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In Mazzè treffen Baugeschichte, sakrale Kunst und die Landschaft der Dora Baltea aufeinander. Das Castello di Mazzè steht auf dem Gipfel des Moränenhügels und überragt die Schlucht des Flusses. Von dort erstreckt sich der Blick über die Ebene von Ivrea im Norden und jene von Chivasso im Süden. Auch Wege durch das historische Zentrum und entlang der Flusslandschaft gehören zu den Entdeckungen vor Ort.

Schloss und historischer Ortskern

Das Castello di Mazzè ist ein befestigter Komplex mit zwei unterschiedlichen Baukörpern: Das castello piccolo stammt aus dem 14. Jahrhundert, während das castello grande im 19. Jahrhundert neugotisch umgebaut wurde. Die Lage auf der Moränenhügelkuppe erklärt, weshalb das Schloss die Schlucht der Dora Baltea und die umliegenden Ebenen überragt. Baugeschichte und Landschaft lassen sich hier also gemeinsam betrachten, ohne dass die beiden Teile des Schlosses zu einer einzigen Bauphase verschmelzen.

Zum Centro Storico di Mazzè gehören die Überreste des alten Ricetto, Adelspaläste aus dem 19. Jahrhundert, die Pfarrkirche und das Schloss. Unter den alten unterirdischen Räumen des mittelalterlichen Castello di Mazzè befindet sich das Museo della Tortura. Seine Sammlung stammt größtenteils aus Spanien und aus verschiedenen europäischen Sammlungen. Der historische Ortskern bietet damit mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die Reste des Ricetto, die Paläste aus dem 19. Jahrhundert und die markante Schlossanlage.

Kirche, Kunst und Aussicht

Die Chiesa dei Santi Gervasio e Protasio wurde vor 1286 errichtet. Im Inneren befinden sich ein gotisierender hölzerner Kreuzweg, geschnitzt von Künstlern aus dem Val Gardena, und Kronleuchter aus Murano-Glas. Die Kunstwerke setzen verschiedene handwerkliche Traditionen nebeneinander: Holzschnitzerei aus dem Val Gardena und Glas aus Murano. So ist der Kirchenbesuch auch ein Blick auf die Ausstattung und ihre Herkunft, nicht nur auf das hohe Alter des Bauwerks.

Die Kirche liegt auf der Kuppe des Moränenhügels. Von dort reicht der Blick über die Ebene von Vercelli bis zur Kuppel von San Gaudenzio in Novara, die bei klarer Sicht zu erkennen ist. Das unterscheidet diesen Aussichtspunkt von der Schlosslage, deren Blick über die Schlucht der Dora Baltea sowie in Richtung Ivrea und Chivasso beschrieben ist. Wer sich für Kirchenkunst interessiert, kann die Ausstattung und die erhöhte Lage gemeinsam in den Blick nehmen.

Mit dem Rad und an der Dora Baltea

Der Percorso N ist 48 Kilometer lang und führt durch Mazzè. In der Gemeinde passiert er die Forra della Dora Baltea, die zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Route zählt. Die Routenempfehlung sieht außerdem einen Abstecher durch das historische Zentrum bis zum Schloss auf der Hügelkuppe vor. Damit verbindet die beschriebene Radtour eine Flusslandschaft mit einem Abstecher zu den historischen Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Auch die Riserva Naturale del Mulino Vecchio umfasst Gemeindegebiet von Mazzè. Sie schützt einen Abschnitt der Dora Baltea und das umliegende Gebiet. Die Landschaft ist durch breite Kiesufer und Strände, Auwaldvegetation sowie Pappel- und Robinienbestände geprägt; Äcker und Wiesen umgeben die Gehölze. Für Kanufahrten gilt eine eigene räumliche Einordnung: Der Abschnitt der Dora Baltea zwischen Mazzè und Crescentino innerhalb der geschützten Gebiete des Po piemontese ist im Allgemeinen ganzjährig befahrbar. Im Winter können längere Dürreperioden Ausnahmen mit sich bringen, daher sollten Sie die Bedingungen für Ihre Planung berücksichtigen.

Wege zu Fuß und Besuchsplanung

Die Wege L’Oro dei ghiacciai und La Regina Ypa verbinden sich und überschneiden sich teilweise. Zusammen bilden sie einen langen, lehrreichen Spaziergang mit erklärenden Tafeln entlang ländlicher Fahrwege. Der beschriebene Zugang von Mazzè führt über die Provinzstraße in Richtung der Brücke über die Dora di Villareggia. Danach geht es rechts über einen unbefestigten Weg bis zum Parkplatz. Da sich die Straßenverhältnisse ändern können, empfiehlt es sich, die Zufahrt vor dem Aufbruch zu prüfen.

Die am 22. Januar 2025 aktualisierten kommunalen Angaben nennen begleitete Besichtigungen des Centro Storico sonntags von Mai bis September zwischen 15 und 18 Uhr; zu anderen Zeiten sind Besichtigungen nach Voranmeldung möglich. Da sich Zeiten und Anmeldewege ändern können, prüfen Sie Termine und Anmeldung vorab. So lässt sich die Ortsbesichtigung passend mit dem Interesse an Schloss, Altstadt oder Kirchenkunst planen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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