Wald, Heide und Ortsgeschichte lassen sich in Ruinen auf unterschiedlichen Wegen entdecken. Der Natuurpad Ruinen führt durch die Boswachterij Ruinen und über ausgedehnte Heideflächen; daneben stehen Wanderungen mit verschiedenen Längen und Markierungen zur Wahl.
Wandern in und um Ruinen
Der Natuurpad verläuft außerdem über „woeste gronden“. Wer eine ausgeschilderte Strecke mit genauer Längenangabe sucht, findet sie bei der Wanderroute Dwingelderveld bei Ruinen: Sie ist 4,7 km lang, familienfreundlich und führt über die historische Ruiner Es sowie durch den abwechslungsreichen Nadelwald der Anserdennen.
Diese Route beginnt am Bezoekerscentrum Dwingelderveld und ist mit roten Pfeilen markiert. Die Kleine Pattiesroute ist mit 2,6 km kürzer und führt durch und um Ruinen. Auch sie ist ausgeschildert, aber nicht durchgehend befestigt. Für diese Route ist kostenloses Parken auf dem Parkplatz De Kaamp oder am Fietstransferium in der Kloosterstraat 12 möglich.
Die fünf Dorpsommetjes von Ruinen umfassen Wanderwege mit Längen von etwa 2 bis 10 km. Die Kleine Pattiesroute und die 4,7 km lange Dwingelderveld-Route unterscheiden sich nicht nur in der Länge: Die eine verläuft durch und um den Ort, die andere über die Ruiner Es und durch die Anserdennen. So können Sie Streckenlänge und Landschaft gemeinsam in Ihre Wahl einbeziehen.
Als weitere Wanderverbindung wurde „Van Brink naar heide“ in Ruinen realisiert. Für Fahrräder verbindet eine 2026 fertiggestellte Verbindung Ruinen mit EuroParcs.
Vogelwelt und Schafherde
Im Vogelpark Ruinen sind niederländische Wiesen- und Watvögel in einem natürlichen Lebensraum zu sehen. Dazu zählen Uferschnepfen, Rotschenkel, Brachvögel, Austernfischer, Säbelschnäbler und Kiebitze. Außerdem gibt es Volieren mit ausländischen und exotischen Vogelarten.
Die Schaapskudde Ruinen ist eine von zwei Herden, die im Nationalpark Dwingelderveld weiden, und umfasst etwa 300 Drentse Heideschafe. An der Schaapskooi Ruinen können Besucher täglich den Aufbruch oder die Rückkehr der Schafe beobachten.
Geschichte und Wein
Die Brink in Ruinen entstand ursprünglich als gemeinschaftlich genutzte bäuerliche Fläche. Dort wurden Schafe gesammelt und anschließend gemeinsam zu den Heideflächen getrieben. Auch die Ortsgeschichte reicht weit zurück: Ruinen war 1139 eine „Hoge Heerlyckheid“. In diesem Jahr erhielt Otto van Runen die Rechte vom Bistum Utrecht.
Bei Wijnhoeve Runa treffen sich Weinbau und Landschaft: In einer parkähnlichen Umgebung von 2,5 ha liegen drei Weinparzellen mit einer Gesamtfläche von 1 ha. Dort wachsen Solaris, Souvignier Gris, Muscaris und Cabernet Cantor. Ein Besuch im Weinberg und eine Weinverkostung sind auf Anfrage möglich; anschließend werden Stangenbrot und Brie serviert. Damit lässt sich ein Aufenthalt in Ruinen auch um ein Angebot ergänzen, das auf Wein und den Besuch der Weinparzellen ausgerichtet ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Zuidwolde, Koekange, Ansen, Ruinerwold, Linde, Echten, Drogteropslagen, Veeningen.
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