Zum Inhalt

Petschnitzen verbindet keltisch-römische Siedlungsspuren mit einer detaillierten sakralen Baukunst. Für Reisende, die kleinere Orte über konkrete Geschichte und Architektur kennenlernen möchten, bietet der Weiler einen klaren kulturgeschichtlichen Schwerpunkt: Dazu gehören Keramikfragmente und Metallschlacken, ein Kapellenbildstock, bemalte Flächen in einer Kapelle und ein kunstvoll gestaltetes Friedhofskreuz.

Petschnitzen zwischen See und Höhenrücken

Der kleine Weiler liegt östlich oberhalb des Faaker Sees auf einer Hochterrasse zwischen den Höhenrücken Tabor, Wauberg, Rudnik und Bleiberg. Der Seebezug ordnet den Weiler grob ein; die Terrasse benennt seine Lageform, die vier Höhenrücken den umgebenden geografischen Rahmen.

Archäologische Spuren im Ortsgebiet

Bei Arbeiten an einer Pferdekoppel im Ortsgebiet wurden zahlreiche Keramikfragmente und Metallschlacken geborgen. Die Funde belegen in diesem Bereich eine keltisch-römische Siedlung. Keramik und Schlacke stehen als konkrete materielle Spuren neben den sakralen Bauformen, die Petschnitzen ebenfalls prägen. Für einen kulturgeschichtlichen Aufenthalt ergänzt dieser archäologische Aspekt die Betrachtung der Bauwerke um eine weitere Perspektive.

Kapellenbildstock: Dach, Nische und Apsis

Der Kapellenbildstock in Petschnitzen steht an einem Südhang und ist nach Süden orientiert. Sein Dach ist leicht geschweift und mit Holzbretteln gedeckt. Der halbkreisförmige Eingang wird durch eine kunstvoll geschmiedete Eisengittertür verschlossen. Im Giebeldreieck befindet sich eine große Nische, die einst bemalt war; auch eine Apsis gehört zum Bauwerk. An diesen Details lässt sich die Bauform auf mehreren Ebenen betrachten: Das Dach prägt die Silhouette, das Giebeldreieck trägt die Nische, und der Eingang ist mit einer eigens gestalteten Gittertür versehen. Zusammen ergeben Dachdeckung, Eingangsform und historische Nische einen differenzierten Eindruck der Architektur. Südhanglage und Südausrichtung beschreiben dabei zwei verschiedene Aspekte: den Standort und die Orientierung des Bildstocks.

Bemalte Flächen in der Kapelle

Bei der Kapelle in Petschnitzen sind beide äußeren Seitennischen bemalt, ebenso die gewölbte Decke im Inneren. Die Bemalung verteilt sich damit auf zwei unterschiedliche Baubereiche: die Seitennischen außen und die Decke innen. Für die architektonische Betrachtung ist gerade dieser Wechsel zwischen Außen- und Innenraum ein eigener Akzent.

Das Friedhofskreuz

Das Friedhofskreuz Petschnitzen ist ein großes Holzkreuz mit rautenförmiger Rückwand und einem Satteldach, das mit Holzbretteln gedeckt ist. Es steht im nördlichen Teil des Friedhofs und ist nach Süden ausgerichtet. Der Korpus ist eine qualitätsvolle handgeschnitzte Arbeit mit natürlichem Inkarnat. An einem Objekt kommen so die hölzerne Konstruktion mit Rückwand und Dach, die Ausrichtung im Friedhof und die künstlerische Ausarbeitung zusammen. Die Südausrichtung lässt sich mit der des Kapellenbildstocks vergleichen; bei diesem ist zusätzlich die Lage am Südhang als Standortmerkmal genannt.

Der Kreuzweg am Karfreitag

Am Karfreitag ist die Kapelle die letzte Station eines Kreuzwegs, der bei der Pfarrkirche Petschnitzen beginnt. Damit wird sie nicht nur als Bauwerk, sondern auch als Zielpunkt eines religiösen Weges greifbar. Wenn Sie den Kreuzweg in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie die Termine vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Villach, Laastadt, Sankt Andrä, Köstenberg, Äußere Einöde, Goritschach, Treffen Am Ossiacher See, Kreuzen

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Villach.