Zum Inhalt

Corella lässt sich über zwei konkrete Themen erschließen: die Geschichte der Festung Belforte und die Wanderabschnitte des CAI-00-Wegs. Ein Bach fließt durch den Ort; Höhenzüge überblicken ihn von Nordosten. Diese Bezüge geben einer Reise sowohl einen kulturgeschichtlichen als auch einen landschaftlichen Anknüpfungspunkt.

Landschaft und Orientierung

Der gleichnamige Bach, der durch Corella fließt, entspringt am Monte Peschiena. Von Nordosten überblicken die Kämme des Monte di Gattaia und der Acchieri den Ort. Damit stehen Wasserlauf und Höhenzüge als unterschiedliche räumliche Bezugspunkte nebeneinander: Der Bach zieht durch Corella, während die Kämme den Ort von oben her überblicken. Wer sich mit der Landschaft beschäftigt, kann so sowohl dem Verlauf des Wassers als auch der Aussicht von den Höhen Aufmerksamkeit schenken.

Pieve und Festung Belforte

Die Pieve di San Martino a Corella wurde restauriert und bis 1925 wieder für den Gottesdienst geöffnet. Auf den Höhen westlich der Pieve lag die Festung Belforte. Andrea del Castagno und seine Familie fanden dort während der Kriege zwischen Florenz und Mailand Zuflucht. Die Geschichte Belfortes lässt sich damit über seine Lage und über die überlieferte Zuflucht der Familie betrachten, ohne beides zu einer einzigen Erzählung zu verkürzen.

Auch ein Apenninenübergang gehört zur historischen Einordnung der Festung: Über ihn gelangte man vom Val di Sieve in das Lamone-Tal in der Romagna, und Belforte lag an diesem Übergang. Das ordnet den Ort in eine Verbindung zwischen zwei Tälern ein. Zugleich bleibt die Pieve ein eigener Bezugspunkt: Ihre Restaurierung und die Wiedereröffnung für den Gottesdienst bis 1925 geben der Ortsgeschichte eine weitere, zeitlich eingeordnete Facette.

Wanderabschnitte des CAI-00-Wegs

Für den Abschnitt vom Poggio al Tiglio zum Giogo di Corella nennt ein CAI-Wegführer aus dem Jahr 1989 eine Dauer von 1 Stunde 15 Minuten bis 1 Stunde 30 Minuten und 250 Höhenmeter im Aufstieg. Er beschreibt den Weg als wenig unwegsam und sehr aussichtsreich. Die Zeitspanne und der Höhenunterschied sind konkrete Anhaltspunkte für die Tourenplanung; die Wegbeschreibung zeichnet zugleich den Charakter dieses Abschnitts.

Vom Giogo di Corella zum Passo del Muraglione wird der Weg im selben Führer als leicht und sehr aussichtsreich beschrieben. Er führt über Gipfelwiesen, niedrige Buchenwälder und anschließend durch Kiefernwälder. So stehen bei den beiden Abschnitten unterschiedliche Angaben im Vordergrund: Für den Weg ab Poggio al Tiglio sind Dauer und Höhenmeter genannt, beim Abschnitt zum Passo del Muraglione prägt der Wechsel der Landschaft das Bild. Wegverhältnisse und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie diese vor Ihrer Tour.

Anello di Corella und Anfahrt

Der Rundweg Anello di Corella führt durch einen Kastanienwald. Eine Routenbeschreibung vom 7. Juni 2017 hält diesen Verlauf fest. Auch hier empfiehlt es sich, vor einer Wanderung die aktuellen Wegverhältnisse zu prüfen, statt eine ältere Wegbeschreibung als Aussage über den heutigen Zustand zu verstehen.

Für die Anfahrt von Florenz führt eine Routenbeschreibung vom 7. Juni 2017 über Pontassieve, die SS 67 und Dicomano; anschließend biegt man nach etwa 4,5 km in Richtung Corella ab. Die Entfernung ist ungefähr angegeben. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Straßenverlauf und die Beschilderung.

Die verschiedenen Anhaltspunkte machen Corella für unterschiedliche Reiseinteressen lesbar: Belforte und die Pieve stehen für Kulturgeschichte, Bach und Höhenzüge geben Orientierung in der Landschaft, und die Wanderbeschreibungen bieten konkrete Ansatzpunkte für die Tourenplanung. So können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Aufenthalt stärker nach Ortsgeschichte oder nach den beschriebenen Wegen ausrichten möchten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dicomano.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.