In Sigleß treffen Landschaftskunst, Aussichtspunkte und Wege durch den Ort aufeinander. Der begehbare Oktaeder ist Kunstobjekt und Aussichtsturm zugleich; Himmelsleiter und Zeitstuhl setzen eigene Akzente in der Landschaft. Wer den Aufenthalt plant, kann zwischen solchen Kunstwerken, Radwegen, Naturthemen und historischen Zeugnissen wählen.
Landschaftskunst und Ausblicke
Der 8,5 Meter hohe Oktaeder bietet als Aussichtsturm einen Blick über vierzehn Fenster. Bei klarer Sicht reicht er bis zum Neusiedler See. Das Kunstobjekt liegt direkt am Radweg B32 und verbindet so einen konkreten Kunststopp mit einer Radroute, die durch Sigleß führt.
Die Himmelsleiter steht auf einer Anhöhe in Sigleß und eröffnet einen Weitblick bis zum Neusiedler See. Heinz Bruckschwaiger schuf sie 1991/92 als sein erstes Landschaftskunstwerk. Der Hexenhügel-Radwanderweg verläuft direkt bei der Himmelsleiter. Für eine Routenplanung, die Kunst und Radfahren zusammen betrachtet, ist diese Verbindung besonders konkret.
Auch der Zeitstuhl liegt auf einer Anhöhe, östlich von Sigleß, und bietet einen Panoramablick zum Neusiedler See. Zu dem Landschaftsprojekt gehört ein spiralförmiger Weg. Auf der Spitze seines 2,5 Meter hohen Hügels steht eine nach Süden ausgerichtete Sonnenuhr. Himmelsleiter und Zeitstuhl bieten damit unterschiedliche Details: hier die Entstehungsgeschichte eines Kunstwerks, dort Spiralweg und Sonnenuhr.
Wege und Natur im Blick
Der Eulenweg verläuft auf etwa 87 Kilometern durch den Naturpark Rosalia-Kogelberg und durch Sigleß; er ist in beiden Richtungen ausgeschildert. Der B32 Rosalia-Radwanderweg führt ebenfalls durch den Ort und ist 58,87 Kilometer lang. Die genannten Gesamtlängen unterscheiden die Routen, sagen aber nichts über die Dauer eines Abschnitts in Sigleß aus. Da sich Routenbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, den aktuellen Wegverlauf vor dem Aufbruch zu prüfen.
Rund um Sigleß eignen sich gut ausgebaute Güterwege für ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren. Der Naturpark Rosalia-Kogelberg ist ein geschützter Naturpark, zu dessen Gemeinden Sigleß gehört. Beim Landschaftsprojekt Siebenweidenkreis grenzen seit Jahren unberührte Biotopgebiete an; zum Projekt gehört außerdem ein vom Grundwasser gespeister Tümpel. Die Alte Linde in Sigleß ist als Naturdenkmal ausgewiesen.
Der Klimagarten Sigleß befindet sich am Weinberg gegenüber der Kirche beziehungsweise nördlich des Friedhofs. Diese Orientierung hilft dabei, den Ort im Gemeindegebiet einzuordnen, ohne ihn mit den weiter draußen gelegenen Kunst- und Naturpunkten gleichzusetzen.
Historische Zeugnisse und lokale Einkehr
Das Olram-Kreuz ist ein Bildstock in Form eines Tabernakelpfeilers aus dem Jahr 1630. Vom Hexenhügelradweg aus ist es leicht erreichbar. Die Marienkapelle ist ein kleiner Giebelbau aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Pfarrkirche wurde 1733 am Allerheiligentag geweiht und wird daher Allerheiligkirche genannt. Der Sakramentenweg in Sigleß wurde 2006/2007 errichtet.
Auch archäologische Funde gehören zur Ortsgeschichte: Seit 2007 wurden im Sigleßer Kloaschitzwald bei jährlichen Grabungskampagnen zahlreiche Gräber freigelegt, größtenteils aus der spätawarisch-karolingischen Zeit. Das ist ein anderer Zugang zur Geschichte als die sichtbaren Kapellen und Bildstöcke: Hier stehen die Ergebnisse der Ausgrabungen und ihre zeitliche Einordnung im Mittelpunkt.
Für eine Pause bietet der Genussheurige von Winegrowing Lassl saisonal wechselnde kalte Speisen, verschiedene Brote und hausgemachte Aufstriche. Beim Buschenschank von Heuriger Glauber gibt es Wein und eine Schmankerl-Brotzeit. Da das Speisenangebot bei Lassl saisonal wechselt, lohnt sich eine Prüfung, ob der gewünschte Besuchstermin dazu passt. Im Freibad Sigleß finden jährlich Schwimmkurse für Nichtschwimmer statt; wenn Sie einen Kurs einplanen, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.
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