Die Izu-Halbinsel ragt von der Ostseite der Präfektur Shizuoka 60 Kilometer nach Süden. Von Osten nach Westen ist sie etwa 40 Kilometer breit; ihre Küstenlinie misst 318 Kilometer. Mit Ausnahme der Tagata-Ebene nimmt Bergland den größten Teil der Halbinsel ein. So prägen sowohl ausgedehnte Höhenzüge als auch eine lange, vielfach gegliederte Küste den Charakter von Izu.
Amagi: Bergland, Wälder und Wasabi
Im Amagi-Gebirge liegt mit 1.405 Metern der höchste Gipfel der Halbinsel: der Banzaburō. Am Kamm gehören Aussichtspunkte mit Blick auf den Fuji, Buchenwälder und der Hachō-See zu den markanten Naturmerkmalen. Im Gebirge erstrecken sich ausgedehnte Buchenwälder; daneben wachsen natürliche Wälder mit Japanischer Scheinkamelie und Ahorn. Zum Kammbereich führen Autostraßen wie die Izu Skyline und Wanderwege wie der Amagi-Kammweg.
Auch der Wasabi-Anbau prägt den zentralen Teil der Halbinsel rund um den Amagi-Berg. Qualität, Anbaufläche und Produktionsmenge sind dort besonders hoch. Die Tatamiishi-Methode, die Hirai Kumatarō 1892 entwickelte, wird für den Anbau in Amagi verwendet. Dabei werden Steine aufgeschichtet. Die Methode benötigt reichlich Wasser und ermöglicht die Ernte hochwertigen Wasabis – eine konkrete Verbindung von Landschaft, Wasser und lokaler Anbauweise.
Küstenformen und Wege am Wasser
Am südlichen Ende der Halbinsel liegt Kap Irozaki. Dort formen stark gegliederte Meeresklippen die Küste; das Kap zählt zu den herausragenden geologischen Formationen im Süden von Izu. In den Fels gebaut ist der Iro-Schrein. Die Küste der Halbinsel lässt sich besonders mit dem Seekajak erkunden.
Im Nordwesten ist der Wacholderhain von Ōsezaki als nationales Naturdenkmal Japans ausgewiesen. Ōsezaki gilt außerdem als einer der besten Tauchplätze der Izu-Halbinsel. Der Ōse-Schrein ist ein heiliger Ort für die Fischer der Suruga-Bucht. Seit der Antike widmen Fischer dort handgeschnitzte Bootsmodelle und Votivzeichnungen. Diese Werke gelten als eines der 100 besten historischen und kulturellen Zeugnisse japanischer Fischerdörfer.
Eine andere Art, die Landschaft zu Fuß zu erleben, bietet der Odoriko Trail Road: Er führt über Hängebrücken und Holzstege zu sieben Wasserfällen, die als Kawazu Nanadaru bekannt sind. Beim Gehen durch die Schlucht lässt sich ihre jahreszeitlich wechselnde Schönheit erleben. Bergwege, Küstenblicke und die Wege entlang der Wasserfälle eröffnen damit unterschiedliche Perspektiven auf die Natur der Halbinsel.
Geopark und Geschichte entdecken
Der Izu-Peninsula-Geopark ist seit 2018 als UNESCO Global Geopark anerkannt. Mehr als 100 zertifizierte Geoführer bieten Touren an, bei denen Besucher den Geopark kennenlernen und erleben können. Geoführungen werden in allen fünf Gebieten der Halbinsel angeboten und können auf die Interessen der Besucher zugeschnitten werden. So lässt sich die geologische Vielfalt nicht nur an einer einzelnen Küstenformation, sondern auch im Zusammenhang mit den verschiedenen Landschaften von Izu entdecken.
Auch historische Orte gehören zum Bild der Halbinsel. Die Goldmine von Toi ist als historische Stätte erhalten. Shimoda, eine historische Hafenstadt an der Südspitze von Izu, ist der Ort, an dem die von Commodore Matthew Perry geführten schwarzen Schiffe landeten und nach Japans langer Abschottung den Handel mit den Vereinigten Staaten einleiteten. Zusammen mit dem in den Fels gebauten Iro-Schrein und den Zeugnissen am Ōse-Schrein zeigen diese Orte unterschiedliche Seiten der Geschichte und Kultur in Izu.
Weitere Reiseziele entdecken: Izu, Sunto District.
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