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Campriano ist ein historisch bedeutendes Castellare an der antiken Verbindung zwischen Siena und der Maremma. Sichere Nachrichten über den Ort sind seit dem Jahr 943 überliefert. Die Bezeichnung Castellare verweist auf den befestigten Charakter des historischen Ortes. Von Campriano aus bietet sich ein weiter Panoramablick über die Crete Senesi und das Val d’Orcia, zum Amiata und bis zum Profil des Chianti. Sicht und saisonale Bedingungen können variieren. So treten historische Spuren, Kirchenkunst und eine weite Landschaft nebeneinander.

Geschichte und Baukunst

Campriano war ein Dorf freier Menschen und historisch mit der nahe gelegenen Via Francigena verbunden. Dieser Wegbezug ergänzt die antike Verbindung zwischen Siena und der Maremma.

Zu den erhaltenen Befestigungsanlagen Camprianos gehören zwei Mauerebenen, eine fünfeckige obere Ebene und die Reste zweier Türme. Der Zugang zu den Anlagen ist durch privates Eigentum eingeschränkt. Die Burg wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut; im Jahr 1368 wurde sie erneut zerstört.

Die Kirche San Giovanni Battista in Campriano hat einen großen Teil ihrer älteren Bausubstanz bewahrt. Im Inneren befinden sich Fresken mit den fünfzehn Rosenkranzgeheimnissen. Am linken Altar sind außerdem Wandmalereien aus dem späten 16. Jahrhundert erhalten; ihre erzählerische Tonalität erinnert an Ventura Salimbeni. So stehen ein Freskenzyklus im Kircheninneren und die Malereien am linken Altar als unterschiedliche Kunstschwerpunkte nebeneinander.

Landschaft, Landwirtschaft und Quellen

Zwei kleine Bäche treffen in Campriano zusammen. Der größere, der Stile, mündet bei Buonconvento in den Fluss Arbia. Der Stile verbindet den Zusammenfluss vor Ort mit dem weiteren Gewässernetz bis zur Arbia bei Buonconvento. Das landwirtschaftliche Gut Campriano umfasst 350 Hektar und produziert Wein sowie Olivenöl. Im Agriturismo Campriano werden Verkostungen angeboten.

Eine am 23. März 2020 aktualisierte Darstellung beschreibt die Quelle „i Pozzini“ unmittelbar unterhalb der Gebäude als weiterhin genutzt. Auch die Quelle „la Vena“ wird darin als weiterhin genutzt und in sehr geringer Entfernung zu den Gebäuden verortet. Wenn Sie einen Besuch der Quellen planen, sollten Sie den Zugang lokal bestätigen.

Anfahrt und Radsport

Die öffentliche Nebenstraße Via Vicinale di Campriano verläuft von der Gemeindegrenze zu Monteroni d’Arbia am Bach Stile bis zum Ortsteil Campriano und ist 0,600 Kilometer lang. Davon zu unterscheiden ist die mögliche Anfahrt von Siena: Sie kann über eine 10 Kilometer lange Schotterstraße auf der SP34Bis entlang der Panoramakämme der Crete Senesi führen. Die 0,600 Kilometer bezeichnen also die Nebenstraße, die zehn Kilometer den möglichen Schotterabschnitt der Anfahrt aus Siena. Straßenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie den Zustand vor der Fahrt.

Auf derselben Zufahrtsstrecke nach Campriano findet die Veranstaltung „Strade Bianche“ für Profiradsportler statt. Auch „L’Eroica“ für Liebhaber des historischen Radsports findet auf dieser Strecke statt. Die Zielgruppen unterscheiden sich: Strade Bianche richtet sich an Profiradsportler, L’Eroica an Liebhaber des historischen Radsports. Termine und konkrete Streckenführungen können sich ändern. Wenn Sie Ihre Anfahrt auf eine Veranstaltung abstimmen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Angaben.

Weitere Reiseziele entdecken: Radda / Chianti, Megognano, Abbadia San Salvatore, Fonteregina, Bibbiano, San Casciano Dei Bagni, Presciano, La Fratta.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siena.

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