Das Wegscheiderkreuz gibt Albeck Obere Schattseite einen konkreten kulturgeschichtlichen Anknüpfungspunkt: Seine Holzarbeit, das geschindelte Satteldach und der gusseiserne Herrgott gehören zu den markanten Details eines einzelnen Kleindenkmals. Der Homburgbach ergänzt diese Perspektive um eine datierte naturkundliche Beobachtung. Wer bei der Zielwahl gern konkrete Kultur- und Naturthemen gegeneinander abwägt, findet hier zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Wegscheiderkreuz: Bauform und Geschichte
Zum Wegscheiderkreuz gehören eine hölzerne Rückwand, ein mit Holzschindeln gedecktes Satteldach mit geschwungenen Stirnbrettern sowie ein gusseiserner Herrgott. Die Gestaltung lässt sich an drei Elementen festmachen: Holzfläche, Dachform und Metallfigur. Ein Satteldach besteht aus zwei geneigten Flächen, die am First zusammenlaufen; die geschwungenen Stirnbretter geben dem Abschluss eine besondere Kontur. Für Interessierte an Kleindenkmälern stehen damit Bauform und Material ebenso im Mittelpunkt wie der Name des Kreuzes.
Ferdinand Ebenberger vulgo Wegscheider errichtete das Wegscheiderkreuz in den 1950er-Jahren. Möglicherweise war Dankbarkeit für seine Heimkehr aus dem Krieg der Anlass. So sind Bauzeit und Person mit der Entstehung verbunden, während der persönliche Beweggrund ausdrücklich offenbleibt. Die mögliche Motivation gehört zur Geschichte des Kreuzes, sollte aber nicht als sichere Widmung gelesen werden.
Zwei Kreuze, unterschiedliche Ortsangaben
Das Adamikreuz steht auf einer Wiese unterhalb des Gehöfts vulgo Greier. Das Wegscheiderkreuz befindet sich an der Abzweigung des alten Verbindungswegs zu den Gehöften vulgo Hartis und Moosbauer; dieser Weg besteht heute nur noch als Feldweg. Die Bezugspunkte sind verschieden: Beim Adamikreuz ist es das Gehöft vulgo Greier, beim Wegscheiderkreuz die Abzweigung des Wegs zu Hartis und Moosbauer. Wer die beiden Kreuznamen auseinanderhalten möchte, kann sich an diesen jeweiligen Lageangaben orientieren.
Homburgbach: eine datierte Naturbeobachtung
Bei einer Erhebung am 1. August 2000 wurde der Homburgbach beim Kremegger in Albeck Obere Schattseite am erfassten Punkt als natürlicher Wasserlauf eingestuft. An der Mündung wurden eine Breite von einem Meter und eine Tiefe von 10 bis 20 Zentimetern erfasst. Für den erfassten Punkt galt außerdem die Fischpassierbarkeit für Salmoniden und Koppen als gegeben. Die Messwerte beziehen sich auf die Mündung, die Bewertung der Fischpassierbarkeit auf den erfassten Punkt. So stehen konkrete Gewässermaße und eine ökologische Bewertung nebeneinander, zeitlich eingeordnet durch das Datum der Erhebung.
Kulturgeschichte und Gewässerökologie
Für Ihre Zielwahl ergibt sich ein konkreter Unterschied: Das Wegscheiderkreuz führt über Bauform und eine vorsichtig formulierte Entstehung zur Kulturgeschichte; der Homburgbach bringt Maße, einen konkreten Ortspunkt und Fischpassierbarkeit als Naturthema ein. Wenn Sie bei einer Reise eher an einzelnen Details als an allgemeinen Ortsbeschreibungen interessiert sind, können diese beiden Blickrichtungen helfen einzuschätzen, was Sie an Albeck Obere Schattseite anspricht. Das eine Thema ist an ein Kleindenkmal gebunden, das andere an eine zeitlich datierte Gewässerbeobachtung.
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