Vallombrosa verbindet ein ausgedehntes Waldgebiet mit botanischen Sammlungen und einer Abtei, deren Baugeschichte mehrere Epochen umfasst. Der Wald von Vallombrosa umfasst 1.279 Hektar und liegt zwischen 450 und 1.450 Metern Höhe. Natur, Botanik, Architektur und Wege mit historischem Bezug setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So können Sie Vallombrosa danach einschätzen, ob Sie sich besonders für Pflanzen, Baugeschichte oder eine Wanderung mit konkreten Routenangaben interessieren.
Abtei und Baugeschichte
Die Abtei von Vallombrosa ist ein italienisches Nationaldenkmal. Im November 1950 erhob Papst Pius XII. die Abteikirche zur Basilica minor. Der Klosterkomplex hat das Aussehen einer Burg; seine Fassade aus dem 17. Jahrhundert stammt von Gherardo Silvani. In der Kirche ist trotz barocker Eingriffe der mittelalterliche Grundriss erhalten. Damit treffen am selben Komplex ein burgartiger Eindruck, eine Fassade des 17. Jahrhunderts und ein mittelalterlicher Grundriss mit späteren Eingriffen zusammen. Den architektonischen Merkmalen stehen der Nationaldenkmalstatus und die kirchliche Auszeichnung der Basilica minor zur Seite.
Botanische Sammlungen
Das Arboretum umfasst etwa 5.000 Exemplare aus mehr als 700 Baum- und Straucharten. Der Botanische Garten setzt einen anderen Schwerpunkt: Er umfasst etwa 250 einheimische krautige Arten, die nach Lebensräumen geordnet sind. Die Zahlen stehen für unterschiedliche Sammlungen und sind deshalb nicht als einfache Größenrangliste zu lesen. Im Arboretum geht es um die Vielfalt der Gehölze, im Botanischen Garten um heimische Kräuter und ihre Zuordnung zu Lebensräumen. Wenn Sie Pflanzen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten möchten, lassen sich diese Schwerpunkte gut auseinanderhalten.
Wege mit unterschiedlichen Profilen
Der Percorso Metato ist ein Rundweg mittleren Schwierigkeitsgrads. Er ist 2,5 Kilometer lang, dauert etwa eine Stunde und 30 Minuten und beginnt in der Località Casetta, rund 3 Kilometer von Vallombrosa entfernt. Die gut ausgeschilderte Kapellenrunde durch den Wald ist knapp 5 Kilometer lang und führt zu Kapellen, die mit dem Leben von Giovanni Gualberto verbunden sind. Damit stehen ein kürzerer Rundweg mit ausgewiesener Dauer und mittlerem Schwierigkeitsgrad sowie eine längere Strecke mit historischem Bezug zur Wahl. Bei der Kapellenrunde prägen außerdem die Beschilderung und die mit Giovanni Gualberto verbundenen Kapellen das Profil.
Die historische Via del Legno ist ein gepflasterter Steinweg, der über mehr als einen Kilometer bergab bis zur Kreuzung mit der Via del Paradisino führt. Das Paradisino ist ein ehemaliges Gebäude der Eremiten. Der Weg dorthin führt über die Scala Santa; von der Terrasse bietet sich ein Blick über das Tal. Beim Via del Legno stehen Steinpflaster, Abstieg und Kreuzung im Vordergrund, beim Weg zum Paradisino das ehemalige Eremitengebäude und der Talblick von der Terrasse.
Besucherzentrum und Rundgang
Das Besucherzentrum von Vallombrosa liegt neben der Abtei. Es verfügt über sechs Innenräume, einen Ausstellungsbereich im Freien und thematische Bereiche zur Arbeit des Menschen im Wald. Dort stehen kostenlose Audioguides für den 90-minütigen Rundgang „1000 Jahre Vallombrosa“ in vier Sprachen zur Verfügung. Die Ausstellungsbereiche widmen sich der Arbeit im Wald, während der Audioguide Vallombrosa in einem Rundgang thematisch erschließt. Für die Zeitplanung liegen zwei unterschiedliche Formate nahe beieinander: Der Percorso Metato dauert etwa eine Stunde und 30 Minuten, der Audioguide-Rundgang 90 Minuten. Der eine ist ein Rundweg mittleren Schwierigkeitsgrads, der andere ein thematischer Rundgang zur Geschichte Vallombrosas.
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