Vier vorgeschlagene Rundgänge führen durch den historischen Ortskern von Nocera Umbra und beziehen alte Mauern, Sehenswürdigkeiten, Kunstwerke und Kirchen ein. Sie können Ihre Entdeckung damit am Stadtbild oder an einzelnen kulturellen Zielen ausrichten. In der Landschaft kommen Wege und Ausflüge mit anderen Zielpunkten hinzu.
Gassen und Kunst im historischen Zentrum
Das historische Zentrum bewahrt ein Stadtgefüge aus kleinen Gassen, Spuren von Fresken und kunstvoll gestalteten Portalen. Zur Baugeschichte gehören romanische und gotische Architektur sowie die ehemalige Via del Borgo aus dem 13. Jahrhundert. Am Dom von Nocera Umbra befindet sich ein romanisches Portal aus dem 10. Jahrhundert.
Das Museo Civico di San Francesco befindet sich in der ehemaligen Kirche San Francesco im historischen Zentrum. Zu den dort bewahrten Werken zählen ein Kreuz aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, ein 1483 entstandenes Polyptychon von Niccolò di Liberatore, genannt l’Alunno, und ein Werk von Matteo da Gualdo. Das Museo Archeologico umfasst Funde aus der langobardischen Nekropole in der Zone Portone. So treffen im Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte an Kunst und Geschichte aufeinander.
Kulturelle Orte mit eigenem Schwerpunkt
Im historischen Zentrum befindet sich auch der Palazzo Camilli mit dem CEDAT, dem Centro di Documentazione dell’Acqua e della Terra. Dort werden Noceras Wasser und Land vorgestellt, darunter die drei wichtigsten Quellen Angelica, Cacciatore und Flaminia. Das Thema ergänzt die Kunst- und Baugeschichte um einen Blick auf die Landschaft und ihre Gewässer.
Ein anderer Zugang bietet der multisensorische Giardino dei colori aromatici. Der Garten ist auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Zu seinen Elementen gehören Ruhebereiche am Aussichtspunkt, Brunnen, Beete und Sinnesbereiche.
Auch der Palio dei Quartieri gehört zur Geschichte des Ortskerns: Er begann 1989 als historische Nachstellung, die den historischen Ortskern wiederentdecken und aufwerten soll.
Wanderwege nach Ziel und Ausrüstung
Der Monte Pennino gehört zum umbrisch-märkischen Apennin. Mit 1.571 Metern ist er der höchste Berg im Gebiet von Nocera. Die benannten Wege unterscheiden sich unter anderem durch ihre Endpunkte: Der Sentiero 318 beginnt in Nocera und endet in Cariè; der Sentiero 306 beginnt in Nocera Umbra und endet in Bagnara. Für den Sentiero 318 sind entsprechend ausgerüstete Touristen und Wanderer mit festen Schuhen oder Wanderschuhen vorgesehen.
Beim Sentiero 351 nennt die Ausrüstungsempfehlung Schuhe oder Wanderschuhe mit fester Sohle, einen Rucksack, Wasser und eine Zwischenmahlzeit. Diese Angaben helfen Ihnen, die Vorbereitung an der jeweiligen Route auszurichten. Auf dem Monte Pennino führen Ausflüge bis zu den Grotten von Sant’Angelo, die als ehemaliges Kloster aus dem 8. Jahrhundert gelten.
Wasser, Quellen und Ziele in der Umgebung
In der Umgebung von Nocera Umbra gilt der Stausee Diga di Acciano als Gewässer für Sportfischen, Kanufahren und Tauchen. Ebenfalls in der Umgebung bilden die Cascate delle Ferce am Fluss Topino eine natürliche Wasserfalllandschaft. Sie entstand durch eine etwa 80 Meter hohe Verwerfung und eine Reihe von Stufen.
Die Angelica-Quelle entspringt in Bagni di Nocera. Ihr Mineralwasser wurde dort bereits im Jahr 1500 zu therapeutischen Zwecken getrunken; später wurde in der Nähe der Quelle ein Thermalzentrum eröffnet. In der Umgebung der Quelle in der Ortschaft Bagni bewahrt die Romita di San Francesco Reste der Apsis einer Kapelle, den Verlauf der Mauern und das Eremitorium, in dem der heilige Franziskus im Sommer 1226 lebte. Quelle, historische Nutzung und erhaltene Klosterreste bieten unterschiedliche Anlässe, sich mit der Umgebung Nocera Umbres zu beschäftigen.
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