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Milheeze lässt sich über mehrere historische Zeitschichten kennenlernen: Die Mariakapel verweist auf das Jahr 1938, die Sint Willibrorduskerk verbindet einen Bau aus dem 19. Jahrhundert mit älteren Bauteilen, und an der Oude Bakelsdijk reichen die archäologischen Spuren weiter zurück. Dazu kommt eine Radroute, die an der Kirche beginnt. Als Naturthema steht die Stippelberg in der Peel mit ihren Wegen, Bächen und Landschaftsformen.

Baugeschichte und Spuren an der Oude Bakelsdijk

Die Mariakapel wurde 1938 anlässlich des Priesterjubiläums von J. Simonis errichtet. Ihr Stil gehört zur Delfter Schule; kulturhistorisch gilt sie als Ausdruck der katholischen Frömmigkeitskultur. Für die Einordnung der Bauwerke in Milheeze bietet die Kapelle damit einen eigenen Schwerpunkt: Anlass, Entstehungszeit und Architektur sind eng miteinander verbunden.

Die Sint Willibrorduskerk wurde 1844/45 auf den Fundamenten der Antoniuskapelle errichtet, wobei ein Teil der Mauern wiederverwendet wurde. Die Kirche besitzt außerdem einen Westturm aus dem 15. Jahrhundert. Ihre ursprüngliche Smits-Orgel stammt aus dem Jahr 1856. An einem Bauwerk treffen so verschiedene historische Zeitstufen aufeinander: die ältere Kapelle, der Kirchenbau des 19. Jahrhunderts und der noch frühere Turm.

Ein weiterer datierter Abschnitt ist die Geschichte der Mühle Laurentia. Nach einer Restaurierung wurde sie am 10. September 2022 offiziell wiedereröffnet. Das Datum gehört zur historischen Einordnung der Mühle; es beschreibt die damalige Wiedereröffnung.

Auch die Oude Bakelsdijk verbindet Orts- und Regionalgeschichte. Die jahrhundertealte Durchgangsstraße verläuft durch die Peel zwischen Milheeze und De Rips. An der Straße bei Milheeze gibt es Siedlungsspuren aus der Steinzeit. Außerdem befindet sich dort möglicherweise ein Grabhügel aus der späten Bronzezeit oder der Eisenzeit. Damit stehen sichere Siedlungsspuren und die ausdrücklich mögliche Deutung des Grabhügels nebeneinander.

Stippelberg und Routen

Die Stippelberg ist ein 1.000 Hektar großes Naturgebiet in der Peel; Natuurpoort Nederheide liegt mitten darin. Rund um die Natuurpoort prägen ausgedehnte Wälder, Tümpel, Sandverwehungen, Heideflächen und stattliche Alleen die Landschaft. Das bietet einen Natur-Schwerpunkt, der sich von den historischen Bauwerken in Milheeze unterscheidet.

Bei der Stippelberg fließen die Bäche Esperloop, Snelle Loop und Peelse Loop. An den Ufern der Esperloop wachsen relativ seltene Bachauenpflanzen, darunter Sumpfdotterblumen und Schwarze Segge. Mit etwas Glück lässt sich am Wasser auch eine Gewöhnliche Quelljungfer beobachten. Die Pflanzen gehören zum Uferbereich; die Libelle bleibt eine mögliche Beobachtung, keine feste Erwartung.

Natuurpoort Nederheide dient als Ausgangs-, Rast- und Endpunkt für Wanderungen oder Radtouren durch die Stippelberg. Auf solchen Touren kommt man an Bächen und den nahegelegenen Bakelse Plassen vorbei. Die verschiedenen Rollen als Start, Zwischenhalt und Ziel machen die Natuurpoort zu einem Bezugspunkt für unterschiedliche Etappen, ohne eine bestimmte Tourdauer vorzugeben.

Für die Routenwahl in und ab Milheeze gibt es unterschiedliche Anhaltspunkte. Die Radroute „De parels van de Peel“ beginnt an der Sint-Willibrorduskerk. Sie führt über einen ruhigen, grünen Radweg an der Leemskuilendijk entlang und vorbei an verschiedenen Bauernhöfen. Eine grüne Wanderroute in Milheeze besteht zu 80 Prozent aus unbefestigten Wegen. Bei der Wanderung ist damit der Wegebelag ein konkretes Merkmal; bei der Radtour sind es der Streckenabschnitt an der Leemskuilendijk und die Höfe entlang des Weges.

Weitere Reiseziele entdecken: Handel, De Mortel, De Rips, Gemert, Elsendorp, Bakel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gemert-Bakel.

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