Auf der SP91 öffnen sich von Borsellis Platz in Richtung Pomino zwischen der Vegetation Ausblicke über das Tal. Dazu kommen in Borselli eine historisch wichtige Passroute und eine beschriebene Wanderung, die über Pfad Nr. 21 auf einem schwierigen Maultierpfad ansteigt. Für die Planung sind die Unterschiede wesentlich: Der Talblick gehört zur Straße Richtung Pomino, während die Wanderroute dem Pfad Nr. 21 folgt. Wer eine Unterkunft in Borselli sucht, kann zunächst überlegen, ob Ortsgeschichte, Landschaft oder Wandern den Schwerpunkt der Reise bilden soll.
Ein Pass an alten Verkehrswegen
Seit der Antike war Borselli ein Pass an einer Straße, die von Pelago über Ferrano und das Tòsina-Tal nach Castelnuovo und schließlich ins Casentino führte. Die Verbindung verlief auf älteren etruskischen und römischen Verkehrswegen. Im Mittelalter war Borselli der letzte bewohnte Vorposten von gewisser Bedeutung, bevor die Straße zum Kamm des Casentino weiterführte. Damit erhält die historische Route einen konkreten Ortsbezug: Borselli war nicht nur ein Punkt auf einer Verbindung durch mehrere Orte und Täler, sondern auch ein bewohnter Vorposten vor dem weiteren Weg zum Kamm.
1329 beschloss Florenz, bei Borselli die befestigte Siedlung „Terra Nuova“ zu errichten. Der Beschluss richtet den Blick auf einen anderen Teil der Ortsgeschichte als die viel ältere Passroute: Hier geht es um den Plan für eine befestigte Siedlung bei Borselli. Zusammen lassen sich so zwei historische Maßstäbe unterscheiden – die lange Verkehrsverbindung durch die Landschaft und ein konkretes Vorhaben aus dem Mittelalter.
Ausblicke und Wege
Die Ausblicke über das Tal liegen an der SP91 in Richtung Pomino: Zwischen der Vegetation öffnen sich dort Sichtfenster. Eine andere Wegverbindung beginnt an der ersten großen Kurve der SP91. Von dort führt eine unbefestigte Straße nach Bavecchia und Bai; von dort ist Falgano über einen Weg erreichbar. Diese Ortsfolge hilft bei der Orientierung, wenn Sie die unterschiedlichen Abschnitte planen: Die Straße führt zu Bavecchia und Bai, der anschließende Weg weiter nach Falgano. Prüfen Sie die Wegverhältnisse vor einer Wanderung örtlich, da sie sich ändern können.
Eine Wanderroute folgt dem Pfad Nr. 21 und steigt über einen schwierigen Maultierpfad nach Borselli auf. Berücksichtigen Sie die ausdrücklich genannte Schwierigkeit bei Ihrer Planung. Im öffentlichen Park von Borselli eignen sich Tische für ein Picknick; prüfen Sie vor Ort, ob sie verfügbar sind. So können Sie die Wanderung und eine mögliche Pause getrennt einplanen, statt die Eignung der Tische als Zusage für den aktuellen Zustand des Weges zu verstehen.
Kirche und Kreuzgang in Tòsina
Die erste Nachricht über eine Santa Margherita geweihte Kirche in Tòsina stammt aus dem Jahr 1038. Der Kreuzgang von Santa Margherita in Tòsina wird erstmals 1466 erwähnt. Seine Säulchen mit ionischen Kapitellen und verschiedene Dekormotive prägen den Kreuzgang; in die Säulchen sind Jahreszahlen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert eingraviert. Die Datumsinschriften bilden einen anderen Zeitbezug als die erste Erwähnung des Kreuzgangs: Die Erwähnung stammt aus dem Jahr 1466, während die eingravierten Jahreszahlen mehrere spätere Jahrhunderte umfassen.
Zu den Initiativen von Tòsina gehören geführte Ausflüge und Besichtigungen im umliegenden Gebiet. Wenn Sie eine solche Aktivität einplanen, klären Sie Verfügbarkeit und Buchungsbedingungen vorab.
Anreise mit dem Bus
Die Buslinie SI90 von Autolinee Toscane führt drei Haltestellen in Borselli: Borselli Case Nuove, Borselli und Borselli 1. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Abfahrt erneut. Die Haltestellennamen geben Ihnen dabei konkrete Anhaltspunkte für die Anreiseplanung.
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