Ein Holzaussichtsturm, ein spätgotischer Dom und Wege durch eine vom Gletscher geprägte Landschaft eröffnen sehr unterschiedliche Perspektiven auf Klagenfurt-Land. Wer die Region erkundet, begegnet markanten Bauwerken ebenso wie Naturwegen und Spuren des Handwerks.
Aussicht und Höhe am Pyramidenkogel
Der Pyramidenkogel ist der weltweit höchste Holzaussichtsturm. Mit dem Panoramalift oder über 441 Stufen gelangen Besucherinnen und Besucher zu Aussichtsebenen in bis zu 71 Metern Höhe. Eine 120 Meter lange, überdachte Erlebnisrutsche wird als höchste Europas bezeichnet. Aussicht und Bewegung stehen damit in einem gemeinsamen Turmerlebnis.
See, Wege und Moor
Der Keutschacher See liegt im Keutschacher Seental im Bezirk Klagenfurt-Land. An seinem ruhigen, windgeschützten Wasser werden SUP-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Der Natura Trail Keutschacher Seental eröffnet einen anderen Blick auf die Landschaft: Er ist zehn Kilometer lang, sehr flach und führt durch eine vom Draugletscher beeinflusste Umgebung. Der Rundwanderweg Keutschach wiederum führt durch die Moorau, ein Ramsar-Gebiet. So begegnen Wandernde sowohl der glazial geprägten Landschaft als auch einem ausdrücklich benannten Moorgebiet.
Kirchen und römische Geschichte
Der heutige Maria Saaler Dom wurde von 1430 bis 1459 errichtet. Die Pfarrkirche Maria Saal ist eine spätgotische Staffelhalle mit einer markanten, weithin sichtbaren Doppelturmfassade. Für Gebet oder stille Anbetung ist der Dom tagsüber von 8:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Eine andere historische Ebene zeigt die römische Stadt am Magdalensberg, die zu den größten Ausgrabungsstätten des Ostalpenraums zählt.
Auch die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Karnburg weist mehrere römische Spolien und eine Schwurhand auf. Spolien sind wiederverwendete Bauteile oder Werkstücke; der Begriff macht ein architektonisches Detail greifbar, das mit älteren römischen Elementen verbunden ist.
Bäuerliche Bauformen und Ferlacher Handwerk
Das Kärntner Freilichtmuseum Maria Saal ist das älteste Museum seiner Art in Österreich. Es zeigt bäuerliche Haus- und Hofformen aus verschiedenen Landesteilen Kärntens und umfasst 38 Museumsobjekte aus sechs Jahrhunderten. Die Sammlung eröffnet damit einen Blick auf unterschiedliche Bauformen und eine lange Zeitspanne. Auf dem Museumsgelände sorgt eine ländliche Gaststätte für Erfrischungen.
Ferlach ist seit dem 16. Jahrhundert für die hohe Kunstfertigkeit seiner Büchsenmacher bekannt. Das Büchsenmacher- und Jagdmuseum Schloss Ferlach vermittelt die Geschichte der Ferlacher Büchsenmacherkunst und zeigt historische Waffen. Hinzu kommen Ausstellungen zu heimischen und internationalen Wildtieren, zur Bedeutung der Jagd und mit Jagdtrophäen.
Wandern und Parcours in der Tscheppaschlucht
Bei der Wandertour durch die Tscheppaschlucht bilden der Tschaukofall mit dem Felsentor und die Teufelsbrücke den Höhepunkt. Der Waldseilpark Tscheppaschlucht bietet acht Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Dazu gehören zwei Flying-Fox-Anlagen von jeweils 300 Metern Länge, die als längste Flying-Fox-Anlage Österreichs bezeichnet werden. Die Wandertour und der Waldseilpark setzen unterschiedliche Akzente: Hier stehen die benannten Naturhöhepunkte im Vordergrund, dort Parcours und Flying-Fox-Anlagen.
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