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Auf etwa 1.000 Metern Höhe überblickt Renaio das Tal des Wildbachs Corsonna. Die Landschaft erschließt sich über Wege, Wälder und alte Kastanien; im Ort kommen dazu die Baugeschichte des Oratorio di San Paolino und die Überlieferung der Via dei Remi. Für die Planung lohnt es sich, die 2022 als ausgeschildert beschriebene Route nach Cima Abetaio vom CAI-Wanderweg 20 zu unterscheiden.

Landschaft und Ausflugsziele

Ausgedehnte Kastanienhaine und Niederwälder prägen das Gebiet von Renaio, das auch mit dem Sammeln von Pilzen verbunden ist. In Renaio gibt es auf engem Raum eine hohe Konzentration jahrhundertealter Kastanien, die als monumentale Bäume eingestuft sind und sehr große Stammumfänge haben. Das sind prägnante Naturmerkmale der Gegend, nicht bloß ein einzelner Aussichtspunkt.

In der näheren Umgebung liegt die Berghütte Rifugio Alpino Giovanni Santi auf 1.308 Metern, in einem Buchenwald im Apennin Tosco-Emiliano. Von Renaio aus lassen sich außerdem naturkundlich und landschaftlich interessante Ausflüge zum Monte Giovo und zum Lago Santo Modenese organisieren. Die genannten Ziele bieten einen anderen Schwerpunkt als die Wege, deren Verlauf direkt in Renaio beginnt.

Zwei Wege mit unterschiedlichen Angaben

Der CAI-Wanderweg 20 führt von Renaio über Vetricia und Pian Caciaia nach Porticciola. Er liegt in der Apenninengruppe der Monti Omo und Giovo; die Höhenangaben reichen von 1.010 Metern bei Renaio bis 1.750 Metern bei Porticciola. Die Wegbedingungen können variieren, prüfen Sie sie daher vor dem Aufbruch.

Eine Beschreibung aus dem Jahr 2022 nennt eine weitere, ausgeschilderte Wanderung: Sie beginnt am Parkplatz in Renaio, führt an der Chiesa di San Paolino vorbei und erreicht Cima Abetaio in etwa einer halben Stunde. Laut dieser Beschreibung weisen hölzerne Richtungspfeile den Weg; Informationstafeln nennen Baumarten und Stammumfänge. Prüfen Sie die Beschilderung und den Zustand des Weges vor Ort.

Kirche, Erinnerung und Via dei Remi

Das Oratorio di San Paolino wurde 1771 als einschiffige Kirche ohne Querschiff erbaut. Seine Giebelfassade hat eine Loggia mit drei Bögen, die in die Kirche führt. An der Chiesa di San Paolino befindet sich zudem eine verzierte Gedenktafel mit acht Namen im Gedenken an den Ersten Weltkrieg.

Die örtliche Überlieferung beschreibt den Verlauf der Via dei Remi durch Renaio: Sie steigt zur Kirche hinauf, führt hinunter zur Piana und teilt sich dort in die Vecchia Via dei Remi und die Nuova Via dei Remi. Die historische Nutzung der Via dei Remi fällt vor allem ins 16. und 17. Jahrhundert. Mit Ochsen wurden lange Buchenstangen und Tannenstämme aus den Apenninenhängen der Garfagnana sowie aus Wäldern jenseits des Kamms, darunter bei Cutigliano und Abetone, zu einem großen Schuppen namens Arsenale transportiert.

Auch die religiöse Quarantore-Tradition gehört zur Ortsgeschichte: Sie wird traditionell am dritten Sonntag im September gefeiert. Wenn Sie Ihre Reise darauf abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine vorab.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lucca.

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