Zum Inhalt

Keutschach am See verbindet urgeschichtliches Erbe mit einer Landschaft aus vier benannten Seen und Moor. Die Pfahlbausiedlung im Keutschacher See führt in die Vorgeschichte; Wege und historische Bauwerke setzen andere Akzente. Für die Reiseplanung lohnt die Frage, ob Sie archäologische Einordnung, Naturinformationen entlang einer Runde, einen sehr flachen Themenweg oder eine Radtour mit benanntem Ziel bevorzugen.

Pfahlbaugeschichte am Keutschacher See

Die urgeschichtliche Siedlung im Keutschacher See gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Sie ist die älteste bisher bekannte Pfahlbausiedlung Österreichs. Die UNESCO-Zugehörigkeit ordnet sie in ein internationales Welterbe ein; die Einordnung als älteste bekannte Siedlung dieser Art in Österreich setzt einen eigenen nationalen Akzent.

Das Welterbefenster im Gemeindeamt Keutschach informiert über die Siedlung und zeigt Originalfunde aus ihr. Information und Fundstücke stehen dort gemeinsam im Mittelpunkt. So erschließt sich das Thema sowohl über die Geschichte des Fundorts als auch über erhaltene Gegenstände aus der Siedlung.

Vier-Seen-Tal und Moor

Keutschach am See liegt im naturbelassenen Vier-Seen-Tal mit Rauschelesee, Keutschacher See, Hafnersee und Baßgeigensee. Auch das Keutschacher Moor gehört seit vielen Jahren zur internationalen Ramsar-Konvention. Seen und Moor ergänzen die Pfahlbaugeschichte um eine eigenständige Landschaftsperspektive.

Wege nach ihren Merkmalen auswählen

Der Moorlehrpfad Keutschach ist ein sieben Kilometer langer Rundwanderweg. Zwölf Schautafeln erklären den sensiblen Lebensraum Moor. Wer beim Gehen Informationen zur Landschaft aufnehmen möchte, findet hier neben der Runde einen klaren thematischen Schwerpunkt.

Der Natura Trail Keutschacher Seental ist zehn Kilometer lang, sehr flach und auch mit einem Kinderwagen gut zu bewältigen. Im Vergleich dazu ist der Moorlehrpfad die kürzere der beiden angegebenen Strecken und als Rundweg mit Informationstafeln angelegt. Die Kinderwagen-Eignung und das sehr flache Profil sind ausdrücklich Merkmale des Natura Trails. Vor einer Tour empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Wegbedingungen.

Auch zwei weitere Routen lassen sich nach ihrer Art unterscheiden. Der Pyramidenkogelweg Keutschach beginnt an der Panoramatafel beim Gemeindeamt, führt über die Burgruine Reifnitz und weiter zum Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel. Die Löffler Runde Keutschach beginnt dagegen bei Schloss Keutschach und führt auf einem Radweg bis nach St. Nikolai.

Schloss, Kirche und Aussichtsturm

Schloss Keutschach wurde in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts errichtet. Heute ist es der verwaltungsmäßige und kulturelle Mittelpunkt des Ortes und der Gemeinde Keutschach. Die Kirche St. Nikolai Keutschach wurde im Jahr 1150 errichtet und ist dem Heiligen Nikolaus geweiht. Die Baugeschichte der Kirche reicht damit deutlich weiter zurück als die des Schlosses.

Der Aussichtsturm Pyramidenkogel verfügt über eine 120 Meter lange, überdachte Erlebnisrutsche, die als höchste Europas bezeichnet wird. Damit kommen zu den historischen Orten und den Wegen ein weiteres klar benanntes Merkmal des Aussichtsturms hinzu.

Weitere Reiseziele entdecken: Krumpendorf, Plescherken, Feistritz Im Rosental, Sankt Martin Am Techelsberg, Radsberg, Auen, Pörtschach Am Wörther See, Töpriach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Klagenfurt-Land.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.