Zum Inhalt

Pieve di Cadore verbindet den Blick auf den Centro-Cadore-See mit römischen Spuren, Kunstgeschichte und Routen durch die Dolomiten. Für die Planung eines Aufenthalts lohnt sich deshalb eine einfache Unterscheidung: Geht es vor allem um historische Orte, um Tizians Herkunft oder um Bewegung auf einer längeren Route? Die folgenden Stationen und Strecken setzen unterschiedliche Akzente.

Römische Spuren und bürgerliche Geschichte

Unterhalb des Rathauses sind die archäologischen Überreste einer römischen Villa aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. freigelegt. Der Mosaikboden einer römischen Villa wird im Museo Archeologico Cadorino ausgestellt. Damit begegnet römische Geschichte sowohl in Form freigelegter Überreste als auch als Museumsobjekt. Der Palazzo della Magnifica Comunità di Cadore gilt in Pieve di Cadore als Symbol des bürgerlichen Lebens. Das Forte di Monte Ricco war früher eine antike Burg und ist heute ein Erinnerungsort mit kultureller Nutzung. Der Blick auf das historische Erbe reicht damit über die römische Zeit hinaus.

Tizians Geburtshaus und seine Architektur

Die Casa Natale di Tiziano Vecellio ist ein zweigeschossiges Mauerwerksgebäude mit hölzernen Laubengängen, einer außenliegenden Holztreppe und einem mit Schindeln gedeckten Satteldach. Im Erdgeschoss werden Reproduktionen von Zeichnungen Tizians aus der Sammlung der Uffizien in Florenz sowie Dokumentationen über den Maler gezeigt. Architektur und Künstlerbezug stehen hier gemeinsam im Mittelpunkt: Zum einen prägen die überlieferten Baumerkmale die Beschreibung des Hauses, zum anderen geben die Reproduktionen und Dokumentationen einen thematischen Zugang zu Tizian.

Seeausblick und unterschiedliche Routen

Pieve di Cadore überblickt den Centro-Cadore-See; der Ausblick gilt als einer der eindrucksvollsten in den Dolomiten. Ein Spazierweg führt zum Parco del Roccolo di S. Alipio mit einer Panoramaterrasse über dem See von Pieve. So stehen der Blick auf die Landschaft und ein konkretes Spazierziel neben den historischen Stationen des Ortes.

Die Lunga Via delle Dolomiti verläuft auf ihrer Strecke zwischen Calalzo di Cadore und San Vito di Cadore durch Pieve di Cadore. Sie folgt der ehemaligen Dolomitenbahn, an deren Strecke originale Bahnhöfe, Tunnel und Brücken erhalten sind. Die Route ist vollständig für den Verkehr gesperrt und asphaltiert; ihre konstanten Steigungen gelten als leicht zu bewältigen. Eine andere Streckenform bietet die Alta Via delle Dolomiti Nr. 4: Sie ist etwa 85 Kilometer lang und führt in sechs Etappen von San Candido im Pustertal nach Pieve di Cadore. Während die Lunga Via durch den Ort verläuft, ist Pieve bei der Alta Via der Endpunkt. Dieser Unterschied hilft dabei, eine durchgehende Route von einer Strecke zu unterscheiden, die in Pieve abschließt.

Optik und Brillenherstellung

Das Museo dell'Occhiale ergänzt die kunst- und archäologiebezogenen Themen um eine Perspektive auf Handwerk und Technik. Seine Sammlungen vermitteln Einblicke in Handwerk, Technologie und Innovation der Optik und Brillenherstellung. Außerdem behandelt das Museum die Entwicklung des Industriebezirks der Brillenherstellung in der Provinz Belluno. Damit gehört neben Kunstgeschichte und Landschaft auch die Geschichte eines spezialisierten Wirtschaftszweigs zu den möglichen Schwerpunkten in Pieve di Cadore.

Weitere Reiseziele entdecken: Rivamonte Agordino, Longarone, Triches, Colmean, Salce, Borca Di Cadore, Fonzaso, Misurina

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.