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Selpritsch verbindet mehrere klar unterscheidbare kulturelle Anknüpfungspunkte: Der Marienbildstock zeigt eine eigene Bauform und ein detailliertes Bildprogramm, die Filialkirche hat eine Erneuerungsgeschichte, und der Marienpilgerweg führt über benannte Wege nach Selpritsch. Für Ihre Reiseplanung heißt das: Sie können den Schwerpunkt auf sakrale Gestaltung, die örtliche Kirchengeschichte oder eine konkrete Pilgerwegstrecke legen.

Marienbildstock: Architektur und Bildprogramm

Der Marienbildstock in Selpritsch ist ein Breitpfeilerbildstock. Sein Satteldach ist mit Holzschindeln gedeckt; eine große Nische besitzt ein rot gefärbtes Gewände. In der Nische zeigt der Bildstock die gekrönte Gottesmutter Maria mit Zepter und Kind sowie ein IHS-Jesusmonogramm. An den Außenwänden sind der heilige Antonius der Einsiedler, der heilige Florian und der heilige Christophorus dargestellt. So lassen sich die Motive räumlich unterscheiden: Maria und das Monogramm befinden sich in der Nische, die drei Heiligenfiguren an den Außenwänden.

Filialkirche und Kirchengeschichte

Die Filialkirche in Selpritsch wurde in mehreren Etappen in den 1970er- und 1980er-Jahren außen und innen erneuert. Bei einem Wandertag des Pfarrverbandes kam die Pilgerschar an der Filialkirche in Selpritsch (Hl. Andreas) vorbei; die Kirche grüßte mit Glockengeläute. Die beiden Hinweise zeigen unterschiedliche Seiten des Ortes: die bauliche Erneuerung der Kirche und ein konkretes Ereignis aus dem Pfarrverband.

Der Marienpilgerweg und seine Abschnitte

Der Marienpilgerweg erreicht über den sogenannten Augsdorfer Waldweg und die Selpritscher Straße die Dorfkirche in Selpritsch. Für den Abschnitt zwischen Augsdorf und Selpritsch sind 3,3 km angegeben. Diese Zahl bietet einen konkreten Orientierungspunkt für genau diese Etappe. Vom Marienpilgerweg führt der Weg von Selpritsch westwärts über einen Wiesen- und Waldweg zur Rosegger Landesstraße und anschließend weiter zur Filialkirche St. Lambrecht.

Die Wegangaben lassen sich nach ihren Zielen unterscheiden: Der 3,3 km lange Abschnitt führt von Augsdorf zur Dorfkirche in Selpritsch; die westwärtige Fortsetzung führt über Wiesen- und Waldweg sowie die Rosegger Landesstraße zur Filialkirche St. Lambrecht. So können Sie die Abschnitte anhand ihrer genannten Wegmerkmale und Kirchenziele einordnen, statt sie als ein einziges Ziel zu lesen.

Eine weitere Route über Selpritsch

Die Route „Villacher Alpenstraße vom Wörthersee“ führt über Velden, Selpritsch, Rosegg, Finkenstein, Warmbad-Villach, Möltschach, die Villacher Alpenstraße, Villach, den Magdalenensee, Zauchen und Wernberg zurück nach Velden. Selpritsch erscheint darin als eine Station in einer Folge mehrerer Orte und weiterer benannter Punkte.

Damit stehen zwei unterschiedliche Routenperspektiven nebeneinander: Der Marienpilgerweg beschreibt Wege zu Kirchen und konkrete Abschnitte; die Route „Villacher Alpenstraße vom Wörthersee“ ordnet Selpritsch in eine Folge verschiedener Stationen mit Rückkehr nach Velden ein. Die genannten Ziele helfen dabei, den lokalen Pilgerweg von dieser regionalen Routenfolge zu unterscheiden.

Hinweis zum Kirchenschlüssel

Für den Schlüssel der Filialkirche in Selpritsch ist die Buschenschenke Jost als Anlaufstelle genannt. Da sie nicht ganzjährig geöffnet ist, fragen Sie vorher nach.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberaichwald, Afritz, Riegersdorf, Paternion, Feistritz An Der Gail, Kerschdorf, Arriach, Landskron

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Villach.

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