Im Lölling Graben stehen römische Überreste, sakrale Baugeschichte und Zeugnisse des Eisenwesens neben konkreten Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren. Für die Planung eröffnet das unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können die Kulturgeschichte zum Ausgangspunkt machen oder eine der beschriebenen Routen wählen. Die örtlichen Besonderheiten reichen von einem datierten Stifterbild bis zu den kurvenreichen Straßen der Radroute.
Kirchenkunst und Spuren des Eisenwesens
Die Pfarrkirche Lölling ist spätgotisch und besitzt einen gotischen Polygonalchor. Der Begriff bezeichnet einen Chorraum mit mehrseitigem Abschluss. Im Inneren befindet sich eine Wandmalerei aus dem Jahr 1602 mit einem Stifterbild der Gewerkenfamilie Rauscher. Damit stehen zwei kunsthistorische Aspekte nebeneinander: die gotische Bauform und ein datiertes Bild mit einem benannten Stiftergeschlecht.
In Lölling wurden Überreste von Schmelzgruben und Windöfen aus der Römerzeit gefunden. Diese archäologischen Spuren reichen zeitlich weiter zurück als die spätgotische Kirche. Zu den späteren Zeugnissen des Eisenwesens gehört das ehemalige Dampfmaschinenhaus in Lölling, das unter Denkmalschutz steht. Auch die Barbarakapelle in Lölling ist denkmalgeschützt. Das Mundloch des Löllinger Erbstollens bei Lölling steht ebenfalls unter Denkmalschutz; ein Mundloch ist der Eingang eines Stollens. So treffen archäologische Überreste, ein ehemaliges Industriegebäude und geschützte Bauwerke aufeinander.
Ein weiterer Bezug zum Eisenwerk Lölling kommt über ein Ausstellungsstück des Schmiede- und Schlossereimuseums zustande. Das Museum ist eine historische Schmiede im Keller des Landgasthofes Neugebauer. Sein Wacklergebläse war im 19. Jahrhundert im Eisenwerk Lölling im Einsatz. Damit verbindet das Wacklergebläse die historische Schmiede mit dem Eisenwerk Lölling.
Wanderung und Radroute im Vergleich
Die Wanderung rund um den Plankogel hat ihren Ausgangsbereich in Lölling und führt an der kleinen neugotischen Barbarakapelle vorbei. Die Kapelle ist damit ein klar benannter Kulturbezug entlang dieser Wanderung. Für eine Wanderung mit Architekturbezug ist die kleine neugotische Kapelle ein konkreter Bezugspunkt am Weg.
Die Radroute 4 Linden–Klippitztörl führt durch den Löllinger Graben. Unterwegs verläuft sie an Bauernhöfen und Waldgebieten vorbei; außerdem gehören kurvenreiche Straßen und steile Anstiege zu ihrem Profil. Diese Angaben machen die Tour besonders für die Planung unterscheidbar: Neben der Landschaft entlang der Strecke sind auch die Straßenführung und die Höhenunterschiede zu berücksichtigen.
Wanderung und Radroute setzen somit verschiedene Akzente. Bei der Wanderung steht eine neugotische Kapelle am Weg, während für das Radfahren die kurvenreichen Straßen und steilen Anstiege wichtige Merkmale sind. Sie können vorab entscheiden, ob Sie lieber eine Wanderung mit Kulturbezug einplanen oder eine Radroute mit diesem beschriebenen Profil wählen möchten.
Forellenzucht am Löllinger Bach
Beim Forellen-Gasthof Lauchart züchtet die Familie Forellen in einem eigenen Teich, der vom Löllinger Bach gespeist wird. Diese Forellenzucht setzt einen eigenständigen lokalen Akzent neben den Bau- und Industriegeschichten. Da sich Restaurantdetails ändern können, prüfen Sie vor einem Besuch am besten die aktuellen Angaben.
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