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Città Di Castello eignet sich für einen kulturorientierten Aufenthalt, bei dem Kunst, Baugeschichte und Handwerk den roten Faden bilden. Die Themen reichen von frühchristlicher Kunst über Renaissancearchitektur und mittelalterliche Kirchen bis zu traditionellen Druck- und Produktionstechniken. Mit der Ciclovia del Tevere kommt eine Radroute am Fluss hinzu. Wenn Sie ein Reiseziel auswählen, können Sie sich daher fragen, ob Sie vor allem Bauwerke, Sammlungen, handwerkliche Verfahren oder eine Landschaft am Wasser interessieren.

Kunst und Baugeschichte

Im historischen Zentrum liegt der Palazzo Albizzini, ein Gebäude aus dem späten 15. Jahrhundert mit schlichter Architektur der florentinischen Renaissance. Einen anderen zeitlichen Bezug bietet der Palazzo Vitelli alla Cannoniera aus dem 16. Jahrhundert, in dem die Pinacoteca Comunale untergebracht ist. Ihre wertvolle Sammlung reicht vom 3. bis zum 20. Jahrhundert und umfasst unter anderem Gemälde von Luca Signorelli und Raffaello Sanzio. Damit stehen die Architektur eines einzelnen Renaissancegebäudes und eine Sammlung mit großer zeitlicher Spannweite als unterschiedliche Zugänge zur Kunstgeschichte nebeneinander.

Das Museo Diocesano bewahrt das Tesoro di Canoscio, ein Werk der paläochristlichen Kunst aus dem 6. Jahrhundert. Im Vergleich zur jahrhundertübergreifenden Sammlung der Pinacoteca ist hier ein einzelnes frühchristliches Werk der Anknüpfungspunkt. Auch die Kirchen setzen eigene Akzente: Die monumentale Chiesa di San Domenico wurde im 14. Jahrhundert begonnen und 1424 fertiggestellt. In der Chiesa di San Francesco befindet sich die Cappella Vitelli, geschaffen von Giorgio Vasari.

Handwerk und überlieferte Lebensweisen

Bei Grifani–Donati können Besucher traditionelle Buchdruck-, Lithografie-, Xylografie-, Radier- und Gravurverfahren beobachten. Tela Umbra produziert weiterhin von Hand im historischen Palazzo Alberti Tomassini im Stadtzentrum. Dabei kommen die alten Techniken des Spolinato, des quadruccio umbro und des occhio di pernice zum Einsatz. Die beiden Beispiele setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Bei Grifani–Donati geht es um beobachtbare Druckverfahren, bei Tela Umbra um handwerkliche Produktion und ihre benannten Techniken.

Eine weitere Perspektive auf überlieferte Lebensweisen bietet das Centro delle Tradizioni Popolari „Livio Dalla Ragione“ in Garavelle. Es sammelt Gegenstände, die mit bäuerlichen Traditionen verbunden sind.

Radroute und Geschichte der Tabaktrocknung

Die Ciclovia del Tevere ist ein leichter Radweg, der Città Di Castello mit Perugia verbindet und entlang des Tibers verläuft. In diesem Abschnitt ist der Fluss von üppiger Ufervegetation umgeben. Wer neben den Bau- und Sammlungsthemen eine Radroute in den Blick nehmen möchte, findet damit einen anderen Schwerpunkt: Hier prägen Fluss und Ufervegetation die Beschreibung der Strecke.

Die Ex Seccatoi del Tabacco liegen in der unmittelbaren Peripherie von Città Di Castello. Sie wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit zum Trocknen von tropischem Tabak errichtet. Dieser Ort ergänzt die Kunst- und Kirchenmotive um die Geschichte der Tabaktrocknung.

Saisonaler Bezug

Die Mostra Mercato del Tartufo Bianco findet in den Straßen und auf den Plätzen der Altstadt am ersten Novemberwochenende statt. Wenn Sie Ihre Reise auf diesen Termin ausrichten, prüfen Sie das Programm des jeweiligen Jahres.

Weitere Reiseziele entdecken: Rivotorto, Panicarola, Civitella Benazzone, Pompagnano, Compignano, San Fatucchio, Ripaioli, Fontignano

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.

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