Mattersburg lässt sich über seine Bauwerke und ihre unterschiedlichen Geschichten entdecken. Die Stadtpfarrkirche ist gotisch und dem heiligen Martin geweiht; erstmals erwähnt wurde sie 1390. Das Eisenbahnviadukt gilt als Wahrzeichen der Stadt. Es besteht aus 20 Säulen und ist 250 Meter lang. Im 70er Haus der Geschichten kommen lokale Geschichtsdarstellungen hinzu.
Bauwerke, Veranstaltungsorte und Musikgeschichte
Das Kulturzentrum Mattersburg verbindet eine markante Baugeschichte mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten. Es wurde 1976 nach Plänen des Architekten Herwig Udo Graf im Stil des Brutalismus errichtet. Heute verfügt es über mehr als 1.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und bietet Platz für bis zu 700 Personen. Das multifunktionale Foyer ist für Ausstellungen und Empfänge vorgesehen; zum Programm des Hauses gehören Kabarett, Konzerte und Theateraufführungen.
Auch die Geschichte der Wiesen Festivals zeigt ein breites musikalisches Spektrum. 1976 begann dort die Organisation eines internationalen Jazzfestivals. Im Lauf der Festivalgeschichte erweiterte sich das Programm von Jazz und Reggae auf Weltmusik, Rock, Punk, elektronische Musik und Hip-Hop.
Die Bauermühle Mattersburg bietet Räumlichkeiten für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Besichtigungen sind nach individueller Terminvereinbarung möglich. So lässt sich bei der Planung zwischen einem Besuch mit vereinbartem Termin und den Veranstaltungsformaten unterscheiden, für die die Mühle Räume bietet.
Geschichte und Wege in Schattendorf
Die Schuh-Mühle in Schattendorf wurde erstmals 1498 erbaut und bis 1970 als Getreidemühle betrieben. Heute beherbergt sie die Dauerausstellung „Die Schüsse von Schattendorf“. Zwei Wege setzen weitere kulturhistorische Schwerpunkte: Der Kultur.Geschichten.Weg ist ein rund 2,5 Kilometer langer Rundweg zu kulturhistorischen Plätzen und Sehenswürdigkeiten. Der 7 Kilometer lange Archäologie.Wander.Weg führt in und um Schattendorf; entlang der Wanderung können archäologische Fundstellen besucht werden. Damit stehen ein kürzerer Rundweg und eine längere Wanderung mit archäologischem Bezug zur Wahl.
Burg Forchtenstein und Naturraum
Die Burg Forchtenstein liegt an den Ausläufern des Rosaliengebirges. Das Land Burgenland bezeichnet sie als kulturelle Botschafterin des Bezirks Mattersburg. Zum Besucherprogramm der Burg gehören Ausstellungen, verschiedene Führungen und Familienveranstaltungen. Auch eine Mountainbike-Strecke trägt den Namen der Burg: Die MTB Burg Forchtenstein-Strecke startet beim Sportplatz in Forchtenstein.
Der Naturpark Rosalia-Kogelberg umfasst zwei Naturschutzgebiete und das Natura-2000-Vogelschutzgebiet Mattersburger Hügelland. In den Rohrbacher Teichwiesen brüten besonders geschützte Vogelarten, darunter Nachtreiher, Rohrweihe, Zwergrohrdommel, Tüpfelsumpfhuhn und Weißstorch. Diese Angaben geben dem Naturraum eine konkrete, an Schutzgebiete und Vogelwelt gebundene Prägung.
Auch die regionalen Routen unterscheiden sich in Verlauf und Form. Der B32 Rosalia-Radwanderweg ist ein 58 Kilometer langer Rundkurs durch den Naturpark Rosalia-Kogelberg. Der B33 Hexenhügel-Radwanderweg führt von Mattersburg über Sigleß bis nach Zillingtal und verbindet den B32 mit dem B11 Leitharadweg. Für eine andere thematische Tour führt die Rosalia Genusstour durch den Naturpark und das Weinbaugebiet Rosalia DAC.
In Bad Sauerbrunn richtet die Heiltherme ihre Therapien und belebenden Anwendungen an natürlichen Heilmittelvorkommen aus: an der Säuerlings- und Thermalquelle sowie am Kohlensäure-Trockengas. Kulturgeschichte, Radwege, geschützte Natur und Anwendungen mit regionalen Heilmittelvorkommen setzen so unterschiedliche Akzente für die Entdeckung der Destination.
Weitere Reiseziele entdecken: Mattersburg, Marz, Schattendorf, Krensdorf, Bad Sauerbrunn, Pöttelsdorf, Stöttera, Sigleß, Antau, Neudörfl, Pöttsching.
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