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Für eine Reise nach Sankt Gertraud lassen sich drei unterschiedliche Schwerpunkte erkennen: spätgotische Baugeschichte, der historische Erztransport und Erlebnisse an der Lavant. Die konkreten Anhaltspunkte reichen von einem benannten Kirchenbau über eine thematische Wanderroute bis zu verkehrsberuhigten Bereichen am Wasser. So können Sie zuerst entscheiden, ob Kulturgeschichte, ein längerer Weg oder Angebote rund um Fluss und Natur zu Ihren Reiseplänen passen.

Kirche und Industriegeschichte

Die Pfarrkirche St. Gertraud steht in der gleichnamigen Ortschaft und ist ein spätgotischer Bau aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Ihr Stil und der Zeitraum ihrer Entstehung bieten einen konkreten kulturhistorischen Bezug, wenn Sie Sakralbauten und ihre Bauzeit in die Reise einbeziehen möchten.

Route 1 des Erzwanderwegs ist rund 12,3 km lang. Ihr historischer Bezug führt zurück zu einem Steig, den Bergleute vom 16. bis ins späte 19. Jahrhundert nutzten: Auf ihm brachten sie Roherz aus den Stollen auf der Wölch zum Hochofen „Hammer“. So wird aus dem Namen des Wanderwegs eine nachvollziehbare Transportgeschichte mit benanntem Ausgangspunkt und Ziel. Der Erzwanderweg kann gemeinsam mit dem Stollentroll erkundet werden. Wenn Sie einen Weg mit einem konkreten historischen Thema suchen, sind Bergbau, Erztransport und Route hier eng verbunden.

Ein weiteres Thema der Industriegeschichte ist das ehemalige Hüttenwerk Sankt Gertraud in Vorderwölch. Es steht aufgrund eines Bescheids gemäß § 3 unter Denkmalschutz.

Wege und Erlebnisse an der Lavant

Die Lavantmeile ist ein verkehrsberuhigtes Naherholungsgebiet an der Lavant. Zu ihr gehören Zugang zum Fluss, Badeplattformen sowie Geh- und Radwege. Damit stehen Wasserzugang und Bewegung zu Fuß oder mit dem Rad im Mittelpunkt – ein anderer Schwerpunkt als die geschichtliche Wanderroute zum Thema Erztransport.

Der Lavant-Erlebnisweg bildet eine rund 1 km lange, barrierefreie verkehrsberuhigte Zone. Das ist ein deutlich anderer Streckenumfang als die rund 12,3 km lange Route 1 des Erzwanderwegs. Der Längenvergleich hilft bei der Planung, wenn Sie zwischen einer kürzeren Zone und einer längeren Wanderroute abwägen.

Der Wasserlehrpfad der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud vermittelt entlang des Wegs Wissen über die Wassergewinnung in der Gemeinde. Sein Startpunkt liegt am Busumkehrplatz an der Weinebene Landesstraße, am Ortsende von Frantschach-St. Gertraud. So unterscheidet sich sein Lernschwerpunkt von der Lavantmeile, bei der Flusszugang und Wege zum Naherholungsgebiet gehören. Wenn Sie sich für Wasser sowohl als Freizeit- als auch als Sachthema interessieren, bieten die beiden unterschiedliche Blickwinkel.

Ein Naturdenkmal am Fluss

Der Entenschnabel setzt einen eigenen Naturakzent: Als geschütztes Naturdenkmal ist er ein markanter Felsblock in der Lavant, dessen Gestalt einem Entenschnabel ähnelt. Im Gebiet der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud kann er von einem kleinen Parkplatz aus besichtigt werden. Anders als bei den thematischen Wegen steht hier eine einzelne natürliche Formation im Vordergrund. Wenn Sie Naturdenkmäler gezielt in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, ist die auffällige Form des Felsblocks der besondere Bezugspunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Preitenegg, Hartelsberg, Prebl, Lamprechtsberg, Klippitztörl, Sankt Martin, Eitweg, St. Ulrich.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wolfsberg.

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