ala abwägen.

Museum und traditionelle Arbeit

Das Museo delle Genti delle Valli di Lanzo vermittelt die lokale Kultur von Ceres anhand vergangener Traditionen und traditioneller Handwerke. Zu den Gegenständen zählen Haushaltsgegenstände und Arbeitsgeräte. Die thematische Gliederung reicht von den Lanzo-Tälern und den dort lebenden Menschen über Landwirtschaft und Viehzucht bis zu handwerklicher Arbeit, Flora, Fauna und Mineralogie. So stehen Alltag, Arbeit und Naturthemen nebeneinander. Ein konkretes Beispiel ist die Sammlung von Nägeln, die früher im Tal geschmiedet und in ganz Italien exportiert wurden. An einem einzelnen Arbeitsobjekt verbinden sich damit die Herstellung im Tal und ein Absatzgebiet, das weit darüber hinausreichte.

Kirchen und sakrale Baukunst

An der Chiesa parrocchiale dell’Assunta treffen unterschiedliche Bauzeiten zusammen. Die Kirche wurde zwischen 1733 und 1754 errichtet; ihr Glockenturm stammt aus dem 12. Jahrhundert. Er ist im lombardisch-gotischen Stil gestaltet und besitzt Biforen – zweigeteilte Fensteröffnungen – sowie eine kegelförmige Spitze. Im Inneren der Kirche befindet sich zudem eine hölzerne Kanzel aus dem 18. Jahrhundert, angefertigt vom Schnitzer Giuseppe Antonio Riva. Turm, Kirchenbau und Kanzel eröffnen damit unterschiedliche Blickwinkel auf mittelalterliche Formensprache, Baugeschichte und kunsthandwerkliche Arbeit. Die Cappella di Voragno ergänzt den sakralen Schwerpunkt mit zahlreichen Fresken, die wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert stammen und den Durchgang des Heiligen Grabtuchs durch die Lanzo-Täler bezeugen.

Bahnhof und Brücke

Die Stazione di Ceres setzt einen weiteren Akzent in der Baugeschichte. Das dreigeschossige Eisenbahngebäude wurde 1915 nach dem Entwurf des Ingenieurs Scotti errichtet; es besteht aus Mauerwerk und Stahlbeton und hat ein hölzernes Satteldach. Bei der Ponte della Vana steht dagegen die Brückenform im Mittelpunkt: Sie ist eine Eselsrückenbrücke und wurde 1740 erbaut. Bahnhof und Brücke zeigen so zwei unterschiedliche Bautypen mit jeweils eigenen baulichen Merkmalen.

Wanderung zum Santuario di Santa Cristina

Der Rundweg Monte Santa Cristina bietet eine landschaftliche Alternative zu den kulturhistorischen Themen. Er beginnt in Ceres, führt zum Santuario di Santa Cristina, steigt nach Cantoira ab und kehrt über die Straße nach Ceres zurück. Der Weg von Ceres zum Santuario verläuft durch Buchen- und Kastanienwälder und eröffnet Ausblicke auf die wichtigsten Gipfel des Val Grande und des Val d’Ala. Ziel, Streckenfolge, Wald und Gipfelblicke geben der Tour einen anderen Charakter als die Bauwerke und Sammlungen. Saisonale Wegbedingungen können variieren; berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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