Zum Inhalt

Das Gehöft vulgo Artzbauer verbindet Natursteinmauerwerk im Kellerteil mit einem mehrgeschossigen Wohnbereich aus Holz. Es liegt in Sirnitz auf der Sonnseite auf 1.095 m Seehöhe und gehört zu den wenigen Gehöften der Gemeinde Albeck, die noch im Original erhalten sind.

Höfe, Speicher und ihre Geschichte

Der Surtmann Kasten stammt aus dem Jahr 1737. Als Getreidekasten besitzt er ein gemauertes Untergeschoss und einen zweigeschossigen Blockspeicher. Ein geschnitzter Holzbalkon trägt ein Herz- und Kelchmuster. Hier treffen unterschiedliche Bauformen auf ein klar erkennbares dekoratives Detail.

Am Hof vulgo Peyer stehen zwei Getreidekästen. Der obere wurde vom ehemaligen Gehöft vulgo Lindner an seinen heutigen Standort versetzt, bevor die Gebäude dieses Hofes im Zuge einer Flurbereinigung um 1975 abgetragen wurden. Die Geschichte des Speichers umfasst damit sowohl seinen früheren Standort als auch die spätere Veränderung der Hofstelle.

Der Wertzer Kasten ist ein zweigeschossiger Getreidespeicher in Blockbauweise. Er steht an einem Hang auf einem Natursteinfundament. Die Wertzerhube wird bereits im Gurker Urbar von 1326 und im Lehensverzeichnis von 1404/1407 erwähnt. Sie hatte das Schankrecht; im Mittelalter muss dort ein Gasthaus bestanden haben.

Erinnerungszeichen und Kirche

Das Peyerkreuz ist ein großes Kastenkreuz mit Satteldach, gewellten Stirnbrettern, Rückwand und seitlichen Holzleisten. Zum Aufbau gehört ein einfach gearbeiteter Kruzifix. Das Kreuz wurde zum Gedenken an den Hofbesitzer aufgestellt, der bei Schlägerungsarbeiten auf der Hochrindl tödlich verunglückte. Nach Angaben der Familie Mödritscher geht das heute bestehende Peyerkreuz auf die 1920er-Jahre zurück.

Die Pfarrkirche wurde 1179 erstmals erwähnt und als Filiale der Mutterpfarre Altenmarkt geführt. Zu ihr gehört ein Barockkarner aus dem Jahr 1513. Die beiden Jahreszahlen verweisen auf unterschiedliche Aspekte ihrer Geschichte: die frühe Erwähnung der Kirche und das Baujahr des Karners.

Auch die Sirnitzer Wassermühle am Widitschbach gehört zu den besonderen historischen Themen. Sie wurde vom Mühlenverein restauriert und nachgebaut. Ein Bericht beschreibt Mahltage mit Führungen für Interessierte; ob solche Termine gegenwärtig stattfinden, ist offen. Klären Sie vor einem Besuch, ob ein Termin angeboten wird.

Landschaft, Wege und Anreise

Die Gemeinde Albeck liegt im Natur- und Landschaftsschutzgebiet der Kärntner Nockberge. Für Wanderungen gibt es in der Gemeinde mehr als 200 km markierte Wege, die zu Aussichtspunkten, Naturdenkmälern, Kirchen und Ruinen führen. Das bietet einen weiten Rahmen für die Wanderplanung, ohne eine einzelne Route festzulegen.

Eine konkret benannte Strecke ist der Kneippwanderweg: Er beginnt in Sirnitz und führt über rund 1,5 km in die Enge Gurk zu einem kleinen Wasserfall. So steht einer umfassenden Orientierung über das Wegenetz eine einzelne, mit einer ungefähren Länge beschriebene Route gegenüber.

In Hochrindl werden die Anderleloipe und die Riaplloipe sowohl für den klassischen Langlauf als auch für Skating präpariert. Da die Präparierung saisonal variieren kann, empfiehlt es sich, die jeweilige Situation vor dem Besuch zu prüfen.

Die Gemeinde Albeck ist über das Gurktal mit der B 94 und der B 93 oder von Feldkirchen über die B 93 erreichbar. Für die Auswahl Ihrer Unterkunft können Sie damit zuerst festlegen, welche der kulturellen Themen oder Wege für Ihre Reise besonders wichtig sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Albeck Obere Schattseite, Sirnitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Albeck.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.