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Presciano bietet zwei unterschiedliche Zugänge für die Reiseplanung: eine Hügellandschaft am Arbia-Ufer und eine Baugeschichte, die sich an Pfarrkirche, Villa und Kapelle nachvollziehen lässt. Der Ort liegt am Südhang eines Hügels am rechten Ufer der Arbia. Wenn Sie bei der Wahl eines Ziels Landschaft und historische Bauten zusammen betrachten möchten, liefern diese Themen einen konkreten Ausgangspunkt, um Presciano einzuordnen.

Hügellandschaft am Arbia-Ufer

Das Relief ist wellig und von Tälern geprägt. Ackerflächen und Macchia bilden einen Kontrast; außerdem gehören Zypressenreihen an den Villen der Grundbesitzer zum Landschaftsbild. Im südlichen Teil Prescianos zeigt sich die typische Landschaft der Crete Senesi mit kleinen Waldflächen und überwiegend hügeligem Gelände. Die lehmigen Böden sind dort durch Biancane und Erosionserscheinungen gekennzeichnet. Presciano zählt zu den wichtigen Knoten der Agrarökosysteme in Gebieten nahe kleiner Siedlungen.

Für die Reiseplanung hilft die Unterscheidung der Maßstäbe: Täler, Ackerflächen und Macchia prägen das allgemeine Landschaftsbild; kleine Waldflächen, lehmige Böden, Biancane und Erosionserscheinungen kennzeichnen ausdrücklich den südlichen Teil. So lässt sich der lokale Charakter mit dem besonderen Bezug zu den Crete Senesi verbinden.

Pfarrkirche und Baugeschichte

Die Chiesa di San Paolo a Presciano ist eine Pfarrkirche. Die Pfarrei von Presciano ist bereits für das Jahr 1225 belegt. Die Kirche wurde 1370 von deutschen Truppen zerstört und 1381 wieder aufgebaut. 1744 folgte ein Wiederaufbau in verkleinertem Maßstab mit erneuter Weihe. Die Abfolge ordnet die Ereignisse zeitlich: Auf die Zerstörung folgte der Wiederaufbau, später kamen die Verkleinerung und die erneute Weihe hinzu.

Villa Pieri und die Kapelle Sant’Antonio

Die Villa Pieri, heute Villa Lovatelli, ist ein prägendes Element des Dorfes Presciano. An die Villa ist die Kapelle Sant’Antonio angebaut; sie ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht und wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert errichtet. Im selben Bereich wie die Villa Pieri befindet sich auch die Villa Ugurgieri. Nach einer Überlieferung aus dem 19. Jahrhundert soll am Standort der Villa Pieri das antike befestigte Castello di Presciano, auch „Bastia di Siena“ genannt, gelegen haben; 1371 wurde es verwüstet und abgetragen. Die Villa und ihre Kapelle stehen damit neben der Geschichte einer älteren Befestigung, die mit diesem Standort verbunden wird.

Ein historischer Wanderverlauf

Ein für den 5. Dezember 2021 beschriebener Wanderverlauf war 10,5 Kilometer lang und umfasste insgesamt 240 Höhenmeter. Er führte durch Mociano, Montechiaro, Pieve a Bozzone, Vico d’Arbia und Presciano. Unterwegs boten sich Ausblicke auf die Türme von Siena, den Übergangsbereich zwischen Crete und Chianti sowie die südlichen Ausläufer der Monti del Chianti. Die genannten Stationen machen den damaligen Verlauf greifbar; die Ausblicke erweitern seinen Blick über die einzelnen Orte hinaus auf die Landschaftsräume um Siena, Crete und Chianti.

Weitere Reiseziele entdecken: San Giovanni D'asso, Pienza, Torrita Di Siena, Vagliagli, Piazze, Toiano, Radda / Chianti, San Casciano Dei Bagni

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siena.

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