Cagliari vereint archäologische Zeugnisse, Bauwerke verschiedener Epochen und ganz unterschiedliche Naturräume. Für Ihre Auswahl lohnt es sich, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Feuchtgebiet und Vogelwelt, historische Orte, Hügel und Küste bieten jeweils einen eigenen Blick auf die Stadt.
Feuchtgebiete, Garten und Trekking
Der Park von Molentargius ist ein geschütztes Feuchtgebiet von mehr als 1.600 Hektar. Er liegt größtenteils in den Gemeinden Cagliari und Quartu Sant’Elena; kleinere Teile gehören zu Selargius und Quartucciu. Der Park ist regional geschützt und zugleich als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung, Besonderes Schutzgebiet und international bedeutendes Feuchtgebiet ausgewiesen. Rosaflamingos brüten dort, außerdem ist das Gebiet Lebensraum für zahlreiche weitere Feuchtgebietsvogelarten. Wer sich für Natur und Vogelwelt interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei den historischen Bauwerken der Stadt.
Der Botanische Garten von Cagliari ist mit etwa fünf Hektar deutlich kleiner und liegt im unteren Teil des Valle di Palabanda. Die Größenangabe und der Ort geben ihm einen klar umrissenen Platz unter den Naturzielen der Stadt.
Die Sella del Diavolo ist ein beliebtes Ausflugsziel wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt und eignet sich auch für nächtliches Trekking. Zu den dort geschützten Tieren zählen seltene Vögel wie Wanderfalke, Turmfalke und Sardisches Rebhuhn sowie Füchse und Wildkaninchen. Damit unterscheidet sich die Sella sowohl vom Feuchtgebiet Molentargius als auch vom Botanischen Garten: Hier stehen Ausflugsziel, Trekking und Tierwelt im Vordergrund.
Archäologie und Baugeschichte
Im historischen Zentrum ist das Bastione di Saint Remy ein bedeutendes Monument und ein Ausstellungsraum. Es wurde auf den antiken Verteidigungsmauern der mittelalterlichen Befestigungsanlage von Cagliari errichtet. Der Ort verbindet so eine sichtbare bauliche Anlage mit der Geschichte der Stadtbefestigung.
Das Römische Amphitheater ist das bedeutendste unter den öffentlichen Bauten des römischen Sardiniens. Große Teile der Sitzreihen, der Arena, mehrerer Korridore und weiterer Diensträume wurden in den anstehenden Fels gehauen. Seine geschätzte Kapazität lag bei etwa 10.000 Zuschauern. Die Felsarchitektur und die Größenordnung vermitteln zwei unterschiedliche Aspekte des Bauwerks: seine Konstruktion und seine einstige Funktion als öffentlicher Ort.
Eine weitere archäologische Besonderheit ist die phönizisch-punische Nekropole von Tuvixeddu, die größte im gesamten Mittelmeerraum. Sie bewahrt seltene punische Wandmalereien nordafrikanischer Prägung, darunter jene in der Tomba del Sid und der Tomba dell'Ureo. Ein oberer Weg steigt vom kleinen grünen Theater zu einem Aussichtspunkt auf der Hügelkuppe an. So gehören hier Nekropole, Malereien und der Verlauf des Weges zu unterschiedlichen Orientierungspunkten.
Auch die Sakralbauten setzen verschiedene historische Akzente: Die Kathedrale Santa Maria wurde im 13. Jahrhundert im pisanischen romanischen Stil errichtet. Die Basilica di San Saturnino ist dagegen ein frühchristlicher Komplex aus dem 5. Jahrhundert mit einer angrenzenden christlichen Nekropole. Wer Baugeschichte vergleichen möchte, findet hier also sowohl eine mittelalterliche Kathedrale als auch einen frühchristlichen Komplex.
Hügelpanorama und Küste
Vom Gipfel des Hügels von San Michele reicht der Blick über Cagliari und sein Umland, den Hafen, den Teich von Santa Gilla, die Gipfel der Sette Fratelli, die Küste des Golfo degli Angeli und die Erhebungen am Rand der Campidano-Ebene. Der Park auf dem Hügel umfasst etwa 250.000 Quadratmeter mit Wiesen, Pinienwald sowie Wegen zum Joggen und für körperliche Aktivitäten. Panorama und Park beschreiben zwei unterschiedliche Seiten dieses Ortes.
Am Strand von Poetto verschiebt sich der Schwerpunkt zur Küste: Er liegt am Golfo degli Angeli an der zentral-südlichen Küste Sardiniens. Das Vorgebirge der Sella del Diavolo beherrscht den Strand oberhalb des Hafenbeckens von Marina Piccola. Die Uferzone bietet eine große Auswahl an Dienstleistungen, darunter Badeanstalten, Tauchzentren und Segelschulen. So können Sie Ihre Interessen in Cagliari zwischen archäologischen Orten, Naturgebieten, Hügelpanorama und Küstenangeboten gewichten.
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