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In Reisach treffen unterschiedliche Zeitschichten aufeinander: Der gotische Bildstock Gangl-Stöckl aus dem Jahr 1499 enthält einen römischen Grabstein des Zollsklaven Amandus. Die Pfarrkirche verbindet einen schlichten spätklassizistischen Bau von 1850 mit einem erhaltenen gotischen Gewölbe aus dem Vorgängerbau. Hinzu kommen die Sage um Troi Risa, der Reisach-Jochalm-Rundkurs K2 und die Herstellung von Gailtaler Almkäse auf der Reisacher Joch Alm. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so unterschiedliche Schwerpunkte: Bau- und Ortsgeschichte, Radfahren oder Almwirtschaft.

Pfarrkirche und Baugeschichte

Im Eintrag vom 28. Mai 2024 wird die katholische Pfarrkirche der Heiligen Petrus und Paulus in Reisach als denkmalgeschützt geführt. Die Kirche ist ein schlichter spätklassizistischer Bau von 1850, liegt erhöht und hat einen Nordturm. Im Turmerdgeschoss ist ein gotisches Gewölbe des Vorgängerbaus erhalten. Damit lassen sich am selben Kirchenbau zwei zeitliche Schichten unterscheiden: der Bau von 1850 und das ältere Gewölbe aus dem Vorgängerbau. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier sowohl eine klare Einordnung des Kirchenbaus als auch ein erhaltenes Element, das auf den Vorgängerbau zurückgeht.

Gangl-Stöckl und Troi-Stöckl

Das Gangl-Stöckl ist ein kulturgeschichtlich bedeutender gotischer Bildstock aus dem Jahr 1499. In sein Mauerwerk ist der römische Grabstein des Zollsklaven Amandus eingemauert. So kommen in einem Bauwerk ein gotischer Bildstock und ein römischer Grabstein zusammen. Das Troi-Stöckl ist eine denkmalgeschützte Wegkapelle an der Gailtalstraße B111 und steht für eine andere Art Ortsgeschichte: Der Sage nach soll es an die Stadt Troi Risa erinnern, die durch einen Bergsturz des Reißkofels um etwa 470 n. Chr. verschüttet wurde. Die Verbindung zur Stadt ist ausdrücklich sagenhaft; auch die Datierung des Bergsturzes ist ungefähr. Beim Gangl-Stöckl liegt der Akzent auf dem Bildstock und dem eingemauerten Grabstein, beim Troi-Stöckl auf der überlieferten Erzählung. Diese Unterschiede geben kulturgeschichtlich Interessierten zwei verschiedene Zugänge zur Geschichte Reisachs.

Reisacher Jochalm: Zufahrt, Radtour und Käse

Die Reisacher Jochalm erreichen Sie entweder über Reisach oder Grafendorf. Die Zufahrt führt über eine gepflegte Schotterstraße; sie ist auch mit Kleinbussen möglich. Für die Anfahrtsplanung sind damit sowohl die genannten Zufahrtsorte als auch die Straßenart relevant. Die Möglichkeit der Kleinbuszufahrt ist ein zusätzlicher konkreter Hinweis zur Anfahrt.

Der Reisach-Jochalm-Rundkurs K2 ist eine 18,3 Kilometer lange Mountainbike-Tour mit einer angegebenen Dauer von 3,5 Stunden. Länge und Zeitangabe beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Die Kilometerzahl beschreibt den Umfang der Tour, die Dauer gibt einen zeitlichen Anhaltspunkt. Da die Routenwerte aktualisiert werden können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrer Tour.

Auf der Reisacher Joch Alm wird die gesamte Milch direkt auf der Alm zu Gailtaler Almkäse verarbeitet. Die Herstellung vor Ort ergänzt die Baugeschichte und die Radtour um einen eigenen Bezug zur Almwirtschaft. Für kulinarisch Interessierte ist dabei der Produktionsweg ein konkreter Aspekt: Die Milch wird vollständig auf der Alm zu Gailtaler Almkäse verarbeitet.

Weitere Reiseziele entdecken: Liesing, Waidegg, Sankt Stefan An Der Gail, Kötschach-Mauthen, Schlanitzen, Egg bei Hermagor, Forst, Gundersheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hermagor.

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