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In Cagliari liegen Entdeckungen aus sehr unterschiedlichen Zeiten nebeneinander. Im Parco di Tuvixeddu umfassen die Anlagen etwa dreieinhalb Hektar; Funde belegen in diesem Gebiet menschliche Siedlungen seit dem Neolithikum. Die punisch-phönizische Nekropole von Tuvixeddu entstand zwischen dem 6. und 3. Jahrhundert v. Chr. und gilt als die größte im gesamten Mittelmeerraum. So reicht der Blick auf die Geschichte des Ortes weit über die römische Epoche hinaus.

Archäologische Spuren und Baugeschichte

Das römische Amphitheater von Cagliari stammt vermutlich aus dem späten 2. Jahrhundert n. Chr. Ein 95 Meter langer Korridor ist weiterhin begehbar und führt zu einer großen unterirdischen Zisterne im Orto dei Cappuccini. Das Amphitheater kann ohne vorherige Reservierung besucht werden. Auch an anderen Orten lassen sich historische Schichten in konkreten Bauwerken entdecken: Die Cittadella dei Musei gilt als wichtigstes Kulturzentrum der Stadt.

Das Bastione di Saint Remy wurde auf den alten Verteidigungsmauern der mittelalterlichen Stadtgrenze errichtet. Zur monumentalen Anlage gehören die Panoramaterrasse Umberto I und die darunterliegende Galerie Passeggiata Coperta. Giuseppe Costa und Fulgenzio Setti entwarfen sie 1896; eingeweiht wurde sie 1902. Ein weiterer Blick unter die heutige Stadt führt zum archäologischen Rundgang von Sant'Eulalia: Dort umfasst die Anlage 13 Meter gepflasterte Straße, die vermutlich mit den damaligen Hafenaktivitäten verbunden war.

Auch Stampace erzählt von früheren Stadtstrukturen. Das Viertel entstand im 13. Jahrhundert am Fuß der mächtigen Mauern von Castello. Früher gab es dort zahlreiche Werkstätten von Künstlern und Handwerkern. Im Orto Botanico wiederum treffen Pflanzenvielfalt und römische Zeugnisse aufeinander: Er umfasst etwa 2.000 Pflanzenarten, überwiegend aus dem Mittelmeerraum, ergänzt durch Sukkulenten und tropische Pflanzen. Außerdem enthält er römische Zisternen und Brunnen.

Feuchtgebiet, Flamingos und Küstenwege

Ein anderer Charakterzug Cagliaris zeigt sich im Regionalpark Molentargius-Saline. Das etwa 1.600 Hektar große Gebiet liegt zwischen Cagliari und Quartu Sant'Elena an der Uferpromenade von Poetto; das Feuchtgebiet wurde 1977 in die Ramsar-Konvention aufgenommen. Beim Durchqueren des Parks lassen sich Hunderte Rosaflamingos und andere wild lebende Vögel im seichten Wasser beobachten. Für Besucher gibt es Naturpfade, Radwege und Spazierwege sowie Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und zum Joggen. Der Zugang ist kostenlos; für Gruppen können geführte Touren gebucht werden. Prüfen Sie vor der Reise die Angaben zu Zugang und Besucherangeboten.

Die Küste setzt dazu einen anderen Maßstab: Der Strand Poetto erstreckt sich über etwa sieben Kilometer am Golf degli Angeli entlang, von der Sella del Diavolo bis zum Küstenabschnitt von Quartu. Die Sella ist über einen grünen Weg erreichbar, der archäologisch, ökologisch, umweltbezogen und landschaftlich besondere Bereiche durchquert. Das Vorgebirge von Sant'Elia besteht ebenso wie die Sella aus miozänen Sedimentgesteinen. In ihnen entstanden kleine Höhlen, die seit dem 6. Jahrtausend v. Chr. von Menschen bewohnt wurden. Vom Vorgebirge reicht der Blick über Viale Poetto bis zum Capo Carbonara und auf das offene Meer.

Stadtleben und Orientierung

Für einen Eindruck vom lokalen Alltag bieten die Märkte von Cagliari einen Rundgang durch das städtische Leben, die Traditionen und die Geschichten der Viertel – verbunden mit einem Einblick in den Geschmack der Altstadt. Zu den charakteristischen Speisen und Getränken zählen Pasta mit Seeigeln, eine Fischsuppe aus einfachen Fischsorten, Spanferkel mit Myrte und Fregola mit Venusmuscheln. Vermentino, Cannonau und Myrtenlikör ergänzen die Auswahl. So lässt sich die kulinarische Seite der Stadt neben ihren archäologischen und landschaftlichen Entdeckungen betrachten.

Eine offizielle Orientierung bietet die Route „Cagliari an einem Tag“. Sie wurde für Kreuzfahrtgäste konzipiert und verbindet historische Viertel, Fundstücke der Nuraghenkultur, Aussichtspunkte, einen Strandbesuch und die Beobachtung von Flamingos. Für die Ankunft mit dem Zug gilt eine konkrete Zeitangabe: Vom Bahnhof Elmas Aeroporto erreichen Sie den Bahnhof im Stadtzentrum von Cagliari in etwa sechs Minuten. Da Fahrpläne und Tarife sich ändern können, prüfen Sie diese Angaben vor der Reise.

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