Das Ponte del Diavolo ist 65 Meter lang und hat eine Spannweite von 37 Metern. Rund um das Bauwerk treffen in Lanzo Torinese Geologie, historische Gassen, religiöse Orte und Bergsportgeschichte aufeinander. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich damit eine konkrete Wahl: Möchten Sie sich eher mit dem alten Ortsbild, mit Textilkunst und Geschichte oder mit Landschaft und Wanderwegen beschäftigen?
Ponte del Diavolo und geologische Formen
Die Riserva naturale Ponte del Diavolo umfasst etwa 30 Hektar. Sie bewahrt geologische Formationen, die als „marmitte dei giganti“ bezeichnet werden. Die Brücke und das Schutzgebiet eröffnen dabei unterschiedliche Blickwinkel: An der Brücke stehen ihre Maße im Vordergrund, im Schutzgebiet die besonderen geologischen Formen. Zu Fuß erreichen Sie das Ponte del Diavolo von den Zugängen an der Via Frasca, der Via Papa Giovanni XXIII und der Via Montebasso.
Auf dem Geo-Itinerar Ponte del Diavolo werden die Felsen des Complesso Ultrabasico di Lanzo betrachtet, eines Fragments des Erdmantels. Auch die Morphologie der Flussbetten von Tesso und Stura di Lanzo gehört zu den Themen des Itinerars. Der geologische Blick richtet sich damit sowohl auf den Fels als auch auf die Formen der Flussläufe.
Wanderwege und Ausblicke
Wer sich für Aussichten interessiert, findet sie am Kammabschnitt des Anello di Monte Basso: Auf einer Seite reicht der Blick über die Ebene von Turin bis zu den Hügeln von Turin und zur Basilica di Superga. Auf der anderen Seite liegt das gesamte untere Lanzo-Tal von Germagnano bis Ceres im Blick. Forstmannschaften machten den Rundweg für Wanderer vollständig begehbar. Da sich Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Bedingungen.
Der östliche Zustieg des Trek Calcante beginnt in Lanzo am Eingang zum Parco del Ponte del Diavolo. Er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über den nahe gelegenen Bahnhof und das Movicentro von Lanzo sowie mit dem Auto über die SP 2 erreichbar. Der Bahnhof von Lanzo wird von der Linie SFM A des Servizio ferroviario metropolitano di Torino bedient; prüfen Sie die Verbindungen vor der Reise. Eine weitere Routenangabe: Die erste Etappe führt von Lanzo Torinese zum Rifugio Salvin.
Historische Gassen und religiöse Orte
Zum historischen Borgo gehören schmale Gassen, die chintane genannt werden. Einige sind bis heute erhalten. Bögen und lange überwölbte Durchgänge lassen sie teilweise wie Fußgängergalerien wirken. Ein weiteres Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Porta e Torre civica di Aymone di Challant: Ihre heutige Form stammt aus den Jahren 1329 bis 1357.
Die heutige Chiesa di Santa Croce geht auf etwa 1200 zurück. Ab 1353 beherbergte sie ein Hospitium peregrinorum, das Fremde und Pilger unterstützte, die auf der Lanzo-Route nach Santiago de Compostela unterwegs waren. Auch später blieb die Pilgertradition sichtbar: Während des alle 25 Jahre stattfindenden Festes zu Ehren des Auferstandenen wird eine hölzerne Darstellung des Cristo Risorto durch die Straßen von Lanzo getragen. Ein nächster Festtermin ist damit nicht festgelegt.
Das Santuario della Madonna di Loreto wurde 1618 nach dem Vorbild der Heiligen Casa di Loreto errichtet. Seit 2007 zeigt es einen Kreuzweg mit vierzehn Stationen, der sich über etwa 22 Meter erstreckt. Kirche, Heiligtum und Prozession bieten verschiedene historische und religiöse Anknüpfungspunkte, ohne dass sie denselben Abschnitt der Ortsgeschichte erzählen.
Textilkunst und alpine Geschichte
Das Museo Etnografico dell'Arte Tessile Lanzese „Ester Fornara Borla“ widmet sich der für die Valli di Lanzo typischen Textilkunst Arte Popolana Lanzese. Zu sehen ist dort auch ein noch funktionstüchtiger Webstuhl aus dem späten 19. Jahrhundert. Von April bis September ist das Museum an jedem zweiten Sonntag des Monats von 15:30 bis 18:00 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet; Gruppenbesuche sind nach Voranmeldung möglich. Prüfen Sie die Besuchszeiten vor Ihrer Planung.
Eine andere Perspektive auf die Bergregion bietet das Ecomuseo Storia dell'Alpinismo nelle Valli di Lanzo am Sitz des Club Alpino Italiano in Lanzo Torinese. Zu seiner historischen Ausrüstung gehören Skier verschiedener Epochen, hölzerne Schneeschuhe, Ausrüstung für das Felsklettern und Eispickel. Zusammen mit der Textilsammlung entsteht so ein Kontrast zwischen der örtlichen Handwerkstradition und der Geschichte des Bergsports: zwei unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt, der Kultur und Landschaft verbinden soll.
Weitere Reiseziele entdecken: Usseglio, Andezeno, Rivarolo Canavese, Busano, Pino Torinese, Condove, Rivoli, San Secondo Di Pinerolo.
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