In Spiazzi treffen Wege zur Madonna della Corona, Ortsgeschichte und Pilgertradition aufeinander. Für Ihre Planung lohnt es sich, die unterschiedlichen Wegbeschreibungen und ihre jeweiligen Angaben zu Verlauf und Dauer auseinanderzuhalten. So können Sie entscheiden, welche Themen Sie während Ihres Aufenthalts in den Vordergrund stellen möchten.
Zu Fuß zur Madonna della Corona
Von Spiazzi führt ein asphaltierter, ausschließlich zu Fuß begehbarer Weg zur Madonna della Corona. An seinen Kehren stehen 14 bronzene Kreuzwegstationen. Am Zugang befindet sich außerdem eine Nachbildung des Grabes, in das der Leichnam Jesu nach seinem Tod gelegt wurde. Der asphaltierte Zugang hinter Spiazzi endet an einer 1922 in den Fels gehauenen Galerie, in der ein Marienbild ausgestellt ist.
Der Sentiero della Speranza, auch CAI-Weg Nr. 73 genannt, ist ein historischer Weg vom Talboden zu den Höhen des Monte Baldo, der zum Santuario Madonna della Corona führt. Er ist etwa 2,5 Kilometer lang. Am Hang des Monte Cimo steigt er steil über unterschiedlich hohe, aus dem Fels gearbeitete Stufen an. Zum Weg gehören auch die felsigen Schluchten der Val delle Pissotte. Unterwegs zeigt sich der Kontrast zwischen den mit Pergola-Reben bedeckten Weinbergen des Etschtals und der rauen Felslandschaft am Santuario.
Ein gemeinsamer Fußweg wird von der Pilgergruppe „Il gruppo del sabato“ jeden Samstag des Jahres angeboten. Der Start ist um 15 Uhr in Brentino unter der großen Kastanie. Die Gruppe bewältigt auf dem alten Pilgerweg etwa 600 Höhenmeter und viele Stufen; bis zum Santuario dauert der Weg ungefähr anderthalb Stunden. Die Teilnahme steht allen offen, auch wenn Sie nur an einem Samstag mitgehen möchten. Prüfen Sie vor der Teilnahme die genauen Angaben zum Treffpunkt und Ablauf.
Ortsgeschichte und Wege durch die Umgebung
Die Route C12 führt durch ländliche Bergweiler, Weinberge und Wälder in Spiazzi, Monte Croce und Stringari. Sie beginnt an der Piazza Don Luigi Vezzola und führt bergauf zum Gebiet Croce, dem ältesten historischen Ortskern von Spiazzi. Damit bietet sie neben den Wegen zum Santuario einen Blick auf die Geschichte des Ortes und seine ländliche Umgebung.
Auch andere Wegbeschreibungen setzen unterschiedliche Akzente. Ein Weg ab Spiazzi führt zur Quelle Bergola, die als wichtigste Wasserversorgungsquelle von Caprino Veronese gilt. Nach der Malga Basiana führt ein Weg über den Dosso della Croce zurück in Richtung Spiazzi; der Dosso ist ein Aussichtspunkt über das untere Etschtal. Die Angaben zu diesen Zielen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie sich für eine Quelle oder einen Aussichtspunkt interessieren.
Ein größer angelegtes Pilgerthema ist der Cammino dei due Santuari. Dieser religiöse Fernweg beginnt an der Pieve di Chiampo und endet am Santuario Madonna della Corona. Größtenteils verläuft er auf bestehenden, vom CAI markierten Wegen. Zum Landschaftsbild gehören Buchen- und Tannenwälder, als Weide genutzte Bergwiesen und Täler mit einem ursprünglichen, unberührten Erscheinungsbild. Entlang des Fernwegs lassen sich außerdem typische cimbrische Weiler von Bosco Chiesanuova, Andachtswerke, Bildstöcke und kleine Kapellen besichtigen. Diese Stationen gehören zum weiteren Verlauf des Cammino und ergänzen die näheren Wege rund um Spiazzi um einen regionalen Pilgerweg.
Die Geschichte der Madonna della Corona
Mittelalterliche Dokumente berichten von Einsiedlern, die um das Jahr 1000 im Gebiet des Monte Baldo lebten und mit der Abtei San Zeno in Verona verbunden waren. Spätestens seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gab es dort ein Kloster mit einer der heiligen Maria von Montebaldo gewidmeten Kapelle. Die Geschichte des Heiligtums lässt sich so über mehrere Jahrhunderte hinweg betrachten, bevor die überlieferten Angaben zur Pietà führen.
Auf dem Sockel der Pietà steht die Inschrift „HOC OPUS FECIT FIERI LODOVICUS D CASTROBARCO D 1432“. Sie gilt traditionell als Hinweis darauf, dass Lodovico Castelbarco die Statue 1432 in Auftrag gab und der Corona stiftete. Die steinerne Pietà-Gruppe, die später als Unsere Liebe Frau von der Corona verehrt wurde, soll aus der Zeit stammen, in der die Johanniter Eigentümer der Stätte Santa Maria di Montebaldo waren. Die Statue ist aus lokalem Stein gefertigt und bemalt; sie misst 70 Zentimeter in der Höhe, 56 Zentimeter in der Breite und 25 Zentimeter in der Tiefe.
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