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Mandas verbindet archäologische Themen mit Kirchen, historischen Gebäuden und einem Blick auf Mobilität. Das MAHMU spannt einen Zeitraum von mehr als 3.000 Jahren; andere Orte setzen deutlich engere Schwerpunkte. Für Ihre Auswahl hilft dieser Unterschied: Sie können eine breite Perspektive auf den Alltag früherer Epochen mit konkreter Baugeschichte oder mit einem Einblick in historische Wohnhäuser verbinden.

Archäologische Spuren in Mandas

Im MAHMU werden mehr als 200 archäologische Funde aus dem Gebiet von Mandas gezeigt, die dort geborgen und restauriert wurden. Das Museum vermittelt den Alltag über mehr als 3.000 Jahre – von der nuragischen Protgeschichte bis zur Spätantike. So steht neben einzelnen Fundstücken auch ein langer zeitlicher Rahmen im Mittelpunkt; der Blick reicht über eine einzelne Epoche hinaus.

Im Gebiet von Mandas gibt es mehr als 48 nuragische Ruinen und zeitgleiche Siedlungen. Der archäologische Komplex Su Angiu ist ein benannter Ort mit Bezug zur nuragischen, punischen und römischen Zeit. Die Maßstäbe unterscheiden sich: Die Zahl bezieht sich auf das weitere Gebiet, Su Angiu auf einen konkreten Komplex.

Baugeschichte und religiöse Orte

Zum Museumskomplex Is Lollas de is Aiaius gehört ein mittelalterliches Ensemble aus dem 12. Jahrhundert. Es entstand über dem römischen Straßenpflaster der Straße von Karalis in die Barbagie und ist dem heiligen Antonius dem Großen gewidmet. Hier stehen eine römische Straßenebene und eine mittelalterliche Anlage in einem ausdrücklich benannten Zusammenhang. Auch die Kirche Sant'Antonio Abate wurde über bestehenden römischen Bauwerken errichtet.

Die Pfarrkirche San Giacomo Apostolo Maggiore bietet einen anderen architektonischen Bezug: Sie wurde zwischen 1585 und 1605 im gotisch-katalanischen Stil erbaut. Das Museum für sakrale Kunst Peregrinatio Fidei befindet sich in einem architektonischen Komplex des 17. Jahrhunderts, der um das Kloster der Franziskaner-Minoriten der Observanten entstand. Die unterschiedlichen Zeitangaben und Bauformen eröffnen mehrere Perspektiven auf Mandas’ religiöse Architektur.

Wohnhäuser, Archive und Mobilität

Seit 2008 beherbergen das ehemalige Kloster und die Kirche San Francesco die Gemeindebibliothek Emilio Pisano, das historische Archiv von Mandas und die Mediathek TitoluS zum sardischen Feudalismus. Bibliothek, Archiv und thematische Mediathek bilden hier einen anderen Zugang als die archäologischen und sakralen Sammlungen.

Das ethnografische Museum Is Lollas de is Aiaius ermöglicht den Besuch einfacher Wohnhäuser, die seit dem 18. Jahrhundert von den Familien Marongiu und Landis bewohnt wurden. Statt Fundstücken oder Bauformen rücken damit historische Wohnräume in den Blick. Das MAMES widmet sich wiederum der Mobilitätsgeschichte: Sein Rundgang behandelt die Ankunft des Automobils auf Sardinien und die Entwicklung der Mobilität im 20. Jahrhundert. Als Oldtimermuseum wird es als erstes seiner Art auf Sardinien bezeichnet.

Der Trenino Verde fährt vom Bahnhof Mandas am Largo Lawrence ab; der Bahnhof zählt zu den größten Stationen der Linie. Prüfen Sie vor der Reise die Betriebsregelungen des Trenino Verde. Zum Park Acquabona gehört eine Quelle aus dem Mittelalter – ein weiterer historischer Bezug außerhalb der Museums- und Kirchengebäude.

Weitere Reiseziele entdecken: Vallermosa, Donori, Sestu, Serdiana, San Sperate, Assemini, Soleminis, Dolianova.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cagliari.

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