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Das Museum Ostarrichi erzählt österreichische Geschichte in sieben Schritten: von der Ostarrichi-Urkunde bis zur Unterzeichnung des Vertrags über die Europäische Union. Neuhofen an der Ybbs verbindet diese historische Perspektive mit spätgotischer Kirchenarchitektur, Mühlenhandwerk und Zielen rund um Garten und Landschaft. So lässt sich der Aufenthalt kulturell ausrichten und zugleich um Wege oder eine saisonale Badeoption ergänzen.

Geschichte und Baukunst

Die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt ist eine spätgotische Hallenkirche. Ihr Netzrippengewölbe stammt aus der Zeit um 1466. Wer sich für Kirchenarchitektur interessiert, kann hier zwei unterschiedliche Anhaltspunkte betrachten: die Einordnung der Kirche als Hallenkirche und das datierte Gewölbe als konkretes Bauteil. Das Museum Ostarrichi setzt einen anderen Maßstab an und erzählt die Geschichte Österreichs in sieben Schritten. Der Bogen von der Ostarrichi-Urkunde bis zur Unterzeichnung des Vertrags über die Europäische Union verbindet dabei frühe Geschichte mit einem jüngeren europäischen Bezugspunkt.

Für die Ortsgeschichte sind Name und Datum zwei getrennte Anhaltspunkte: Der Ort „Niuvanhova“ wird erstmals im Zusammenhang mit der Bezeichnung „Ostarrichi“ erwähnt. Die Schenkung des Landes um Neuhofen an das Bistum Freising ist auf den 1. November 996 datiert; Kaiser Otto III. schenkte es an diesem Tag. Die frühe Namensform und die Schenkung des Landes an das Bistum Freising markieren unterschiedliche Bezugspunkte der Ortsgeschichte.

Ein weiterer Zugang zur Regionalgeschichte ist die Harreither Staudenmühle. Die ursprünglich aus dem Jahr 1435 stammende Mühle belebt das Müllerhandwerk neu und verarbeitet hochwertiges, naturbelassenes und biologisches Getreide aus der Region. Besucher sind willkommen. Neben der Baugeschichte stehen hier also handwerkliche Tätigkeit und die Verarbeitung regionaler Erzeugnisse im Mittelpunkt – ein anderer Akzent als im Museum oder an der Kirche.

Garten und Wege

Im Erde-Feuer-Garten führt ein Sinnesweg an einer Dufthecke und einer Kräuterschnecke vorbei zu einer Pergola. Der Garten ist mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß erreichbar. Als Wegidee verbindet der Königshufenweg den Ostarrichi-Kulturhof mit dem Garten, führt über St. Veit und kehrt zum Ostarrichi-Kulturhof zurück. Die Route hat damit einen klar benannten Ausgangs- und Rückkehrpunkt sowie eine Abfolge, die den Garten mit dem Kulturhof verbindet.

Die Neuhofen Panoramarunde führt auf den Pöttenberg und bietet Ausblicke über die Landschaft des Mostviertels. Einen anderen Wegbezug bietet die Mostbaron-Radroute: Ihr südlicher Abschnitt verläuft zwischen Euratsfeld und Neuhofen. Für die Auswahl sind das unterschiedliche Anhaltspunkte – bei der Panoramarunde stehen Pöttenberg und Landschaftsblick im Mittelpunkt, bei der Radroute die Strecke zwischen den beiden genannten Orten.

Das Freibad als saisonale Option

Die Badesaison des Freibads Neuhofen reicht von Juni bis Anfang September. Zur Ausstattung gehören eine 42 Meter lange Wasserrutsche, ein Kinderbecken, eine große Liegewiese, eine weitläufige Grünfläche für Ballspiele, ein Kinderspielplatz und ein Buffet. Das Freibad wurde im Juni 1975 eröffnet und 50 Jahre später nach einem Umbau feierlich wiedereröffnet. Wenn das Bad Teil Ihrer Planung sein soll, berücksichtigen Sie den Zeitraum der Badesaison; Museum, Kirchenbau, Mühle und Wege setzen andere thematische Schwerpunkte.

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