Zum Inhalt

Gorfigliano liegt am Fuß des Monte Pisanino und erstreckt sich entlang des Tals Acqua Bianca auf einer Höhe von 690 Metern über dem Meeresspiegel. Seit 1900 ist die Geschichte des Ortes eng mit dem Marmorabbau im Marmorbecken von Acqua Bianca verbunden. Lage und Marmortradition sind damit zwei passende Blickwinkel auf Gorfigliano: Das Tal ordnet den Ort ein, während der Marmorabbau einen konkreten Teil seiner Geschichte erschließt.

Siedlungsgeschichte rund um Casa

Die ursprüngliche Siedlung entstand rund um eine Burg lombardischen Ursprungs auf dem Hügel, der bis heute Casa genannt wird. Die antike Siedlung wurde nach dem Erdbeben von 1920 endgültig aufgegeben. Im alten Siedlungsgebiet befinden sich der alte Friedhof und die Chiesa Vecchia. Damit lassen sich die Ortsgeschichte und ihre Bezugspunkte klar unterscheiden: Casa bezeichnet den Hügel der ursprünglichen Burgsiedlung; Friedhof und Chiesa Vecchia liegen im alten Siedlungsgebiet.

Kirchen und Kunst

Die Chiesa Vecchia wurde in den 1980er-Jahren durch eine Gruppe örtlicher Freiwilliger restauriert und erweitert. Die Chiesa dei Santi Giusto e Clemente entstand zwischen 1933 und 1935. In dieser Kirche werden steinerne Altäre und weitere Ausstattungsstücke bewahrt, die zuvor zur Chiesa Vecchia gehörten. Die Verbindung zwischen den beiden Kirchen zeigt sich so auch an der erhaltenen Ausstattung, die von der einen zur anderen gehört.

Ein eigener Kunstbezug ist die Cappella Pancetti auf dem neuen Friedhof von Gorfigliano. Sie bewahrt ein von Pietro Annigoni geschaffenes Fresko, das den sterbenden Christus darstellt. Während die Kirchen über Baugeschichte und Ausstattungsstücke miteinander verbunden sind, steht bei der Kapelle dieses konkrete Werk mit seinem benannten Künstler im Mittelpunkt.

Lokale Traditionen und ihre Termine

Das Fest Madonnina dei Cavatori ist eng mit den örtlichen Marmorsteinbrüchen verbunden und findet am ersten Sonntag im August statt. Prüfen Sie vor der Reise das genaue Programm des jeweiligen Jahres. Bei der Tradition Natalecci werden hohe zylindrische Bauwerke aus Ästen errichtet, die um einen hohen Pfahl geflochten sind. Am 24. Dezember um 18 Uhr werden sie verbrannt.

Die beiden Bräuche setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Madonnina dei Cavatori verbindet den Festtermin mit der Marmortradition, während die Natalecci durch ihre Bauweise und den Termin am Weihnachtsabend geprägt sind. Für die Reiseplanung stehen damit ein Fest im August und eine Tradition am 24. Dezember nebeneinander.

Der Sentiero CAI 36

Auch der Sentiero CAI 36 hat einen direkten Bezug zum Marmor. Er beginnt an der Straße südlich von Gorfigliano, zweigt bei einem Tunnel ab und verläuft vollständig auf der Marmorstraße zu den Cave della Focolaccia. Hinter dem Rifugio Aronte führt der Weg in Richtung Foce della Vettolina und Canale Carignano bis nach Forno weiter. Die Route lässt sich so über ihren Startbereich, den Tunnelabzweig, den Straßenverlauf und die benannten Zielorte einordnen. Wegbedingungen und Zugang können variieren; informieren Sie sich vor der Tour über die aktuelle Situation.

Weitere Reiseziele entdecken: Montecarlo, Vergemoli, Trassilico, Camaiore, Minucciano, Torre, Barga, Stazzema.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lucca.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.