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Grafenstein verbindet klar datierte Baugeschichte mit Kirchenkunst, einem Hoke-geprägten Kulturthema, Handwerk und Flusslandschaften. Für die Reiseplanung entstehen daraus unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können sich an Architektur und Kunst orientieren oder Wandern und Landschaft in den Mittelpunkt stellen. Auch bei der Suche nach einer Ferienwohnung lässt sich so zuerst klären, welche dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll.

Schlossgeschichte und Kirchenarchitektur

Das Schloss der Fürsten Orsini-Rosenberg in Grafenstein wurde 1638 von Johann Andreas von Rosenberg erbaut. Das Jahr bietet einen klaren Vergleichspunkt zu den später datierten Ausstattungen und Umgestaltungen der Kirchen.

Die Pfarrkirche St. Stephan in Grafenstein besitzt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen und eine übergreifende Rokoko-Stuckdekoration von 1756. Barocke Deckenmalereien befinden sich im Langhaus und im Chor. Gewölbeform, Stuck und Malerei eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf die Gestaltung des Kirchenraums.

In Saager weist die Kirche St. Anna romanische Stilreste auf und wurde in der Barockzeit erweitert. Im Vergleich zu St. Stephan tritt hier eine andere zeitliche Schichtung hervor: An St. Anna treffen romanische Elemente auf einen späteren Ausbau, während St. Stephan unter anderem durch die Stuckdekoration von 1756 und barocke Deckenmalereien geprägt ist. Wer Kirchenarchitektur in den Mittelpunkt stellt, kann diese unterschiedlichen Epochen und Gestaltungsformen gegenüberstellen.

Kunstbezüge rund um Saager

Schloss Saager bei Grafenstein war ein Zentrum des künstlerischen Schaffens von Giselbert Hoke. Ein weiterer Hoke-Bezug ist das von ihm geschaffene Werkhaus Saager. Mit seinen Außenanlagen bildet es ein einzigartiges Ensemble und künstlerisches Gesamtkunstwerk aus Architektur, Raum, Gestaltung und Kunst. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem Zusammenspiel dieser Bereiche und unterscheidet sich von der Betrachtung einzelner Ausstattungsdetails in den Kirchen.

Kirche in Dolina

Die Wallfahrts- und Autobahnkirche Hl. Maria im Walde liegt in Dolina und wurde 1999/2000 von der Architektengemeinschaft Ferdinand Certov und Robert Morianz neugestaltet. Diese datierte Umgestaltung bietet einen weiteren zeitlichen Bezug zu den älteren Bau- und Ausstattungsgeschichten von St. Stephan und St. Anna. Die Autobahnkirche Dolina–Maria im Walde ist östlich von Klagenfurt vor der Autobahnausfahrt Poggersdorf ausgeschildert; das ist ein konkreter Orientierungspunkt für die regionale Planung.

Handwerk, Wandern und Flusslandschaften

Ein handwerklicher Bezug ist die Grafensteiner Platte: Der Name bezeichnet Bodenfliesen, die ursprünglich in der Ziegelfabrik der Familie Orsini-Rosenberg hergestellt wurden. Die letzte Handziegelei Österreichs befindet sich in der Gemeinde Grafenstein und wird von Sarah Falkinger betrieben. Betriebliche Einzelheiten können sich ändern; wenn Sie einen Besuch erwägen, prüfen Sie aktuelle Angaben vorab.

Grafenstein bietet vielfältige Wandermöglichkeiten. Entlang der Gurk und der Drau gibt es Aulandschaften in Grafenstein. Damit stehen neben Baukunst und Kunstgeschichte auch Wandern und Flusslandschaften als eigene Themen für die Reiseplanung zur Wahl. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, können Sie zuerst abwägen, ob Ihr Aufenthalt stärker von Kirchen und Kunst oder von Bewegung und Landschaft geprägt sein soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Lukowitz, Pörtschach Am Wörther See, Sekirn, Sekull, Plescherken, Moosburg in Kärnten, Radsberg, Maria Rain

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Klagenfurt-Land.

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