Der Jakobsweg Mostviertel führt direkt durch Zeillern; hier zweigt auch der Sonntagbergweg nach Süden ab. Neben diesen Pilgerwegen prägen Schloss- und Kirchengeschichte den Ort. Für Wege zu Fuß oder mit dem Rad gibt es unterschiedliche Anhaltspunkte: einen benannten Startpunkt, eine Wanderroute mit ungefährer Gehzeit und eine Radroute mit ausgewiesener Richtung. Im Frühjahr kommt die Obstblüte als saisonaler Landschaftsbezug hinzu.
Schlossgeschichte, Kirche und Musik
Die Geschichte des Schloss Hotels Zeillern reicht bis ins Jahr 863 zurück, als König Ludwig der Deutsche das Gelände dem Kloster Niederaltaich schenkte. Schloss Zeillern hat sich als bedeutender kultureller und musikalischer Treffpunkt etabliert. Auch die Nutzung der Außenbereiche ist beschrieben: Schlosshof, Schlosswiese und Schlossinsel des Schloss Hotels Zeillern bieten Platz für Sommerfeste, Konzerte und Outdoorseminare.
Ein weiterer Anhaltspunkt für Kulturinteressierte ist die Pfarrkirche zum Hl. Jakobus mit ihrem schön geschnitzten Altar. Unter den Seiseneggern wurde die Kirche in eine spätgotische Staffelkirche umgebaut. Seit 1988 ist Zeillern Heimat des NÖ Blasmusikverbandes, der den Ort vor allem für Weiterbildungen nutzt. So stehen in Zeillern Baugeschichte, kirchliche Kunst und musikalische Kultur nebeneinander, ohne dass sie auf dieselbe Sehenswürdigkeit beschränkt sind.
Wanderwege und Pilgerverbindungen
Der Jakobsweg Mostviertel führt durch Zeillern. Hier zweigt der Sonntagbergweg nach Süden ab und führt über Aschbach zum Stift Seitenstetten; von dort verläuft er weiter Richtung Sonntagberg. Wer diese Routen in die Planung aufnimmt, kann den durch Zeillern führenden Jakobsweg von der südlichen Abzweigung unterscheiden.
Der Mostobstwanderweg beginnt an der Informationstafel auf der Schlossinsel gegenüber von Schloss Zeillern. Damit ist der Startpunkt konkret benannt. Der Inspirationsweg bietet eine andere Orientierung für die Zeitplanung: Er umfasst sechs Stationen mit verschiedenen Themen und hat eine Gehzeit von etwa 1,5 bis 2 Stunden. Die Stationszahl und die ungefähre Dauer geben diesem Weg einen eigenen Rahmen im Tagesplan.
Auch die Hubertuskapelle lässt sich als Ziel eines Spaziergangs einordnen: Markierte Wege des Fremdenverkehrsvereins Zeillern führen zu ihr an den Waldrand. Die Kapelle wurde 1974 errichtet. Wer sich für Wege mit einem benannten Ziel interessiert, kann diesen Bezug neben den Pilgerrouten und den thematischen Stationen des Inspirationswegs berücksichtigen.
Radfahren, Jahreszeit und Pausen
Mit dem Rad führt die Mostbaron-Radroute kurz nach Schloss Zeillern weiter nach Norden in Richtung Stephanshart. Die Richtung ist ein hilfreicher Unterschied zu den Wander- und Pilgerwegen im Ort. Im Frühjahr prägen blühende Obstbäume die Kulturlandschaft Zeillerns; besonders dann lädt sie zum Wandern und Radfahren ein. Die Jahreszeit bringt damit einen eigenen Landschaftsaspekt in die Wahl der Aktivitäten ein.
Für eine Pause bietet der öffentliche Zeillerner Marktplatz, auch „Roter Platz“ genannt, Sitzgelegenheiten. Der Trinkbrunnen kann in der frostfreien Zeit genutzt werden. Auf der Schlossinsel laden schön angelegte Stege am Wasser zum Verweilen und Entspannen ein. Der Ort verbindet außerdem einen klar benannten Ausgangspunkt für den Mostobstwanderweg mit einem Platz, an dem Sie eine Pause einplanen können.
Den Aufenthalt in Zeillern planen
Überlegen Sie zunächst, ob für Sie eher Kirchen- und Schlossgeschichte, ein Pilgerweg, eine Wanderung mit angegebener Gehzeit oder eine Radstrecke im Vordergrund steht. Wenn Sie Ihren Besuch mit einem Sommerfest, Konzert oder Outdoorseminar verbinden möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine und die Unterkunftsverfügbarkeit für Ihren Zeitraum.
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