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Marktgeschichte und Siedlungsgrundriss

Ein barockes Markttor steht am westlichen Ortsausgang von Trautmannsdorf an der Leitha; zugleich ist der ursprüngliche Siedlungsgrundriss bis heute erhalten. Die Siedlung entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte an der Leitha und rund um die Burg, und bereits um 1400 erhielt sie das Marktrecht. Zusammen eröffnen diese Punkte einen Blick auf unterschiedliche Ebenen der Ortsgeschichte: ein konkretes Bauwerk, die erhaltene Form des Siedlungsraums und die historische Stellung als Markt. Für die Einordnung des Ortes sind deshalb sowohl einzelne Bauwerke als auch die Entwicklung des Siedlungsgefüges wichtig; das Marktrecht ergänzt diese räumliche Geschichte um eine rechtliche Dimension.

Schloss und Pfarrkirche

Schloss Batthyány, auch Schloss Trautmannsdorf genannt, steht mitten im Ort und ist von einem großzügig angelegten Schlosspark umgeben. Der Bau wurde im klassizistischen Stil errichtet. Architektur und Parkanlage bilden dabei zwei unterschiedliche Aspekte: Der Klassizismus ordnet den Bau stilistisch ein, während der Park seinen räumlichen Rahmen bildet. Die beiden Namen bezeichnen dasselbe Schloss und bieten eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie sich mit seiner Geschichte beschäftigen.

Auch die Pfarrkirche von Trautmannsdorf bewahrt ältere Baugeschichte: Das Presbyterium der alten gotischen Kirche ist als Seitenkapelle erhalten. Seit alters her dient diese Kapelle der Familie Windisch-Graetz als Begräbnisstätte. So treffen an einem Kirchenbau bauliche Kontinuität und eine lang bestehende familiäre Begräbnisfunktion aufeinander. Das frühere Presbyterium blieb als Teil der Kirche erhalten und ist heute als Seitenkapelle eingeordnet.

Historische Bezüge in Sarasdorf

In Sarasdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha in Niederösterreich, befindet sich das Denkmal „Zu den Drei Rusten“. Der Stamm der letzten, inzwischen abgestorbenen Ulme wurde mit einer Steinverkleidung konserviert und zu einer Säule umgestaltet. Am Standort des Denkmals wurde in den 1970er-Jahren ein dauerhaftes Denkmal aus drei Linden errichtet. Die beiden Gestaltungen unterscheiden sich deutlich: Hier steht der konservierte Ulmenstamm in Säulenform, dort das Denkmal aus drei Linden. Ein weiterer historischer Bezug zu Sarasdorf ist die Pfarrkirche: Kaiser Franz Joseph und Elisabeth wurden an ihrem Hochaltar getraut.

Radfahren und Wein in Stixneusiedl

Die Winzer Tour Carnuntum verläuft über Wilfleinsdorf, Stixneusiedl, Trautmannsdorf an der Leitha und Gallbrunn. Sie ist beschildert und in beide Richtungen befahrbar. An den Leitha-Auen gibt es ebenfalls Radstrecken. Für die Routenwahl bieten diese Angaben unterschiedliche Orientierungspunkte: Bei der Winzer Tour sind mehrere Orte Teil der Strecke, während die Radstrecken an den Leitha-Auen einen eigenen Landschaftsbezug haben. Beschilderung und Befahrbarkeit in beide Richtungen sind außerdem konkrete Merkmale, an denen Sie Ihre Planung ausrichten können.

In Stixneusiedl beginnt und endet der VIA.VINUM.-Rundweg. Dort bieten romantische Kellergassen, der historische Ortskern und die Winzer ein vielseitiges Erlebnis rund um das Thema Wein. Die Pfarrkirche von Stixneusiedl stammt aus dem Jahr 1786. Im Vergleich zur Winzer Tour Carnuntum ist beim VIA.VINUM.-Rundweg ein konkreter Beginn und Abschluss in Stixneusiedl genannt; die Winzer Tour führt über mehrere benannte Orte. Damit lassen sich die beiden Radoptionen nach ihren jeweiligen Ortsbezügen unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Rohrau, Prellenkirchen, Göttlesbrunn-Arbesthal, Petronell-Carnuntum, Götzendorf an der Leitha, Schönabrunn, Enzersdorf an der Fischa, Haslau-Maria Ellend

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bruck An Der Leitha.

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