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Maria Rain verbindet eine barocke Wallfahrtskirche, Wege für Rad und Fuß sowie besondere Landschaftsformen an der Drau. Die folgenden Orte und Routen setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Natur und Ausblicke

Das Naturschauspiel „Ewiger Regen“ liegt am Südabsturz des Sattnitz-Koglomerates zur Drau. Zahlreiche Sickerquellen haben dort beträchtliche Kalktuffbildungen und Rieselfluren entstehen lassen. Wer sich für die Entstehung besonderer Landschaftsformen interessiert, findet hier einen konkreten Anhaltspunkt: Wasser tritt aus und prägt mit seinen Ablagerungen das Gelände.

Auch die Drau gehört zur Landschaft Maria Rains: Bei Maria Rain wird sie zum Ferlacher Stausee aufgestaut. Von der Kaiserhütte reicht der Ausblick über das Rosental und die Karawanken. Die Hütte wurde zu Ehren von Kaiser Franz Josef I. errichtet. Der Kaiserhüttenweg wiederum ist ein Wanderweg in Maria Rain. Diese Angaben bieten verschiedene Ansatzpunkte für die Planung, ohne eine bestimmte Route oder Gehzeit vorzugeben.

Radwege und örtliche Strecken

Der überregionale Radweg zwischen Ferlach und Klagenfurt führt direkt durch das Gemeindegebiet von Maria Rain. Über die Anbindungen von Maria Rain gelangt man direkt auf den Drauradweg. Damit lässt sich der Ort in die Planung einer Radtour einbeziehen; die beiden Angaben beschreiben sowohl den Verlauf durch das Gemeindegebiet als auch die Verbindung zum Drauradweg.

Für eine Strecke mit genanntem Start- und Rückkehrpunkt kommt die Walkingstrecke „Hofstätter Wald“ infrage: Sie verläuft vom Gemeindeamt über den Radweg R7 und den Hofstätter Wald zur Wallfahrtskirche und zurück zum Gemeindeamt. Die Laufstrecke „Hollenburglauf“ führt ebenfalls vom Gemeindeamt aus, dann über die Wallfahrtskirche, Untertöllern und Lambichl sowie den Abschnitt R7/Bahnstrecke zurück. Die aufgeführten Orte machen die beiden Verläufe gut unterscheidbar: Die eine Strecke führt durch den Hofstätter Wald, die andere über die genannten Ortsteile und den Bahnstreckenabschnitt.

Wallfahrtskirche und Baugeschichte

Die Pfarrkirche Maria Rain/Žihpolje ist eine barocke Wallfahrtskirche, die 1729 erbaut wurde. Ihr Kern umfasst einen spätgotischen Vorgängerbau aus den Jahren 1445/56. In der Kirche befindet sich außerdem ein mächtiger barocker Hochaltar aus dem Jahr 1694. Die Daten zeigen verschiedene Bauzeiten an einem Ort: Der Altar ist älter als die barocke Kirche, während deren Kern auf den spätgotischen Vorgängerbau zurückgeht. Die Kirche liegt am Hemma-Pilger-Weg.

Auch Wegzeichen und örtliche Traditionen gehören zur religiösen Geschichte der Gegend. Das Plaschkreuz ist der vierte von fünf Giebelbildstöcken auf dem Weg vom Bahnhof Maria Rain zur Wallfahrtskirche. Zugleich ist es Station der alljährlichen Fronleichnamsprozession. Beim Ounitschkreuz findet alljährlich die österliche Speisensegnung statt. So unterscheiden sich die beiden Orte sowohl durch ihre Wegbeziehung als auch durch die mit ihnen verbundenen Bräuche.

Weitere Kirchen und Traditionen

Das Danielskreuz ist ein reich bemalter Giebelbildstock mit begehbarer Nische und einem mit Holzschindeln gedeckten Kippwalmdach. Dort werden wiederholt Maiandachten gefeiert; am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt führt von dort eine Bittprozession zur Pfarrkirche in Göltschach. Die Pfarrkirche Göltschach in Göltschach/Golšovo ist eine barocke Kirche des 18. Jahrhunderts, errichtet an der Stelle eines gotischen Vorgängerbaus. Laut Inschrift wurden ihr Turm und die nördliche Sakristei 1632 erbaut.

Wenige Kilometer östlich von Maria Rain steht die gotische Filialkirche St. Ulrich. Sie wurde 1453 urkundlich als Filialkirche von Köttmannsdorf erwähnt. Damit ergänzen sich unterschiedliche historische Bezugspunkte: Bauformen und Datierungen geben Auskunft über die Kirchen, während Prozessionen und Andachten den wiederkehrenden religiösen Jahreslauf sichtbar machen.

Überfahrt und kurze Wanderung

Die Valentinsfähre ermöglicht nach alter Tradition eine Überfahrt mit der Zille von Glainach über die Drau nach Maria Rain. Prüfen Sie vor der Planung die Fahrttermine, wenn Sie die Überfahrt einbeziehen möchten. Von der Wallfahrtskirche Maria Rain aus ist die Bischof-Paulitsch-Kapelle zu Fuß erreichbar: Ein Ausflugsführer von 2023 gibt dafür weniger als eine halbe Stunde an; je nach Bedingungen kann die Gehzeit variieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Klagenfurt Am Wörthersee, Moosburg in Kärnten, Techelsberg Am Wörther See, Köttmannsdorf, Plaschischen, Sankt Margareten Im Rosental, Sekirn, Ottmanach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Klagenfurt-Land.

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