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Pecetto ist für einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt durch mehrere klar unterscheidbare historische Spuren interessant: eine mittelalterliche Kapelle, ein Fresko und ein datiertes Gemälde, Kirchen aus dem 18. und 17. Jahrhundert sowie Fundamente einer mittelalterlichen Befestigung. Auch eine Villa auf der Hügelkuppe und Kirschen, die Sie direkt bei den Erzeugern kaufen können, gehören zu den verschiedenen Seiten des Ortes. Bei der Wahl eines Hotels können Sie zuerst überlegen, ob Kunst, Baugeschichte oder regionale Erzeugnisse Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Gotische Kapelle und datierte Kunst

Die Chiesa di San Sebastiano stammt aus dem späten 14. bis frühen 15. Jahrhundert und dient heute als Friedhofskapelle. Ihr Inneres ist überwiegend gotisch. Am Gewölbe des Presbyteriums befindet sich ein zwischen 1440 und 1450 entstandenes Fresko, das als herausragendes Werk des aus Chieri stammenden Malers Guglielmetto Fantini gilt. Eine weitere Besonderheit ist die 1508 datierte Geburt Christi von Jacopino Longo: Sie gilt als das erste erhaltene datierte Werk des Künstlers und befindet sich an der gegenüberliegenden rechten Fassade.

Im zeitlichen Vergleich steht das Fresko vor dem Gemälde von 1508; die Baugeschichte der Kapelle reicht weiter zurück. So lassen sich an einem Bauwerk die Entstehungszeiten von Architektur und Kunst unterscheiden.

Kirchenarchitektur und Ausstattung

Ein anderer Schwerpunkt ist die Parrocchiale di Santa Maria della Neve. Sie wurde von 1730 bis 1739 erbaut und war das erste Gebäude, das Bernardo Antonio Vittone entwarf. Ihr Hauptaltar besteht aus Marmor, stammt aus dem Eremo und ist ein Werk von Francesco Dellala aus Beinasco. Außerdem besitzt die Kirche eine imposante Orgel aus dem Jahr 1778 mit fünf Manualen. Bauzeit und Orgeldatum setzen zwei unterschiedliche zeitliche Anhaltspunkte für Architektur und Ausstattung.

Die Kirche der Confraternita del SS. Nome di Gesù und der „Battuti Bianchi“ wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Luigi Molinari d’Andorno entworfen. Ihre Fassade ist barock und weist Pilaster, Gewölbe und Nischen auf. Hinzu kommen ein Bildfeld, das ursprünglich mit einem Fresko versehen war, sowie ein großes gerahmtes Fenster im oberen Bereich. Für den Innenbesuch ist eine konkrete Orientierung wichtig: Die Kirche ist im Rahmen geplanter Veranstaltungen ohne Schwierigkeiten zugänglich. Wenn Sie gerade diesen Innenraum sehen möchten, prüfen Sie daher die Veranstaltungstermine bei Ihrer Planung.

Befestigung, Villa und Kirschen

Mit Bric San Viter kommt eine archäologische Spur hinzu: Dort sind sichtbare Fundamente einer mittelalterlichen Befestigung erhalten. Im Unterschied zu den Kirchen steht hier die erhaltene Befestigungsstruktur im Mittelpunkt. Villa Sacro Cuore bietet einen weiteren Bezug zur Ortsgeschichte. Sie liegt auf der Hügelkuppe neben der Pfarrkirche und ist von einem Park umgeben. Früher war sie auch als Villa Nigra und später als Villa Triulzi bekannt.

Zu den lokalen Erzeugnissen gehören die Kirschen von Pecetto. Sie können direkt bei den Erzeugern in Pecetto gekauft werden. Das ergänzt die historischen Themen um eine konkrete Möglichkeit, sich mit einem Erzeugnis des Ortes zu beschäftigen.

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