Der Bleiburger Wiesenmarkt wird seit 1393 Anfang September abgehalten; das Werner Berg Museum setzt mit jährlich wechselnden Ausstellungen einen ganz anderen Akzent. Markttradition und Kunst bieten damit zwei unterschiedliche Zugänge zu Bleiburgs kulturellem Profil.
Werner Berg und wechselnde Kunst
Das Werner Berg Museum wurde 1968 als Werner-Berg-Galerie der Stadt Bleiburg eröffnet und präsentiert das Œuvre des Künstlers in enger Wechselwirkung mit der Kunst und Umwelt des Kerngebiets seines Ursprungs. Zur Kernsammlung gehören Ölgemälde, Holzschnitte, Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen. Jährlich wechselnde Ausstellungen zeigen Teile der Dauersammlung gemeinsam mit Werken anderer Künstler.
Altstadt, Kirchen und Glasfenster
Bei einem Spaziergang durch die historische Altstadt lässt sich die lange Geschichte Bleiburgs an zahlreichen Stellen wahrnehmen. Der Freyungsbrunnen ist ein Werk der Pop-Art-Künstlerin Kiki Kogelnik, die ihn 1994 aus Gummerner Marmor anlässlich des 600-jährigen Bestehens des Bleiburger Wiesenmarkts schuf.
Die Pfarrkirche Bleiburg/Pliberk ist eine große spätgotische Kirche, die im 15. und 16. Jahrhundert erbaut wurde. In ihrem Chor befindet sich ein Netzrippengewölbe von 1512. Der Begriff bezeichnet die netzartige Gliederung der Rippen und macht die Baugeschichte an einem konkreten Detail ablesbar. In der Pfarrkirche der Heiligen Petrus und Paulus befinden sich sechs Glasfenster, die Karl Vouk 2004 gestaltete. Sie zeigen Episoden aus dem Leben der heiligen Hemma von Gurk und wurden im Zuge des wiederbelebten Hemma-Pilgerwegs von Pilštanj in Slowenien nach Gurk geschaffen. Die Wallfahrtskirche Heiligengrab befindet sich auf einem Kalvarienberg. Sie wurde von 1761 bis 1772 mit zwei Türmen im Barockstil erbaut. Ein Architekturvergleich kann sich auf Bauzeit und Stil konzentrieren: spätgotische Pfarrkirche mit Gewölbe von 1512 einerseits, barocke Wallfahrtskirche mit zwei Türmen andererseits.
Der Wiesenmarkt als Reiseanlass
Der Bleiburger Wiesenmarkt wird seit 1393 abgehalten und findet immer Anfang September statt. Zu ihm gehört ein großer Vergnügungspark. Der Krämermarkt erstreckt sich über vier Kilometer; seine Ausdehnung kann sich ändern. Das Alpen-Adria-Zelt bietet regionale Genüsse von Ausstellern aus Kärnten, Slowenien und Italien. Wenn Sie eine Reise mit dem Markt planen, sollten Sie die konkreten Veranstaltungstage vorab prüfen. Für die zeitliche Orientierung unterscheidet sich der Markt vom Museum: Der Wiesenmarkt findet Anfang September statt, die Ausstellungen im Museum wechseln jährlich.
Tanz, Kultur und Wege im Freien
Das Center for Choreography Bleiburg/Pliberk ist eine zweisprachige Kulturinstitution für zeitgenössischen Tanz. Zum Verein Kulturni dom Pliberk/Bleiburg gehört die Aufgabe, der Mehrheitsbevölkerung in Kärnten slowenische Kultur zu vermitteln. Der Verein wurde 1993 gegründet, mit dem Bau des Objektes wurde 1996 begonnen. Das Center verbindet institutionelle Zweisprachigkeit mit zeitgenössischem Tanz; beim Verein steht die Vermittlung slowenischer Kultur an die Mehrheitsbevölkerung in Kärnten im Mittelpunkt.
Die Kunstradwege sind mit einer gelben Sonnenblume und Markierungen gekennzeichnet und führen an zahlreichen Bildstöcken und Kulturdenkmälern vorbei. Das Erlebnis-Freibad Bleiburg wurde 1929/30 errichtet und bietet Erholung und Entspannung vor der Kulisse der Petzen und des Schlosses Bleiburg. Informieren Sie sich vor dem Besuch über den saisonalen Betrieb.
Weitere Reiseziele entdecken: Unterburg Am Klopeiner See, Globasnitz, Wasserhofen, Seelach, Sankt Kanzian Am Klopeiner See, Weißeneggerberg, Hart, Kühnsdorf.
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