Sterpeto verbindet ein ummauertes Dorfbild mit einer Geschichte, die sich an Bauwerken und früherer Landwirtschaft ablesen lässt. Das Castello, seine beiden Eingangstore, Kirchen und weitere Gebäude geben der Ortsgeschichte konkrete Formen. Zugleich prägten Olivenhaine, Getreide, Weinberge und Obstgärten das frühere Lehen. Wer eine Unterkunft auswählt, kann Kulturgeschichte und ländliche Prägung als unterschiedliche Seiten des Aufenthalts berücksichtigen.
Castello, Dorfmauern und Landschaft
Das Castello di Sterpeto liegt auf einem der Hügel rund um Assisi, die zum Fluss Chiascio hin abfallen. Sterpeto hat das Erscheinungsbild eines ummauerten Dorfes; Sandstein und Flusskiesel prägen den zart graugelben Farbton. So stehen Landschaft und Ortsbild nebeneinander: Die Hügellage beschreibt die Beziehung zum Chiascio, während Mauern und Steinmaterial den Charakter des Dorfes bestimmen. Das Castello wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1056 erwähnt. Es besitzt zwei Eingangstore; das ältere hat einen Rundbogen und wird von einem kleinen Turm überragt. Die urkundliche Erwähnung und die Form des Tors liefern zwei verschiedene historische Blickwinkel: eine zeitliche Spur und ein konkretes architektonisches Merkmal.
Landwirtschaft und gemeinschaftliche Arbeit
Das frühere Lehen von Sterpeto war landwirtschaftlich geprägt. Dazu gehörten Olivenhaine, Getreide, Weinberge und Obstgärten – eine Vielfalt verschiedener Anbauformen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war außerdem die Seidenraupenzucht eine gemeinschaftliche Tätigkeit der Bewohner. Sie erweitert das Bild um eine Arbeit, die gemeinsam ausgeübt wurde, und um einen klaren zeitlichen Bezug in der Ortsgeschichte. So stehen die verschiedenen Formen des Anbaus neben einer gemeinschaftlichen Tradition, die bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts reichte.
Kirchen und weitere Bauwerke
Die Kirche Santa Maria degli Ancillotti wurde am 15. Juni 1633 errichtet und von der aus Assisi stammenden Familie Ancillotti der Madonna geweiht. Die Kirche wurde im Zuge der Ausgrabungen für ihre Fundamente wiederhergestellt; der Zugang zur Kirche ist privat. Bei Restaurierungsarbeiten in Sterpeto waren auch eine Kirche, der Glockenturm sowie das Haus der Bruderschaft des Allerheiligsten Sakraments und des Heiligen Rosenkranzes einbezogen.
Die Kapelle Madonnuccia liegt unweit des Castello di Sterpeto. Poggio Bucaione ist ein imposanter Palast auf einer Anhöhe zwischen Sterpeto und Santa Tecla. Die Bauwerke lassen sich so anhand ihrer unterschiedlichen Lage einordnen: Die Kapelle wird über ihre Nähe zum Castello beschrieben, der Palast über seine Position zwischen Sterpeto und Santa Tecla.
Landwirtschaftlich geprägtes Übernachten
Der Agriturismo La Palazzetta di Assisi liegt in einem familiengeführten Landwirtschaftsbetrieb mit 15 Hektar. Dort wird Olivenöl produziert; außerdem werden Obstbäume und Getreide angebaut. Die landwirtschaftliche Produktion kann sich im Lauf der Zeit verändern. Die Palombara dei Conti Fiumi wird heute im Agriturismo als Unterkunft genutzt. Damit sind sowohl ein konkreter Übernachtungsort als auch der landwirtschaftliche Rahmen des Betriebs benannt.
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