Brogliano liegt zwischen dem Talboden und sanft abfallenden Hügeln in einer grünen, naturnahen Umgebung. Seine Geschichte reicht von archäologischen Spuren am Agno bis zur früheren Seidenverarbeitung. Für die Naturseite stehen der Blick vom Monte Bregonza über das Valle dell’Agno und der Anello Ecoturistico Piccole Dolomiti, der durch Brogliano führt und den Ort in eine größere regionale Route einordnet.
Landschaft und Wege
Ein 2020 veröffentlichter Routenvorschlag beschreibt den Spaziergang zum Monte Bregonza als kurz und empfiehlt das historische Zentrum als Ausgangspunkt. Der Weg bietet Ausblicke auf das grüne Valle dell’Agno. Der Waldweg ist mit einem braunen Hinweisschild des Anello Ecoturistico Piccole Dolomiti ausgeschildert. Prüfen Sie Wegzustand und Beschilderung vor dem Aufbruch.
Der Anello verbindet zehn Gemeinden in den Tälern von Agno und Chiampo und ist mehr als 120 Kilometer lang. Zwischen Cornedo und Trissino führt er durch Brogliano. Die Gesamtlänge bezieht sich auf den Anello als Ganzes; Brogliano ist ein Abschnitt dieses regionalen Verlaufs. Für den Abschnitt zwischen Cornedo Vicentino, Brogliano, Trissino und Nogarole Vicentino werden außerdem die Pieve di San Martino, Colle Bastie und Villa Trissino Marzotto genannt. Der als kurz beschriebene Spaziergang am Monte Bregonza und der über 120 Kilometer lange Anello sind damit zwei unterschiedliche Planungsmaßstäbe.
Kirchen und Kulturgeschichte
Die für diesen Routenabschnitt genannte Pieve di San Martino stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist im Wesentlichen romanisch gestaltet. Sie dient weiterhin als Friedhofskapelle. Wenn Sie einen Besuch planen, klären Sie den örtlichen Zugang vorab. Im historischen Zentrum steht die Kirche Santa Maria Assunta aus dem 15. Jahrhundert; sie ist für den Gottesdienst geschlossen. Den Zugang für Besucher sollten Sie vorab vor Ort klären. San Lorenzo di Quargnenta ist seit dem 14. Jahrhundert Pfarrkirche.
Am Uferbereich des Agno lag einst eine Siedlung römischen oder vorrömischen Ursprungs. Im Bereich am Agno kamen auch die Überreste einer ursprünglichen Pfarrkirche ans Licht. Später wurde dort der Grabstein des Decemvirn und Ädilen Lucio Meio Cessesio und seiner Ehefrau entdeckt. Zusammen zeigen die Funde am Agno frühe Siedlungsspuren sowie kirchliche und öffentliche Geschichte.
Zur Geschichte Broglianos gehört auch die Seidenraupenzucht, die in vergangenen Jahrhunderten betrieben wurde. Eine kleine Seidenspinnerei war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Betrieb. Neben dem sakralen und archäologischen Erbe steht damit auch eine lokale Produktionsgeschichte.
Anreise planen
Für die Anreise zum Anello nennen die Zugangshinweise die Weiterfahrt vom Bahnhof Vicenza mit dem Regionalverkehr der SVT Società Vicentina Trasporti. Sie führen die Linien Vicenza–Recoaro Terme und Vicenza–Crespadoro auf. Da Routen und Fahrpläne sich ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor Ihrer Fahrt.
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