Untergreutschach verbindet sakrale Kunst, Bildstöcke in unterschiedlichen Bauformen und den Slomšek-Pilgerweg. Für Ihre Reiseentscheidung hilft die Unterscheidung zwischen einzelnen Bauwerken und einer Wegfolge: An der Pfarrkirche stehen mehrere Kunstwerke im Mittelpunkt, während die Bildstöcke jeweils eigene architektonische Merkmale haben. Der Pilgerweg führt dagegen über eine benannte Abfolge von Orten.
Kirchliche Kunst und Denkmalschutz
Im spätromanischen Rundkarner von Untergreutschach befinden sich Fresken. Die runde Bauform und die Malereien geben dem Bauwerk zwei konkrete Merkmale, an denen sich sein eigener Charakter festmachen lässt. Für einen Kulturaufenthalt ist der Karner damit ein anderer Schwerpunkt als die Bildstöcke, deren Gestalt durch Nischen, Dachform oder Innenraum bestimmt wird.
An der Pfarrkirche Greutschach ist an einem Strebepfeiler der südlichen Kirchenmauer die Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs angebracht. An der Südseite befindet sich außerdem eine große hölzerne barocke Kreuzigungsgruppe. Die beiden Werke stehen für unterschiedliche Themen: Die Tafel erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, während die Kreuzigungsgruppe ein religiöses Motiv zeigt.
Die Pfarrkirche hl. Martin und der Wehrkirchhof Greutschach stehen gemäß Verordnung unter Denkmalschutz. Im Kärntner Register des Bundesdenkmalamts vom 19. Juni 2026 sind beide aufgeführt.
Bildstöcke im Vergleich
Das Jagakreuz ist ein spätgotischer Tabernakelbildstock mit vier quadratischen Nischen. Es steht rund 300 m östlich der Pfarrkirche von Greutschach an einer Weggabelung. Bauform und Lage lassen sich hier zusammen betrachten: Die Nischen prägen den Bildstock, während die Weggabelung einen konkreten Orientierungspunkt benennt.
Das Kowatschkreuz ist ein Laubenbildstock mit vorgezogenem Satteldach, zwei Pfeilern und einem Holzkruzifix. Es steht südlich des Ortes direkt an der Straße. Derzeit ist es die letzte Station bei der Fronleichnamsprozession und bei den Umgängen an den Bittagen; die Prozessionsabläufe können sich ändern. Wenn Sie Ihre Reise mit einem dieser Termine verbinden möchten, prüfen Sie die aktuellen Abläufe vorab.
Das Rappatzkreuz unterscheidet sich durch seine Bauform und seinen historischen Wegbezug. Der Kapellenstock besitzt einen begehbaren Innenraum und ein Satteldach. Er steht am alten Verbindungsweg vom Gehöft ins Tal, der bis etwa 1955 genutzt wurde. Damit ist der Zeitbezug ein anderer als beim Kowatschkreuz: Dort ist die Station bei Prozessionen aktuell, hier gehört der Weg zur Geschichte bis etwa 1955.
Der Slomšek-Pilgerweg
Der Slomšek-Pilgerweg bietet einen anderen Blick auf Untergreutschach als die einzelnen Bildstöcke. Er beginnt bei der Wehrkirche oder beim Gasthaus Hauser in Greutschach/Krčanje und führt zunächst hinunter in den Wölfnitzgraben. Danach folgt er dem Bach auf einem Forstweg bergauf nach Wölfnitz und später weiter nach St. Leonhard an der Saualpe. Die Abfolge aus Abstieg in den Graben und anschließendem Anstieg entlang des Bachs beschreibt den Verlauf konkret. So können Sie den Pilgerweg als eigenes Reisethema betrachten und ihn von den einzelnen Kulturmotiven unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Wölfnitz, Neuhaus, Ruden, Trögern, Oberseidendorf, Steinerberg, Gallizien, Unterburg Am Klopeiner See.
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