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Der Wochenmarkt in Purmerend findet seit 1572 dienstags statt. Zusammen mit den weiteren Märkten zeigt er, wie stark die Stadt von ihrer Markttradition geprägt ist. Auch ein Besuch im Purmerends Museum führt mitten in die Geschichte dieses Handelsorts – diesmal über Keramik, Fischerei und die Entwicklung der Stadt.

Marktleben und Stadtmitte

In Purmerend gibt es fünf wöchentliche allgemeine Warenmärkte sowie verschiedene Themenmärkte. Der Dienstagstermin ist die historische Konstante: Der Wochenmarkt findet an diesem Tag seit 1572 statt. Die genauen Tage und Zeiten der Märkte können sich ändern; wenn Sie einen bestimmten Markt besuchen möchten, prüfen Sie den aktuellen Termin vorab.

Der Koemarkt erzählt eine weitere Seite der Marktgeschichte. Sein Name erinnert an die Viehmärkte, die hier jahrhundertelang stattfanden und für Wachstum und Handel in Purmerend wichtig waren. Heute ist der Platz vor allem ein Ort der Begegnung. Cafés, Restaurants und Terrassen laden zum Essen und Trinken ein; Einheimische und Besucher kommen hier zusammen. Gastronomische Angebote und Programme können sich ändern.

Zweimal jährlich wird die Innenstadt zum Kirmesplatz: Die Frühjahrskirmes findet im Mai, die Spätsommerkirmes im Oktober statt. Zu beiden Terminen gehören Dutzende Fahrgeschäfte. Da sich Termine und Programm ändern können, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben, wenn die Kirmes zu Ihrem Besuch passen soll.

Keramik und Geschichte im Museum

Das Purmerends Museum ist für seine große Sammlung von Purmerender Jugendstilkeramik bekannt. Auch die Geschichte der örtlichen Keramikproduktion hat einen klaren Zeitraum: Zwischen 1895 und 1907 bestanden in Purmerend vier Keramikfabriken. Die Dauerausstellung weitet den Blick über dieses Thema hinaus. Sie behandelt die Stadtgeschichte von den ersten Anfängen im 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart und nahen Zukunft; ein eigener Bereich widmet sich Purmerend als regionaler Marktstadt.

Die Sammlung zeigt Purmerend als Fischer- und Marktstadt und umfasst Themen wie regionale Fischerei, Viehhandel und Holzhandel. So begegnen Ihnen im Museum verschiedene Seiten des Handels und des städtischen Lebens, nicht nur die Keramik. Wer sich für die Entwicklung des Ortes interessiert, findet hier einen zeitlichen Rahmen, der bis in die Gegenwart reicht.

Fort und Polderlandschaft im Beemster

Fort Benoorden Purmerend wurde zur Verteidigung des Beemster-Ringdeichs, des Purmerenderwegs und des Rijperwegs errichtet. Das Fort gehört zum UNESCO-Welterbe Stelling van Amsterdam und liegt im UNESCO-Welterbe Droogmakerij de Beemster. Diese Verbindung macht es zu einem besonderen Ort, um Befestigungsgeschichte und die großräumige Kulturlandschaft gemeinsam in den Blick zu nehmen.

Die Droogmakerij de Beemster steht seit 1999 auf der UNESCO-Welterbeliste. Zu den Gründen zählen ihre einzigartige Parzellierung sowie ihr Rang als außergewöhnliches, vom Menschen geschaffenes architektonisches Ensemble und Landschaft. Die geordnete Anlage aus Feldern, Straßen, Kanälen, Deichen und Siedlungen folgt Prinzipien klassischer und Renaissance-Planung. Beim Wandern in und um die Beemster sind außerdem die Einteilung von 1612, Baumreihen und markante Stolpboerderijen zu erkennen.

Museen, Aussicht und Wege

Das Beemster Museum befindet sich in Westerhem, einer nordholländischen Stolpboerderij. In diesem Gebäudetyp sind Stall, Dreschboden und Wohnbereich um den Heuberg angeordnet. Das Museum veranstaltet regelmäßig wechselnde Ausstellungen. Im Welterbesaal des Bezoekerscentrum Beemster erklären verschiedene Medien, warum und wie der Beemstersee trockengelegt wurde. Zum Besucherzentrum gehören auch ein traditionell eingerichteter Bauerngarten, eine Obstwiese mit verschiedenen alten Hochstammobstsorten und eine Brongas-Installation.

Die Keyserkerk gilt als das älteste Gebäude der Beemster. Die Keyserklim ermöglicht den Aufstieg zu ihrer Empore auf 32 Meter Höhe und eröffnet einen Panoramablick über die Polderlandschaft der Droogmakerij de Beemster. Die Aktivität ist buchbar und saisonal geöffnet; zur Keyserklim gehört eine Audiotour. Informieren Sie sich vorab über die saisonale Öffnung, wenn Sie den Aufstieg einplanen möchten.

Für eine Tour durch die Landschaft führt die Beemster Fortenfietsroute von Middenbeemster an Stolpboerderijen vorbei zum Fort aan de Nekkerweg. Routendetails können aktualisiert werden. Rund um Fort bij Spijkerboor hat Natuurmonumenten einen Naturwanderweg eingerichtet; örtliche Zugangsbedingungen können variieren.

Produkte aus der Beemster

Beemster-Streekproducten werden in der Beemster angebaut, geerntet und in der näheren Umgebung verkauft. Damit ist das Thema nicht nur Teil der Landschaft, sondern auch mit Lebensmitteln aus der Region verbunden. Welche Erzeuger und Verkaufsstellen Sie antreffen, kann sich ändern.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordholland.

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