In Triches lassen sich verschiedene Zeitschichten an konkreten Orten ablesen: Die Kirche San Bartolomeo ist mit Kunstwerken aus mehreren Jahrhunderten verbunden, Villa Tasso steht für historische Baukultur, und archäologische Funde reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Für Wege durch die Gegend ist der Anello di Valmorel ein weiterer Bezugspunkt.
San Bartolomeo: Geschichte und Fresken
Die Kirche San Bartolomeo wurde erstmals 1526 erwähnt. 1807 wurde sie zur Filialkirche der Pieve di San Giustina di Limana erhoben und versorgte die Einwohner von Triches und Navenze mit den Sakramenten. Die Daten geben Einblick in zwei verschiedene Aspekte ihrer Geschichte: die frühe Erwähnung und die spätere kirchliche Funktion.
An der Presbyteriumswand wurden 1974 Fresken aus dem frühen 16. Jahrhundert entdeckt. Fresken mit den Evangelisten und dem hieratisch dargestellten Ewigen Vater stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Eine Darstellung des Kirchenpatrons San Bartolomeo zeigt ihn mit einer roten Talar-Tunika; seine Haltung wirkt möglicherweise dynamisch. Die unterschiedlichen Motive und Entstehungszeiten bieten mehrere Anknüpfungspunkte, um die Kunstgeschichte der Kirche zu betrachten.
Villa Tasso und historische Bauformen
Villa Tasso in Triches ist unter den vom Istituto Regionale Ville Venete katalogisierten Villen aufgeführt und gehört zum historisch-kulturellen Baubestand der Gemeinde Limana. Das sehr kleine, auffallend hohe Gebäude hat einen kubischen Baukörper und liegt in panoramischer, beherrschender Lage. Es soll aus dem 18. Jahrhundert stammen. Bei San Bartolomeo stehen kirchliche Geschichte und Malerei im Vordergrund, bei Villa Tasso Baukörper und Lage.
Spuren der Vorgeschichte
In Triches di Limana bestand wahrscheinlich eine spätneolithische Siedlung. Sie soll aus wenigen Hütten auf einer ebenen Fläche am Fuß eines Hügels bestanden haben, der einen panoramischen Blick über das Val Belluna bietet. Der Siedlungsplatz lag nur wenige Schritte vom heutigen Zentrum von Triches entfernt.
Aus dem Gebiet um Triches stammen zahlreiche Feuersteinartefakte, die der letzten Phase des Neolithikums zugeordnet werden: darunter Klingen und Lamellen, Kratzer, Stichel, Pfrieme, Abschläge und Kerne, vor allem aber Pfeilspitzen. Zusammen mit der wahrscheinlich rekonstruierten Siedlungsform geben diese Funde einen Eindruck von der langen Geschichte des Ortes.
Wege durch Triches und die Umgebung
Der Anello di Valmorel führt durch Triches sowie durch Giaon, Valmorel, Navenze, Polentes, Ricomes, Dussoi und Limana. Sein Verlauf umfasst Asphalt und Straßen sowie einen kurzen Abschnitt auf einem Naturlehrpfad. Da sich Routenbeschreibungen und Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Angaben.
Eine weitere Strecke führt von Limana über die Gemeindestraße von Val Fiera nach Valmorel und verläuft durch Cesa, Pieve, Canè, Triches, Navenze und Valmorel. Zu ihr gehören 12 Bildstöcke und 5 Wegkapellen. Unabhängig davon befindet sich die Edicola di Santa Barbara in Triches.
Anreise mit dem Bus
Die Dolomiti-Bus-Linie 22 verbindet Belluno FS, Limana, Polentes, Triches und Trichiana. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. So lässt sich die Busanreise anhand der angegebenen Verbindung planen, während bei einer Routenwahl die aktuellen Wegangaben des Anello maßgeblich sind.
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