Großkirchheim liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern; weite Teile des Zirknitztals stehen unter Naturschutz. Naturziele und Spuren des Edelmetallbergbaus prägen den Ort ebenso wie historische Kirchen und Bauten. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie daher unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Wege und Wasserfall, die Geschichte des Bergbaus oder die Architektur einzelner Sakralbauten.
Natur, Wasserfall und Radweg
Der Naturlehrpfad „Listen to the Inside“ führt Familien zu einer Plattform nahe am Gartlwasserfall. Der Wasserfall bildet damit einen klar benannten Bezugspunkt für den Weg. Eine andere Perspektive bietet der Glocknerradweg R8: Er verläuft naturnah, weist keine nennenswerten Steigungen auf und gilt als familiengeeignet. Für Ihre Planung sind das zwei unterschiedliche Schwerpunkte – ein Lehrpfad mit Ziel nahe dem Wasserfall und eine Radroute, deren Charakter durch die geringe Steigung beschrieben ist.
Das Naturbad Großkirchheim verfügt über eine 1.200 m² große Badefläche. Das Wasser wird ohne chemische Zusätze wie Chlor aufbereitet. Der Betrieb ist saisonal; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Betriebszeiten. So lässt sich der Badbesuch in die Planung einordnen, ohne die saisonalen Öffnungsbedingungen aus dem Blick zu verlieren.
Auch das Erlebnisprogramm „Gartlwasserfall“ hat einen klaren Ausgangspunkt: Es beginnt bei der Nationalparkverwaltung Kärnten in Großkirchheim. Dazu gehört das „Urschreibecken“, an dem ein befreiender Schrei möglich ist. Da es sich um Programmdetails handelt, empfiehlt sich eine Prüfung der aktuellen Angaben vor der Buchung. Wer sich für Schießsport interessiert, findet in der Schießarena Großglockner einen 300 m langen Schießtunnel und ein Schießkino.
Goldbergbau und historische Gebäude
Die Ausstellung „Tauerngold“ ist im Putzenhof untergebracht, einem über 500 Jahre alten Gewerkenhaus der Goldschürfer. Der Putzenhof entstand etwa zwischen 1540 und 1560 und diente später Goldgräbern als Wohn- und Arbeitsstätte. Ausstellung und Gebäude verbinden so die Auseinandersetzung mit dem Goldbergbau mit einem Bauwerk, dessen eigene Geschichte in diese Bergbauzeit führt.
Auch die Alte Schmelz verweist auf die Verarbeitung der Edelmetalle: Während der Zeit des Edelmetallbergbaus in Großkirchheim war sie als Goldschmelze in Betrieb. Heute beherbergt die revitalisierte Alte Schmelz einen Veranstaltungssaal. In Döllach zählt die Kohlbarren-Zinkhütte aufgrund des Fehlens erhaltener Vergleichsbauten in Europa zu den bedeutendsten Industriebaudenkmalen Europas. Das Mentlhaus ist ein kombiniertes Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Es wurde zwischen 1650 und 1670 errichtet und ab 2013 Brett für Brett in der Sport- und Freizeitanlage in Döllach wieder aufgebaut.
Schloss und Schlössl Großkirchheim wurden bei „locus Chyrichaim“ erstmals 1140/50 urkundlich erwähnt. Auf der 11,8 km langen Etappe Heiligenblut–Döllach des Alpe-Adria-Trails werden der Ortskern von Großkirchheim und das historische Schloss Großkirchheim als Höhepunkte genannt. Die Streckenlänge gibt dabei einen konkreten Anhaltspunkt für die Etappe; der Ortskern und das Schloss sind die benannten Anlaufpunkte.
Kirchen in Sagritz und Putschall
Eine Pfarrkirche in Sagritz wurde bereits 1271 urkundlich erwähnt. Der heutige Bau entstand zwischen 1769 und 1779 als vollständiger Neubau, nachdem der spätgotische Kirchenbau verfallen war. Erhalten blieb der vorgelagerte schiefe Turm des früheren spätgotischen Baus. An der Antoniuskapelle in Sagritz liegen zwei weitere Zeitangaben auseinander: Sie wurde erstmals 1301 urkundlich erwähnt, ihr Schlussstein trägt die Jahreszahl 1522.
Die Filialkirche Putschall, auch Maria Hilf genannt, wurde 1809 erbaut. Ihr Innenraum ist einschiffig und zweijochig und hat eine Flachkuppel. Diese Angaben machen den Unterschied zwischen Baugeschichte und Raumform sichtbar: In Sagritz stehen frühe Erwähnungen, Neubau und erhaltener Turm im Mittelpunkt, während sich die Beschreibung der Putschaller Kirche auf ihre Datierung und den Innenraum bezieht.
Wege und Mobilität vor Ort
Der Tauerngoldweg ins Große Zirknitztal wird über die Nationalparkgemeinde Großkirchheim angefahren. In Großkirchheim gehört außerdem der Rad- und Wanderbus „Glocknerradweg“ zum Mobilitätsangebot. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Spittal An Der Drau.
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